@Pfeifenlümmel
Polleit wörtlich: Das Problem der Notenbanker ist, dass sie zu sehr auf die aktuellen Inflationszahlen schauen, statt in die Zukunft .
vielleicht könnte der Herr Pfeifenlümmel auch die Daten mal ein wenig in die Zukunft extrapolieren.
Es ist jetzt zu spät für diese Zinserhöhungen. Eine ohnehin schrumpfende Wirtschaft geht daran kaputt.
Man hat seit der dotcom-Blase stetig die Scheinwirtschaft retten müssen, was ja in ihrer Natur liegt, mit QE und Nullzinsen. Jetzt hat die FED die Wahl: Crash oder schleichende Inflation.
Ich bin ziemlich sicher, dass sie die Inflation wählen müssen, denn einen Crash zu finanzieren, wie Lehman oder Dotcom käme aktuell zu teuer.
Siehe Liquiditätskrise 2019, es ist dasselbe Muster, vor genau vier Jahren im gleichen Präsidentschaftszyklus.
https://www.youtube.com/watch?v=hhg2pgz6_1IInflation: "Dann wird alles noch schlimmer" / Interview mit Thorsten Polleit
Die Inflation schien eine gute Richtung zu nehmen. Die Raten sanken. Doch nun stagnieren die Inflationsraten und die Gefahr wächst, dass die EZB den Bogen mit immer weiteren Zinserhöhungen überspannt, warnt Thorsten Polleit.
Der Grund: Aus Sicht von Polleit deuten die Zeichen daraufhin, dass die Zinserhöhungen zu einer massiven Rezession führen werden. Ein wichtiger Indikator dafür sei die schrumpfende Geldmenge. Durch die restriktive Geldpolitik schrumpft in den USA die Geldmenge M2 erstmalig seit 1959: Im Dezember 2022 ging sie um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Und weil die laufende Inflation mit 6,4 Prozent nach wie vor sehr hoch ist, fällt die sogenannte „reale Geldmenge“.
Die reale Geldmenge ist die um die Güterpreise bereinigte Geldmenge, sie repräsentiert die verfügbare Kaufkraft der Konsumenten und Produzenten. Ein derartiger Rückgang wirke wie ein Tritt auf die Bremse, erklärt Polleit. Er reduziere nicht nur den künftigen Inflationsdruck ganz erheblich, sondern er gebe auch Anlass zur Sorge, dass die gesamtwirtschaftliche Nachfrage einbricht und es zu Rezession kommt. Außerdem wachse mit jeder Zinserhöhung die Gefahr einer neuen Schuldenkrise, da Staaten und Unternehmen hoch verschuldet seien.
Der Ökonom hat seine Zweifel, dass die Notenbanken und Politik bereit sind, eine Rezession oder eine solche Krise durchzustehen. Zu hoch wären die Kosten. Polleit befürchtet daher, dass die Notenbanken im Falle eines Abschwungs schon bald wieder die Zinsen senken - und den Weg frei machen für eine neue Phase der Lockerungen. Am Ende sei nichts gewonnen und die Welt stünde vielleicht sogar noch schlechter da.
Polleit plädiert daher für ein Zinspause. Statt immer weiter die Zinsen anzuheben, sollten die Notenbanken besser abwarten, wie die bisherigen Maßnahmen wirken. Der aufgelaufene Geldüberhang lasse sich ohnehin nicht mit Zinserhöhungen beseitigen. Hier helfe nur abwarten.