ich meine JA! So wird NIE Frieden entstehen(mal davon abgesehen das die Israelis das sowieso nicht wollen)
Bau einer Luxussiedlung macht Palästinenser wütend
Im Nahen Osten gehen die Provokationen weiter: Die Israelis haben 400 Palästinenser festgenommen, ein palästinensisches Militärgericht ordnet die Freilassung des Chefs der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) an, und die Israelis bauen eine Luxussiedlung auf palästinensischem Gebiet.
Jerusalem -
In der kargen Hügellandschaft des judäischen Berglands haben die Israelis auf Ost-Jerusalemer Gebiet damit begonnen, die mehr als zehn Hektar große Siedlung Nof Sahaw (Goldene Aussicht) aus dem trockenen Boden zu stampfen. In dem neuen Stadtteil sollen mehrere hundert Appartements, ein Luxushotel und eine Seilbahn gebaut werden.
Der Baubeginn hat nach Angaben des israelischen Rundfunks starke Proteste von Palästinensern hervorgerufen. Da trifft es sich gut, dass der Chef der israelischen Baugesellschaft der frühere Polizeikommandeur Jerusalems, Arieh Amit ist. Eine private Wachgesellschaft wurde angeheuert. Zusammen mit Mitgliedern der israelischen Grenzpolizei sollen sie die Bauarbeiter vor den Protestierern schützen.
Wieder einmal scheinen die Israelis nach altem Muster zu verfahren. Palästinenser hatten für das Areal keine Baugenehmigungen erhalten, weil das Gebiet für Grünanlagen ausgewiesen war. Nun, nachdem die israelischen Bauherren nach eigenen Angaben das Land über Jahre hinweg aufgekauft haben, darf offensichtlich in unmittelbarer Nachbarschaft zum arabischen Dorf Dschebel Mukaber gebaut werden.
Palästinenser haben allerdings geltend gemacht, dass sie noch Dokumente aus türkischer, britischer und jordanischer Herrschaft besäßen, wonach sie die rechtmäßigen Eigentümer des Landes seien. Doch Israel betrachtet das 1967 besetzte arabische Ost-Jerusalem als Bestandteil seiner unteilbaren Hauptstadt. Diese Haltung wird von der überwiegenden Mehrheit der internationalen Gemeinschaft nicht geteilt. Der künftige Status von Jerusalem und die auf palästinensischem Land errichteten jüdischen Siedlungen gehören zu den umstrittensten Punkten in den israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen. Die US-Regierung hat Israel bislang vergeblich aufgefordert, auf dem 1967 eroberten palästinensischen Land jegliche Bautätigkeit einzufrieren.
Die israelische Siedlungspolitik wird offenbar mit demselben Ziel weiterbetrieben, das sie seit dem Sechstagekrieg hatte: Fakten zu schaffen. Nach einem Bericht der israelischen Menschenrechtsorganisation Bezelem kontrollieren jüdische Siedler inzwischen 41,9 Prozent des Westjordanlandes, obwohl sie nur etwa zwei Prozent des Gebietes bebaut haben. 380.000 Israelis leben danach in besetzten Palästinensergebieten, 175.000 davon im von Israel völkerrechtswidrig annektierten Ost-Jerusalem. Die Anzahl der Siedler habe sich seit den Osloer Friedensverträgen von 1993, die einen Stopp der Siedlungen vorsahen, bis zum Jahr 2000 verdoppelt.
Rund 400 Palästinenser festgenommen:
Auch militärisch bleibt Israel in der Offensive. Im Westjordanland umstellte die Armee mit Panzern am Montagmorgen das Flüchtlingslager Ain Bet Ilma bei Nablus. Rund 400 Palästinenser wurden dort festgenommen. Dabei geht die israelische Armee wieder mit zweifelhaften Methoden vor. Über Lautsprecher wurden alle männlichen Bewohner zwischen 15 und 50 Jahren aufgefordert, vor ihr Haus zu treten. In vier Bussen wurden dann rund 400 Palästinenser zu einem nahe gelegenen israelischen Militärlager zum Verhör gebracht. Auch nach Kalkilja drangen Panzer ein. Über die Stadt wurde ein Ausgehverbot verhängt, während Soldaten nach mutmaßlichen Terroristen suchten.
Zuvor hatten die israelischen Streitkräfte im Flüchtlingslager Balata im Westjordanland acht ausländische Friedensaktivisten festgenommen. Sie wurden zwecks Abschiebung der Polizei übergeben. Nach deren Angaben befinden sich unter den Betroffenen auch ein jordanischer Journalist und zwei US- Bürger. Die Gruppe wollte in dem Lager ihre Solidarität mit den Palästinensern bekunden.
Ahmed Saadat soll freikommen
Die Palästinenser bekunden derweil Solidarität in den eigenen Reihen. Ein palästinensisches Militärgericht ordnete die Freilassung des Chefs der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), Ahmed Saadat, an. Er steht in Jericho unter amerikanischer und britischer Bewachung. Saadat und vier seiner Anhänger waren wegen der Ermordung des israelischen Tourismusministers Rechawam Seewi im vergangenen Oktober von der palästinensischen Autonomiebehörde festgenommen und verurteilt worden. Die fünf wurden nach dem israelischen Truppeneinmarsch in das Westjordanland in die Residenz Arafats in Ramallah gebracht und waren dort wochenlang mit ihm eingeschlossen. Nach internationaler Vermittlung wurden sie schließlich amerikanischen und britischen Beamten überstellt.
Die Aufsichtsmächte äußerten sich zunächst nicht zu der Forderung des palästinensischen Gerichts nach Freilassung Saadats. Auch Arafats Berater Nabil Abu Rudeina lehnte jeglichen Kommentar ab. Beobachter rechneten vorerst nicht mit einer Erfüllung des Gerichtsentscheids. Israel hatte stets die Auslieferung des PFLP-Chefs verlangt, schließlich aber der internationalen Lösung für seine Bewachung zugestimmt.
Radikale Palästinenser wollen nicht mit Arafat kooperieren
Die PFLP hat ebenso wie die Demokratische Front für die Befreiung Palästinas (DFLP) und die Organisation Islamischer Dschihad das Angebot Arafats zur Mitarbeit in einem neuen palästinensischen Kabinett abgelehnt. Am Montag schloss sich auch die radikale Hamas dieser Absage an. Man glaube nicht, dass eine Kabinettsbeteiligung die Sache der Palästinenser fördern könne, erklärte das führende Hamas-Mitglied Mahmud al-Sahar in Gaza. Die Hamas ist für die meisten der rund 60 Selbstmordattentate der letzten Monate verantwortlich.
Unterdessen gingen die internationalen Vermittlungsbemühungen weiter. CIA-Chef George Tenet wurde im Westjordanland erwartet, um über einen Neuaufbau der palästinensischen Sicherheitskräfte zu verhandeln. Tenet wollte noch am Montagabend mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon zusammentreffen.
Bau einer Luxussiedlung macht Palästinenser wütend
Im Nahen Osten gehen die Provokationen weiter: Die Israelis haben 400 Palästinenser festgenommen, ein palästinensisches Militärgericht ordnet die Freilassung des Chefs der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) an, und die Israelis bauen eine Luxussiedlung auf palästinensischem Gebiet.
Jerusalem -
In der kargen Hügellandschaft des judäischen Berglands haben die Israelis auf Ost-Jerusalemer Gebiet damit begonnen, die mehr als zehn Hektar große Siedlung Nof Sahaw (Goldene Aussicht) aus dem trockenen Boden zu stampfen. In dem neuen Stadtteil sollen mehrere hundert Appartements, ein Luxushotel und eine Seilbahn gebaut werden.
Der Baubeginn hat nach Angaben des israelischen Rundfunks starke Proteste von Palästinensern hervorgerufen. Da trifft es sich gut, dass der Chef der israelischen Baugesellschaft der frühere Polizeikommandeur Jerusalems, Arieh Amit ist. Eine private Wachgesellschaft wurde angeheuert. Zusammen mit Mitgliedern der israelischen Grenzpolizei sollen sie die Bauarbeiter vor den Protestierern schützen.
Wieder einmal scheinen die Israelis nach altem Muster zu verfahren. Palästinenser hatten für das Areal keine Baugenehmigungen erhalten, weil das Gebiet für Grünanlagen ausgewiesen war. Nun, nachdem die israelischen Bauherren nach eigenen Angaben das Land über Jahre hinweg aufgekauft haben, darf offensichtlich in unmittelbarer Nachbarschaft zum arabischen Dorf Dschebel Mukaber gebaut werden.
Palästinenser haben allerdings geltend gemacht, dass sie noch Dokumente aus türkischer, britischer und jordanischer Herrschaft besäßen, wonach sie die rechtmäßigen Eigentümer des Landes seien. Doch Israel betrachtet das 1967 besetzte arabische Ost-Jerusalem als Bestandteil seiner unteilbaren Hauptstadt. Diese Haltung wird von der überwiegenden Mehrheit der internationalen Gemeinschaft nicht geteilt. Der künftige Status von Jerusalem und die auf palästinensischem Land errichteten jüdischen Siedlungen gehören zu den umstrittensten Punkten in den israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen. Die US-Regierung hat Israel bislang vergeblich aufgefordert, auf dem 1967 eroberten palästinensischen Land jegliche Bautätigkeit einzufrieren.
Die israelische Siedlungspolitik wird offenbar mit demselben Ziel weiterbetrieben, das sie seit dem Sechstagekrieg hatte: Fakten zu schaffen. Nach einem Bericht der israelischen Menschenrechtsorganisation Bezelem kontrollieren jüdische Siedler inzwischen 41,9 Prozent des Westjordanlandes, obwohl sie nur etwa zwei Prozent des Gebietes bebaut haben. 380.000 Israelis leben danach in besetzten Palästinensergebieten, 175.000 davon im von Israel völkerrechtswidrig annektierten Ost-Jerusalem. Die Anzahl der Siedler habe sich seit den Osloer Friedensverträgen von 1993, die einen Stopp der Siedlungen vorsahen, bis zum Jahr 2000 verdoppelt.
Rund 400 Palästinenser festgenommen:
Auch militärisch bleibt Israel in der Offensive. Im Westjordanland umstellte die Armee mit Panzern am Montagmorgen das Flüchtlingslager Ain Bet Ilma bei Nablus. Rund 400 Palästinenser wurden dort festgenommen. Dabei geht die israelische Armee wieder mit zweifelhaften Methoden vor. Über Lautsprecher wurden alle männlichen Bewohner zwischen 15 und 50 Jahren aufgefordert, vor ihr Haus zu treten. In vier Bussen wurden dann rund 400 Palästinenser zu einem nahe gelegenen israelischen Militärlager zum Verhör gebracht. Auch nach Kalkilja drangen Panzer ein. Über die Stadt wurde ein Ausgehverbot verhängt, während Soldaten nach mutmaßlichen Terroristen suchten.
Zuvor hatten die israelischen Streitkräfte im Flüchtlingslager Balata im Westjordanland acht ausländische Friedensaktivisten festgenommen. Sie wurden zwecks Abschiebung der Polizei übergeben. Nach deren Angaben befinden sich unter den Betroffenen auch ein jordanischer Journalist und zwei US- Bürger. Die Gruppe wollte in dem Lager ihre Solidarität mit den Palästinensern bekunden.
Ahmed Saadat soll freikommen
Die Palästinenser bekunden derweil Solidarität in den eigenen Reihen. Ein palästinensisches Militärgericht ordnete die Freilassung des Chefs der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), Ahmed Saadat, an. Er steht in Jericho unter amerikanischer und britischer Bewachung. Saadat und vier seiner Anhänger waren wegen der Ermordung des israelischen Tourismusministers Rechawam Seewi im vergangenen Oktober von der palästinensischen Autonomiebehörde festgenommen und verurteilt worden. Die fünf wurden nach dem israelischen Truppeneinmarsch in das Westjordanland in die Residenz Arafats in Ramallah gebracht und waren dort wochenlang mit ihm eingeschlossen. Nach internationaler Vermittlung wurden sie schließlich amerikanischen und britischen Beamten überstellt.
Die Aufsichtsmächte äußerten sich zunächst nicht zu der Forderung des palästinensischen Gerichts nach Freilassung Saadats. Auch Arafats Berater Nabil Abu Rudeina lehnte jeglichen Kommentar ab. Beobachter rechneten vorerst nicht mit einer Erfüllung des Gerichtsentscheids. Israel hatte stets die Auslieferung des PFLP-Chefs verlangt, schließlich aber der internationalen Lösung für seine Bewachung zugestimmt.
Radikale Palästinenser wollen nicht mit Arafat kooperieren
Die PFLP hat ebenso wie die Demokratische Front für die Befreiung Palästinas (DFLP) und die Organisation Islamischer Dschihad das Angebot Arafats zur Mitarbeit in einem neuen palästinensischen Kabinett abgelehnt. Am Montag schloss sich auch die radikale Hamas dieser Absage an. Man glaube nicht, dass eine Kabinettsbeteiligung die Sache der Palästinenser fördern könne, erklärte das führende Hamas-Mitglied Mahmud al-Sahar in Gaza. Die Hamas ist für die meisten der rund 60 Selbstmordattentate der letzten Monate verantwortlich.
Unterdessen gingen die internationalen Vermittlungsbemühungen weiter. CIA-Chef George Tenet wurde im Westjordanland erwartet, um über einen Neuaufbau der palästinensischen Sicherheitskräfte zu verhandeln. Tenet wollte noch am Montagabend mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon zusammentreffen.