Bei Schlecker lief es genauso und bei Praktiker auch!
Der Lieferant liefert seine Ware mit Zahlungsziel z.B. 6 Wochen.
In dieser Zeit wird die Ware schon verkauft, ist aber eigentlich immer noch Eigentum des Lieferanten.
Das geht so lange gut, bis die Ware nach den 6 Wochen nicht mehr bezahlt wird und eine Insolvenz angemeldet wird.
In diesem Fall (z.B. Schlecker) sumierten sich die ausstehenden Beträge aus den Zahlungsfristen auf hundert Millionen Euro.
Rechenbeispiel:
1 Milliarde Jahresumsatz : 52 Wochen x 6 Wochen = 115 Millionen minus Gewinnspanne von 5% sind also so um die 100 bis 110 Millionen zinsloser Kredit!
Was aber bei dem jetzigen Handygeschäft verschwiegen wurde ist der Sachverhalt, dass alle großen Hersteller und Warenlieferanten diese Geschäfte von Warenkreditversicherern absichern lassen!
Das kostet etwas Geld aber der Lieferant hat im Insolvenzfall, der belieferten Firma, seine Geldausfälle versichert!
Wenn der Handylieferant das auf eigenes Risiko gemacht hat, dann hat er eben Pech gehabt!
Bei der Hausdurchsuchung hat man unter anderem wohl versucht noch die Restbestände der Handylieferung sicherzustellen.
Vor Gericht wird das niemals als Diebstahl oder Unterschlagung gewertet, da der Lieferant den Verkauf ja mit Sicherheit geduldet hat, was ja auch die marktüblichen Verhaltensweisen sind.
de.wikipedia.org/wiki/Kreditversicherung