REUTERS: "Morgan Stanley will pay $4.4 million to settle a class-action lawsuit with brokerage clients who bought precious metals and paid storage fees, according to a court filing. … The suit, filed in August 2005, alleged that Morgan Stanley told clients it was selling them precious metals that they would own in full and that the company would store. But Morgan Stanley either made no investment specifically on behalf of those clients, or it made entirely different investments of lesser value and security, according to the complaint."
Das passiert, wenn man bei einer Bank in gutem Glauben Gold oder Silber kauft --- die Bank investiert das Geld gar nicht in physisches Gold und Silber. Und dann berechnet sie noch unverschämterweise Lager-Gebühren für das nichtvorhandene Metall. Morgan Stanley hat diese Praxis vor Gericht so gerechtfertigt, dass andere Banken genauso mit ihren Kunden umgehen.
Auch für Peter Brimelow sind in seinem täglichen Gold-Kommentar die Institutionen, die angeblich physisches Gold für ihre Kunden lagern, nicht mehr geheuer. In seinem Gold-Bericht für den letzten Freitag schreibt er: "In a curious development, the GLD ETF reversed the 0.31 tonne gain it reported yesterday and reverted to alleged gold holdings of 1094.54 tonnes precisely – a level it has now reported on three separate days. There can be no doubt that the reported gold holdings of the ETF is a managed number."
Nachdem unsere Politiker in "Alles wird gut" Stimmung sind und die im letzten Jahr mit hunderten von Milliarden Dollar geretteten Bank nun wieder genau dasselbe "grosse Rad drehen", welches die Finanzkrise so stark verschärft hat, sollten die eigenen "Rettungsboote" in Form von Gold und Silber auch wirklich existieren.
Wer immer noch nicht die kritische Situation im letzten Herbst erfasst hat, für den habe ich einige Passagen aus dem GEHEIMEN Protokoll der HRE-Rettungssitzungen vom 26.09 bis 28.09.2008 parat:
Bänziger (Deutsche Bank) führt aus, dass ein schlimmeres Szenario als bei Lehmann Brothers drohe; danach habe die FED eine Absicherung über 87 Mrd. $ gegeben. An dieser fehle es in Europa, so dass es am Montag in Europa keine Refinanzierung für Kreditinstitute mehr geben werde.
Weber (Bundesbank) führt aus, dass er die Gesamtlage auch mit Herrn Trichet besprochen habe. Notwendig sei eine konzertierte europäische Aktion. Im Euroraum könne Liquidität nur an solvente Banken gegeben werden. Zunächst müsse die Solvenz der HRE sichergestellt werden, dann könne die Zentralbank Notfallliquidität zur Verfügung stellen. … Wichtig sei zudem, dass sofort mit den korrekten Zahlen operiert werde, man habe nur einen Versuch und der müsse funktionieren.
Bei der Diskussion der zur Verfügung stehenden Optionen wird unter anderem auch die Möglichkeit einer Insolvenz der deutschen Einheiten erörtert. Diese Alternative wurde von allen Beteiligten wegen der dann zu erwartenden Erschütterungen auf den Finanzmärkten (u.a. Chaos auf den internationalen Märkten, Kollaps des deutschen Bankensystems, Konkurs der Einlagensicherung) umgehend verworfen.
Sprissler (HVB): Eine Insolvenz einer der drei deutschen Einheiten würde den Zusammenbruch des Pfandbriefmarktes nach sich ziehen [wegen des damit verbundenen Vertrauensverlustes].
Blessing (Commerzbank) drängt erneut auf eine Beteiligung der Politik .. Ansonsten stehe am Montag keine deutsche Bank mehr.
Ackermann (Deutsche Bank) gibt zu bedenken, dass die durch den Einlagensicherungsfonds (ESF) geschützte Summe von der Holding mit 24 Mrd. EUR (statt 17 Mrd. EUR) beziffert werde. … Weber (Bundesbank) verwirft dies: Bei einem Rückfall auf den ESF setzte bereits am Montag der Run auf die Banken ein.
Lindlar (Prüfungsverband deutscher Banken) betont, dass ESF nach Lehman nicht mehr als 2 Mrd. EUR aufbringen könne.
Asmussen (BMF) führt aus, dass der Bund nach Haushaltsrecht Garantien nur übernehmen dürfe, wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit für einen Verlust unter 50 % liege.
Ackermann (Deutsche Bank) weist darauf hin, dass das BMF seit Donnerstag Bescheid wisse. Er werde jetzt gehen und sein Institut darauf vorbereiten, dass morgen früh der Interbankenhandel zusammenbrechen werde.
Ackermann (Deutsche Bank) führt aus, dass dies der Tod des deutschen Bankensystems sei. … Ackermann macht nochmals deutlich, dass es um das Überleben des Finanzsystems gehe.
Die Verhandlungen sind gescheitert.
Ackermann (Deutsche Bank) betritt den Raum und erklärt, dass die Bankenvertreter weiterverhandeln möchten. Er habe mit Herrn Steinbrück telefoniert. Dieser habe erklärt, dass der Bund nur 50 % nehmen könne. … Ackermann telefoniert mit einem Vertreter der Bundesregierung und erklärt daraufhin, dass man sich telefonisch geeinigt habe.
Gemeinsame Presseerklärung von BaFin und Bundesbank.
Der Goldpreis hat sich trotz der gestrigen Schwäche des US-Dollars und dem Auftritt von Ben Bernanke vor dem Kongress besser gehalten, als ich gestern vermutet hatte. Mit dem USDX unter der Marke von 79, dem Auftritt eines Repräsentanten des anglo-amerikanischen Banken-Kartells vor der Öffentlichkeit und der Tatsache, dass "The Gartman Letter" spekulativ long in Gold gegangen ist, wäre eigentlich ein koordinierter Angriff auf den Gold-Preis angesagt gewesen.
Dafür wurden die Renditen der 10-jährigen Treasury Bonds stark nach unten manipuliert: Der Bond-Markt begann den heutigen Handel um 9:30 EST (15:30 Uhr MEZ) auf einem Niveau von 3,65 Prozent. Innerhalb von 2 Stunden wurden die Renditen auf unter 3,48 Prozent gedrückt. Welche massiven Eingriffe der FED über ihr Quantitative Easing (QE) Programm zusammen mit Banken-Unterstützung waren notwendig, um diesen massiven Absturz der Bond-Renditen zu bewerkstelligen ?
Gold stand zu Beginn des Handels in Asien leicht unter Druck. Allerdings waren die Verluste mit $1 bis $2 sehr moderat. Auch im Londoner Markt setzte sich dieser Druck fort. Auch hier bewegte sich der Verlust zwischen lediglich $2 und $3. Der A.M. Fix kam mit $947,75 (EUR 666,44) zustande und stand damit $4 niedriger als vor 24 Stunden.
Am Nachmittag verbesserte sich Gold wieder und stand kurz vor Beginn des Handels an der COMEX bei $950. Eine Rallye innerhalb der ersten Stunde beförderte Gold auf bis zu $953. Hier war dann aber wieder Schluss und der nahende P.M. Fix setzte seinen Impuls in Richtung des Preises zum A.M. Fix. Der P.M. Fix kam auf exakt demselben Niveau bei $947,75 (EUR 666,40) zustande wie der A.M. Fix. Gegenüber dem Vortag hat Gold $5 abgeben müssen.
Kurz nach Schluss des Handels in London begann der Auftritt von Ben Bernanke vor dem Kongress. Grosse Ausschläge in die eine oder andere Richtung waren jedoch in der mehrstündigen Anhörung nicht zu beobachten. Nach Ende der Anhörung konnte zwar Gold bis auf $945 gedrückt werden, beendete aber den Handel an der COMEX mit $947.
Der USDX stieg heute leicht auf 79,0 an, während die Renditen der 10-jährigen Treasuries auf 3,5 Prozent fielen. Der Quotient aus beiden Werten stieg heute auf 22,6 (Montag: 21,9) an.
Die starke Manipulation der Renditen der 10-jährigen Treasuries bestärken mich in der Befürchtung, dass eine konzertierte Dollar-Hebung nebst Gold-Drückung für die nächsten Tage erwartet werden kann. Die letzte grössere Aktion am 3. Juni hat bis zum 8. Juni den USDX von 78,5 auf 80,8 gehoben, wobei die Renditen der 10-jährigen Treasuries um 0,3 Prozent-Punkte angestiegen sind. Gold wurde innerhalb dieses Zeitraums von $985 auf $955 gedrückt.
www.hartgeld.com/Ziemanns-gold-news.htm
"Die Börse reagiert nur zu 10% auf Fakten, der Rest ist Psychologie!" (Kostolany)
"Selten war mehr als ein Zehntel der Bevölkerung an dem beteiligt, was man Geschichte zu nennen pflegt!" (Samhaber)