sinkenden Wachstum nicht, sowohl was Umsatz als auch Neukunden betrifft.
Man kann ja schlecht erwarten, dass die Neukunden ständig so stark anwachsen wie Q2/20 bis Q1/21. Ich kopiere mal ein Posting von mir hier rein, dass ich im August bei w:o zu dem Thema verfasst hatte. Daran hat sich nichts geändert.
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Natülich sind nicht alle Kunden loyal, schon gar nicht diejenigen, die in Q2/20 keine andere Wahl hatten als online zu shoppen. Hat irgendwer mal bezweifelt, dass es bei allen ECommercern solche Illoyalen Kunden gab?
Wichtig ist doch, dass es offensichtlich eine etwa gleich hohe Anzahl von Neukunden gab. Daraus lassen sich doch Schlussfolgerungen für zukünftiges Wachstum ziehen, denn es zeigt sich dass selbst jetzt wo man in Q2/21 relativ normal mit der Situation um Corona umgehen kann, immernoch neue Kunden findet.
Und diesen Effekt beschreibe ich jetzt seit bestimmt schon 9-12 Monaten in den Foren diverser ECommercer. Man wird aufgrund des hohen Basiseffekts jetzt eben mal 3-4 Quartale sehen wo Kundenanzahl und leicht zeitverzögert Umsatz nur minimal wachsen oder gar mal stagnieren, weil einfach Kunden, die in 2020 nur zu Home24 oder Westwing gekommen waren, weil sie kaum eine andere Wahl hatten, nun wieder offline shoppen. Andere Kunden, die man 2020 gewonnen hat, werden bleiben und manche davon sogar mehr pro Bestellung kaufen. Und es kommen noch Neukunden hinzu. Wenn du all diese verschiedenen Kunden und Effekte bedenkst und verbindest, ergibt das ein Bild eines übergangsweise stark nachlassenden Wachstum bishin zu einzelnen Quartalen Stagnation, bis dann vermutlich ab Q2/Q3 2022 wieder höheres Wachstum einsetzt. Diesen Effekt dürften alle ECommercer mehr oder weniger sehen. Manche wie Hellofresh weniger, weil sie regional sich stetig erweitern plus zukaufen, andere mehr weil sie wie Home24 nicht diese Marktstellung haben und weniger zukaufen, wobei ich das nicht ausschließen würde. Genug Cash hat Home24 ja noch. Allerdings würde ich ja eher Mobly verkaufen. Würde Umsatz zwar schmälern, aber man wäre dann sofort auch unterm Strich profitabel. Ähnlich sieht das bei GFG und deren Holdingsstruktur aus. Westwing hingegen ist viel klarer, fokussierter und daher auch schon deutlich profitabler, wird aber den angesprochenen Übergangseffekt auch spüren, besonders in Q3/21, zumal alle ECommercer derzeit den Markt abstecken und daher stark investieren, was die Margen belastet.
the harder we fight the higher the wall