Berlin, 09.Mai 2011
Schadensersatzklagen bis zu 30 Millionen EUR gegen Gesellschaften der Genossen und Volksbanken.
Paketeria AG vor Insolvenzaufhebung nach Entscheidung des Landgerichts Berlin
Das Berliner Unternehmen Paketeria AG musste vor 2 Jahren Insolvenz anmelden. Ein Angebot der MMB GmbH unter Leitung des Paketeria Vorstands Andy Rösch wurde im August 2010 von der Gläubigerversammlung mit einer Quote von 95 % angenommen.
Ein einziger Gläubiger, die GenoConsult GmbH als Unternehmungsberatung der Genossen, blockierte durch eine sofortige Beschwerde die Insolvenzaufhebung für über 8 Monate. Genau diese GenoConsult GmbH erwartet nun mit der vom Gericht bestätigten Beschwerdeablehnung mit der nachgelagerten Insolvenzaufhebung eine Schadensersatzklage in Höhe von bis zu 30 Millionen EUR.
Ein Aufrechterhalten dieser Blockade ist jetzt beim Landgericht gescheitert.
Die Paketeria AG hatte erfolgreich mit der Volksbank Hannover und Meißen ein Mehrwertfilialkonzept in 17 Bankfilialen pilotiert. Statt die bundesweite Expansion der Paketeria zu finanzieren, ließ man das Unternehmen in Insolvenz gehen und startete mit der GenoPost eG ein eigenes Mehrwertfilialkonzept und benannte als erfolgreiche Pilotfilialen die der Paketeria Bankfilialen in Meißen und Celle.
Gesellschafter sind die Partner der Paketeria AG und exakt die GenoConsult, die als Unternehmensberatung der Genossen das Paketeria Konzept eingehend geprüft und als erfolgsversprechend beurteilte hatte.
Informiert über die Vorgänge waren auch Herr Uwe Fröhlich, Präsident des BVR und Michael Bockelmann, Präsident des Genossenschaftsverbandes. Sie beantworteten das Vortragen zu den Geschehnissen vor und nach der Insolvenz der Paketeria AG nicht bzw. erklärten sich für nicht zuständig; eine vorgeschlagene Mediation wurde gleichwohl ignoriert
Neben der geplanten Schadensersatzklagen laufen Strafanzeigen gegen die Geschäftsführer der GenoConsult und die Vorstände der Volksbanken Hannover, Meißen und Mosbach wegen möglichem Rechtsmittelmissbrauch im Rahmen der eingereichten sofortigen Beschwerde.
Die MMB wird nun zeitnah die erforderliche Quote beim Insolvenzverwalter hinterlegen und die Paketeria AG wird direkt nach Insolvenzaufhebung die Schadensersatzklagen gegen die GenoConsult GmbH und Volksbank Meißen bei Gericht einreichen.
Quelle:www.berlin-medical-marketing.com/index.php/...vestor-news.html