WCM - Positives Ergebnis in 2004
Die WCM AG hat in 2003 operativ
wieder Gewinne geschrieben. Das EBIT
belief sich auf 171 Mio. Euro. Vor Sonderfaktoren
erreichte das Ergebnis der gew
öhnlichen Geschäftstätigkeit einen
Überschuss von 54 Mio. Euro. Inklusive
der Sonderfaktoren musste der Konzern
jedoch erneut einen dicken Verlust in
Höhe von 286 Mio. Euro verbuchen. Die
entsprechenden Sonderfaktoren resultieren
im Wesentlichen aus der Entkonsolidierung
der GEHAG GmbH zum 31.12.
sowie dem Abbau der Risikopositionen
im Zusammenhang mit Sirius/IVG. Die
Maßnahmen haben keine größere Auswirkung
auf die Liquidität. Der Vorgang ist
sogar sehr positiv zu werten. Allein die
Nichtausübung des Rückkaufs der GEHAG
Anteile führt zu einem geringeren Schuldenstand
von knapp 900 Mio. Euro. Als
Asset verliert WCM lediglich 21.000 Wohnungen.
Unternehmenschef Roland Flach
begründet den Schritt mit der Priorität
die Schulden des Konzerns zu senken.
Die Veräußerung an der Beteiligung der
Sirius/IVG reduziert die Schuldenlast um
600 Mio. Euro und der Verkauf eines
Großteils der Commerzbank Aktien entlastet
nochmals um knapp 500 Mio. Euro.
Die Frankfurter haben sodann in der
Summe einen Schuldenabbau von fast 2
Mrd. Euro betrieben. Die aktuellen Bankverbindlichkeiten
liegen noch bei 1,2
Mrd. Euro. Diesem Posten stehen mehr als
30.000 Wohnungen gegenüber und Beteiligungen
mit einem Marktwert von ca.
600 Mio. Euro. "Von einer hochverschuldeten
und angeschlagenen WCM kann
heute keine Rede mehr sein". Das sagt
CEO Flach uns im Hintergrundgespräch.
"Wir stehen heute mit unseren Immobilien
und Beteiligungen besser da, als noch vor
ein paar Jahren, als die WCM 5 Mrd. Euro
an der Börse wert war".
Für das laufende Geschäftsjahr kündigt
der Vorstandsvorsitzende ein positives,
operatives Ergebnis an. Das Unternehmen
will wieder aktiver werden und
möglicherweise neue Transaktionen
durchführen sowie den Konsolidierungskurs
weiter fortsetzen. "Wir sind wieder
freier für Transaktionen geworden". Laut
Flach steht der Schwerpunkt der Beteiligung,
die Klöckner Werke, nicht zur Disposition.
Andere Beteiligungen sind z.B.
noch der Anteil an der Commerzbank im
Wert von knapp 50 Mio. Euro oder die
MAAG Holding mit einem Wert von über
40 Mio. Euro. Zur Veräußerung steht zur
Stunde wohl der Anteil an IVG, den WCM
direkt hält. Flach betont, dass nichts
mehr zwingend verkauft werden muss.
"Finanzielle Probleme gibt es bei uns
nicht mehr". Im Immobiliensektor Flach in
2004 eine Privatisierungsquote von 2,5%
an. Turnaround pur: Spekulativ Kaufen!
Name: WCM WKN: 780 100 www.wcm.de
Kurs: 1,26 Euro Marktkap.: 363 Mio. Euro Einstufung: spekulativ kaufen
Schätzungen 2003 2004
Umsatz 870 Mio. Euro 760 Mio. Euro
Ergebnis je Aktie neg. 0,08 Euro
KGV -- 16
Ziel: vorerst 2 Euro Stopp: offen Nächste Zahlen 21.04.03
WCM-Analyse
Gestern drehte der Kurs knapp über
dem Zwischenhoch von Ende Januar nach
oben und bildete einen Hammer aus. Falls
die Intraday-Erholung heute durch einen
Anstieg über das gestrige Hoch bestätigt
wird, kann man einen Einstieg wagen.
Der Stopp sollte eng unter dem
gestrigen Tief bei 1,21 Euro gesetzt werden.
Für WCM spricht außerdem die
geringe Korrelation zum Gesamtmarkt.
Rein aus charttechnischer Sicht kann
man wie folgt vorgehen:
Akt. Kurs: 1,26 EUR
Stopp-Buy: 1,31 EUR
Stopp: 1,21 EUR
Ziel: 1,50 EUR
Fundamental kann das Unternehmen
den Turnaround schaffen und deutlich
höhere Kurse erreichen. Im Musterdepot
berücksichtigen wir beides, wobei die
fundamentale Bewertung eine größere
Rolle für die Depotposition spielt. Daher
auch kein Stoppkurs im Depot.
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s.o.
Immer schön dabei bleiben und bald auf die 2 freuen