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Was wird in der EURO heute so empfohlen ?


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twtrader:

Was wird in der EURO heute so empfohlen ?

 
31.07.05 11:25
Die besten Aktien und so ?
Antworten
bammie:

Postbank: "600000 neue Kunden" (EurAmS)

 
31.07.05 11:39
Die Postbank hat das, wovon andere Banken träumen: Viele Privatkunden. Und es werden immer mehr. Wie Chef Wulf von Schimmelmann die und seine Aktionäre bei Laune halten will.

Ortstermin in der Postbank-Zentrale in Bonn. Vorstands-Chef Wulf von Schimmelmann erscheint braungebrannt und angenehm entspannt im Besprechungsraum im fünften Stock. Schon nach wenigen Sekunden ist klar: Hier ist ein Boss, der trotz großer Verantwortung und langen Arbeitstagen eine gewisse Herzlichkeit nicht verloren hat. Nach dem einstündigen Gespräch ist aber auch klar: In der Sache ist von Schimmelmann sehr bestimmt, mit sehr klaren Vorstellungen. Im Gespräch mit EURO am Sonntag geht er auf die neuesten Entwicklungen bei der geplanten BHW-Übernahme ein, auf mögliche Zukäufe im Ausland und den Wandel in der deutschen Bankenlandschaft.

EurO am Sonntag: Haben Sie ein Konto bei der Postbank?Wulf von Schimmelmann: Natürlich. Meine gesamten Umsätze gehen darüber.

EurO: Wieviele Produkte der Postbank haben Sie? Der Schnitt liegt ja bei 1,8 pro Kunde. von Schimmelmann: Ich habe mehr. Ich sehe diese Zahl aber auch nicht als wichtigste Meßgröße für alle Kunden. Für uns kommt es auf die Kernkunden an.

Euro: Wieviele sind das denn?von Schimmelmann: Wir haben insgesamt mehr als 16 Millionen Kunden, die eine wie auch immer geartete Kontoverbindung haben. Davon benutzen rund 12,5 Millionen mindestens einmal im Jahr aktiv ihre Konten bei uns. Von diesen 12,5 Millionen sind es wiederum etwa fünf Millionen, bei denen wir sagen können, da sind wir die Hauptbankverbindung. Und bei diesen Kernkunden ist es für uns wichtig, unsere Produkte möglichst attraktiv zu präsentieren.

Euro: Attraktiv finden Sie auch den Baufinanzierer BHW, den die Postbank ja kaufen will. Wann ist mit einer Entscheidung zu rechnen?von Schimmelmann: Diese Frage müssen Sie zunächst den Eigentümern stellen. Der Zeitplan sieht vor, daß in den nächsten Wochen die Due Diligence, also die Überprüfung der Bücher und des Unternehmenswerts, durch die Interessenten erfolgt. Mehr kann ich dazu nicht sagen.Euro: Aber das Ziel, den Kauf bis Ende 2005 abzuschließen, steht?von Schimmelmann: Wir sind nicht in einer so dominierenden Situation, daß wir den Prozess gestalten können.

Euro: Aber das Interesse besteht weiterhin?von Schimmelmann: Absolut.

Euro: Und je schneller ...von Schimmelmann: ... desto besser, das ist in der Tat so. Gerade hier leidet das Interesse, je länger diskutiert wird.

Euro: Worin liegt das Risiko?von Schimmelmann: Das BHW hat eine starke Vertriebsmannschaft. Gute Vertriebsleute wollen rasch Klarheit über ihre Zukunftschancen haben, sonst orientieren sie sich anders. Und ohne die heutigen Stärken wäre das BHW für uns nicht interessant.

Euro: Es heißt, die Postbank will 17 Euro pro BHW-Aktie zahlen.von Schimmelmann: Dann wissen Sie viel mehr als ich.

Euro: Dennoch: Sind 17 Euro realistisch? von Schimmelmann: Darüber können Sie spekulieren, wir werden uns daran nicht beteiligen.

Euro: Wollen Sie noch mehr zukaufen, um weiter zu wachsen? von Schimmelmann: Unsere Strategie baut auf organischem Wachstum auf. Wir haben 12,5 Millionen Kunden, da sind noch längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Wir sind ständig in der Überlegung, wie man die Kunden noch besser ansprechen kann, auch und gerade im Filialnetz. Aber wenn es Möglichkeiten gibt, werden wir auch künftig zukaufen.

Euro: Was sind interessante Übernahmeziele?von Schimmelmann: Alles, was in Richtung private Finanzierungen geht, interessiert uns. Wir haben in der Vergangenheit zahlreiche Baufinanzierungs-Portfolien übernommen. Das hatte für unseren Einlagenüberhang einen ähnlichen Effekt wie die Erwerbung der dahinterstehenden Finanzinstitutionen. Aber natürlich sind wir auch an attraktiven Finanzinstituten selbst interessiert. Euro: Bislang können Sparkassen, Genossenschaftsbanken und auch die Landesbanken nicht durch Privatbanken (Oslo: PRI.OL - Nachrichten) aufgekauft werden. Ist dieses System nicht veraltet?von Schimmelmann: Ja, wir waren schon immer dafür, daß in Deutschland ein offener, durchlässiger Markt geschaffen wird. Die alte Sorge, daß dann die privaten Banken alle Sparkassen aufkaufen, teile ich nicht. Erstens: So viele Privatbanken gibt's gar nicht mehr, die aufkaufen können. Und zweitens ist so etwas niemals eine Einbahnstraße, wie das Ausland erfolgreich zeigt.

Euro: Sie haben mal Interesse an der Frankfurter Sparkasse gezeigt.von Schimmelmann: Mir leuchtet bis heute nicht ein, warum man diesen Prozeß, also den Verkauf der Frankfurter Sparkasse, so stark eingeschränkt hat.

Euro: Hätten Sie Interesse an einer Landesbank?von Schimmelmann: Das ist ein ganz anderes Geschäft, davon verstehen wir viel zuwenig. Aber mit großen Sparkassen etwas partnerschaftlich zusammen zu machen, das würden wir gerne tun.

Euro: Schaut sich die Postbank auch in anderen europäischen Märkten um?von Schimmelmann: Mal ganz hypothetisch: Wenn sich zwei große Sparkassen und die Postbank zusammentun würden, dann hätten wir natürlich schlagartig ein Institut, das auch über die Grenzen hinausschauen kann.

Euro: Sie wollen 15 Prozent Eigenkapitalrendite erzielen. Schaffen Sie das schon im laufenden Geschäftsjahr?von Schimmelmann: Wir haben immer gesagt bis 2006.

Euro: Gibt es möglicherweise eine Überraschung?von Schimmelmann: Wir halten an unserem Ziel 2006 fest.

Euro: Sie wollten dieses Jahr 600000 neue Kunden gewinnen. Wie ist die Lage?von Schimmelmann: Wir haben keinen Grund, von dem Ziel abzuweichen. Zum Halbjahr waren wir bei 360000 neuen Kunden.

Euro: Hoffen Sie durch die Übernahme der HypoVereinsbank (Xetra: 802200.DE - Nachrichten - Forum) durch Unicredit auf neue Kunden, die zur Postbank wechseln?von Schimmelmann: Nicht in größerem Umfang.

Euro: Man konnte in den vergangenen Wochen den Eindruck gewinnen, bei vielen deutschen Unternehmen wird geschmiert und gemauschelt. Erst VW, dann Infineon (Xetra: 623100.DE - Nachrichten - Forum) und jetzt auch noch BMW (Xetra: 519000.DE - Nachrichten - Forum) und die Commerzbank (Xetra: 803200.DE - Nachrichten - Forum) . Fehlt es bei vielen Managern am richtigen Charakter? von Schimmelmann: Ich kann nur zur Postbank etwas sagen. Bei uns ist das kein Thema. Es ist jedem in der Bank klar, daß es bei diesem Thema kein Pardon gibt. Viele fachliche Fehler kann man verstehen und sollte daraus lernen. Aber solche Sachen gehören wirklich nicht dazu.

Euro: Stichwort Bankgeheimnis. Sollte es aus Ihrer Sicht wieder eingeführt werden?von Schimmelmann: Mir erscheint eine Abgeltungssteuer am sinnvollsten. Wenn die Versteuerung der Zins- und Dividendenerträge durch eine Quellensteuer von x Prozent endgültig erledigt wäre, wären wir ein ganzes Stück weiter.

Euro: Gibt es wegen der Aufweichung des Bankgeheimnisses inzwischen mehr Kontoabwanderungen?von Schimmelmann: Wir haben versucht, das zu recherchieren, haben aber keine schlüssigen Erkenntnisse.

Euro: Ein weiteres Thema sind Studienkredite. Sind Sie da schon mit Modellen am Markt?von Schimmelmann: Das Thema Studienkredite halte ich volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich für ausgesprochen wichtig. Einige Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg wollen ja ab nächstem Jahr Studiengebühren einführen. Natürlich werden wir mit einem attraktiven Angebot kommen.

Euro: Wie wird dieses Angebot aussehen? von Schimmelmann: Für junge Menschen ist das so etwas wie ihre erste Investitionsfinanzierung. Sie stecken jetzt Geld in eine Ausbildung, von der sie sich später einen besseren Verdienst und entsprechende Rückzahlungsmöglichkeiten ausrechnen. Genau bei dieser Überlegung setzen wir an.

Euro: Das ist natürlich ein Modell, um künftige finanzstarke Kunden früh zu binden. von Schimmelmann: Das ist ein angenehmer Nebeneffekt. Die jungen Menschen sehen dann, daß wir auch bei anderen Finanzbedürfnissen der richtige Partner an ihrer Seite sind.

Euro: Zum Schluß noch eine Frage zum Sport-Sponsoring. Sie waren Sponsor beim Confederations Cup und für die Fußball-WM im nächsten Jahr in Deutschland sind Sie auch ein Geldgeber. Ist das ein Bereich, den Sie in Zukunft noch weiter ausbauen? von Schimmelmann: Wir haben uns zunächst nur bis zur Weltmeisterschaft festgelegt. Danach sehen wir weiter und schauen, mit welchem Engagement wir unsere Ziele am besten erreichen.

Euro: Gibt es bald auch eine Postbank-Arena? von Schimmelmann: Nein. Wir haben uns gegen die Ausrichtung auf einzelne Teams oder Stadien entschieden. Es ist nicht unsere Stärke, das Auf und Ab im voraus genügend beurteilen zu können. Früher haben wir im Eishockey die Frankfurt Lions gesponsort, zwei Jahre lang. Beide Male haben die Lions gegen den Abstieg gekämpft. Da waren wir ebenso wie alle Fans enttäuscht. Und im nächsten Jahr, als wir nicht mehr dabei waren, sind sie Meister geworden. «Interview: Jan Schäfer

Vita Wulf von Schimmelmann

1947 im bayerischen Steinhöring geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Hamburg und Zürich. Seit 1. Februar 1999 ist von Schimmelmann Chef der Postbank. Zuvor war er bei anderen Banken beschäftigt.  
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schlurp:

Euro

 
31.07.05 11:42
Hallo  
Heute in der Euro natürlich Daimler
Zapf meiden
Kontron meiden
Deutsche Post kauf
Balda kauf
Wincor Nixdorf kauf
lycos halten (Stopp 0.8  Ziel 1.2)
3U Telecom  spekulativer kauf
Cancom Riskant
Softline Kursziel überschritten(1 Euro) Gewinne laufen lassen
SHS Kaufen

MFG
Schlurp  
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moya:

Der Fall des Jürgen S. (EurAmS)

 
31.07.05 20:13
Der Fall des Jürgen S. (EurAmS)

Die Börse feierte den Abschied von Jürgen Schrempp mit einem Kursfeuerwerk. Rund zehn Prozent schoß die Aktie von DaimlerChrysler in die Höhe. Ist damit der Stern wieder aufgegangen, oder haben sich die Anleger voller Euphorie verzockt?
von Christiane Habrich-Böcker und Günter Heismann

Ein Mann und seine Rätsel. Warum geht er gerade jetzt? Warum gibt es keine Abfindung, keine Position im Aufsichtsrat, nicht einmal ein Dankeswort nach 45 Jahren bei Daimler? Hat er am Ende Dreck am Stecken? Es wird wohl noch eine Zeitlang munter über Jürgen Schrempp spekuliert werden.Denn vor dem Hintergrund überraschend guter Quartalszahlen von DaimlerChrysler ist beim plötzlichen Abgang des Konzernlenkers Skepsis erlaubt. Da lahmt die Erklärung vom "optimalen Zeitpunkt für einen Wechsel". Der Aufsichtsrat entläßt den Manager mit unterkühlter Formulierung. Ein bedauernder Abschied hört sich anders an. Dasselbe Gremium hatte Schrempps Vertrag im vergangenen Jahr frühzeitig bis 2008 verlängert. Was steckt hinter der Personalie? Ist da was faul? Genährt werden derlei Gedanken von dem Fakt, daß Schrempp auf die Auszahlung seines Vertrags verzichtet. Zudem wird in der Autobranche wöchentlich ein neuer Korruptionsfall bekannt, bei DaimlerChrysler wird wegen Graumarktgeschäften ermittelt - da blühen die Spekulationen schon mal. Tatsache ist allerdings, daß derzeit keine deutsche Staatsanwaltschaft gegen Schrempp ermittelt.Sind es am Ende doch gesundheitliche Probleme eines Mannes, der über Jahrzehnte 60 Zigaretten am Tag rauchte? Auch das wird offiziell dementiert. All das macht die Demission um so spannender. Selbst enge Mitarbeiter sollen erst am Donnerstag vom Rückzug erfahren haben. Dennoch ist klar, daß der geplant war. Schon Wochen zuvor, heißt es in der Unternehmenszentrale in Möhringen, sei das Schreiben, das Schrempp zum Abschied faxte, ausformuliert und im Aufsichtsrat über die Nachfolge entschieden worden.

Ein Mann und seine Titel. Was wurde Schrempp nicht alles genannt. Der Titel "Schlechtester Manager des Jahres", den ihm "Business Week" 2004 verlieh, ist noch der harmloseste. "Cowboy aus dem Schwarzwald", "Manager der Mißerfolge", "Rambo" oder "Der Verheerer von Möhringen" zeugen davon, daß Schrempp schon vor seinem Abgang die Phantasie von Journalisten anregte. Der 60jährige gilt als arrogant, diktatorisch und kritikresistent. Die Pannen auf dem Weg zu seiner Welt-AG waren enorm. Nach dem Sanierungsfall Chrysler, den Asien-Fehlgriffen und dem Qualitäts- und Absatzschwund der bis dahin scheinbar unsinkbaren Marke Mercedes forderten seine Kritiker seit Jahren den Abgang des Daimler-Urgewächses. Schrempp focht das nicht an. Nachdem er die Diversifikationsstrategie seines Vorgänger Edzard Reuter, den Autobauer in einen Technologiekonzern umzubauen, konsequent zurückgenommen hat, zog er unbeeindruckt seine Welt-AG-Vision durch. Besetzte die immer schneller auftauchenden Sanierungsfälle mit treuen Gefährten - wie jüngst den Stuhl des Mercedes-Car-Group-Chefs mit Eckard Cordes. Gattin Lydia führt das Büro. Selbst sein Bruder Werner fand ein Auskommen im Konzern und wurde zum Kunstförderer in südlichen Gefilden. Auslöser für die Demission war offenbar der Großaktionär Deutsche Bank. Justament am Donnerstag, als Schrempp seinen Rückzug ankündigte, verkaufte sie 35 Millionen Aktien an institutionelle Anleger und senkte ihren Anteil am Konzern von 10,4 auf 6,9 Prozent. Auf dieser Seite scheint also keine große Hoffnung zu herrschen, daß der Kurs auf die Schnelle weiter steigt. Andererseits gibt es Spekulationen im Markt, daß es DaimlerChrysler so gehen könnte wie der Deutschen Börse AG - daß Hedge-Fonds die Macht übernehmen. Und die würden aus der Welt-AG wohl Kleinholz machen. Der Traum mancher Aktionäre, daß aus DaimlerChrysler wieder Daimler-Benz wird, könnte dann wahr werden.

Ob das mit Dieter Zetsche zu machen ist, scheint aber fraglich. Schrempps Nachfolger gilt als eiserner Verfechter der globalen Strategie. Er dürfte sich mit aller Macht gegen etwaige Zerschlagungspläne wehren.Daß der Chrysler-Chef ganz nach oben rückt, gilt im übrigen als weiteres Indiz für den gesunkenen Stern Jürgen Schrempps. Nicht Zetsche (52), sondern Mercedes-Chef Cordes soll dessen Wunschkandidat gewesen sein. Der Aufsichtsrat entschied anders. Das werten Experten als sicheres Zeichen, daß auch das Kontrollgremium nach wie vor hinter der Chrysler-Fusion steht. Und das macht auch Sinn. Die US-Dependance der Schwaben ist auf einem guten Weg, sich dauerhaft am Ergebnis des Konzerns zu beteiligen. Zetsche wird sich weiter um einen strikten Spar- und Sanierungskurs bei den verschiedenen Problemstellen des Konzerns kümmern. Viel zu tun für den Heimkehrer:

Mercedes-Benz Die Stammarke ist die derzeit größte Baustelle. Die Qualität hat empfindlich gelitten, die Kosten sind zu hoch, in den Werken Bremen und Sindelfingen bestehen Überkapazitäten von bis zu 30 Prozent. Gleichzeitig platzt das Werk Rastatt, wo A- und B-Klasse produziert werden, aus allen Nähten. Mercedes muß daher beim Einsatz der Arbeitskräfte genauso flexibel werden wie BMW. Dort wechseln bei Bedarf Hunderte von Werkern von Dingolfing nach Regensburg und umgekehrt. Auch bei der Fertigungstiefe sollte sich Mercedes BMW zum Vorbild nehmen. Die schlanken BMW-Fabriken erzeugen nur noch 25 Prozent der Wertschöpfung, den Rest übernehmen Zulieferer. "In den Mercedes-Fabriken beträgt die Fertigungstiefe hingegen bis zu 35 Prozent", schätzt Auto-Professor Ferdinand Dudenhöffer. "Würde Mercedes die Fertigung von Komponenten stärker auslagern, dann könnte ein Drittel bis die Hälfte der Lohnkosten eingespart werden", sagt Analyst Stephan Droxner von der Landesbank Baden-Württemberg. Bis 2007 soll, nach dem Willen des Vorstands, die Sparte auf eine Marge von sieben Prozent kommen. Analysten wie Robert Heberger vom Bankhaus Merck Finck halten die Vorgabe für "relativ ambitioniert". Smart Bislang hat der Kleinwagen nur Verluste eingefahren. Jetzt sollen 700 Arbeitsplätze wegfallen. Entwicklung, Vertrieb und Kundendienst werden an Mercedes übertragen. Analysten sehen für den Viersitzer Forfour keine Zukunft. Er basiert auf einer anderen Technologie als der Zweisitzer. Kann Smart aber mit einem einzigen Modell überleben? Experte Dudenhöffer rechnet mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent, daß Smart über kurz oder lang eingestellt wird.

Maybach 1500 der Luxuskarossen könnte die Manufaktur in Sindelfingen jährlich herstellen. Tatsächlich verkauft wurden 2004 lediglich 500 Exemplare. Dieses Jahr dürfte der Absatz nochmals kräftig schrumpfen. Dennoch rechnet kaum einer damit, daß Mercedes die Marke einstellt. Aus strategischen Gründen kann der Konzern den Markt für Luxuslimousinen nicht BMW mit Rolls-Royce und VW mit Bentley überlassen. Dudenhöffer: "Die Verluste bei Maybach sind erheblich geringer als die Kosten für das Engagement von Mercedes-McLaren in der Formel 1."

Chrysler Die US-Tochtergesellschaft ist inzwischen fest in die Organisation eingebunden. Es wäre daher nur schwer möglich, das Unternehmen aus dem DaimlerChrysler-Verbund herauszulösen und zu verkaufen. Obendrein erzielt Chrysler nach jahrelangen Milliardenverlusten jetzt wieder Gewinne. Chrysler-Chef Zetsche hat mit harter Hand überflüssige Werke geschlossen, zehntausende Jobs gestrichen und die Qualität erheblich verbessert. Gleichzeitig brachte er neue Modelle heraus, die hochwertige Komponenten von Mercedes enthalten. Jetzt startet die US-Tochter eine Offensive in Europa. "Ein Verkauf von Chrysler würde keinen Sinn machen", sagt Dudenhöffer.

EADS An dem Luft- und Raumfahrtkonzern hält DaimlerChrysler 30 Prozent, erworben im Tausch gegen die Aerospace-Tochter Dasa. "Im Konzern war Schrempp der größte EADS-Fan", sagt Jürgen Pieper, Wertpapierexperte beim Bankhaus Metzler. "Ohne ihn dürfte der Anteil bald zum Verkauf stehen." Damit hat es freilich keine Eile. Derzeit wirft EADS gute Gewinne ab.

Asien Viel zu tun bleibt bei der Erschließung der Wachstumsmärkte in Fernost. Nach dem Scheitern der strategischen Allianzen mit Mitsubishi in Japan und Hyundai in Korea steht DaimlerChrysler vor einem völligen Neuanfang.

Dieter Zetsche wird sich über Langeweile also nicht beklagen müssen. Dennoch ist für ihn als neuen Konzernchef der Einstiegszeitpunkt geradezu ideal. Die aktuellen Quartalszahlen signalisieren Besserung. Vor allem das Sorgenkind Mercedes erreichte im zweiten Quartal zur Überraschung vieler Analysten wieder die Gewinnzone. Und vom Image her kann Zetsche seinen Vorgänger gar nicht unterbieten. Übrigens wird der Name Schrempp bei DaimlerChrysler nicht verschwinden. Bruder Werner bleibt im Amt.

Gruß Moya Was wird in der EURO heute so empfohlen ? 2035776

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