was ist da los??? wer weiss etwas


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daxbunny:

was ist da los??? wer weiss etwas

 
06.02.03 14:40
575907 i.g. farbenind.
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grenke:

wahnsinn 53% und nichts zu finden o. T.

 
06.02.03 14:44
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Pichel:

gibt keine Meldungen im Internet oder Bloomberg

 
06.02.03 14:45
und der amtl. weiß auch nix.....

Gruß Pichel was ist da los??? wer weiss etwas 932126

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Reinyboy:

Ich weiß es,

 
06.02.03 14:49
daxbunny hat die Aktie hochgezockt um die armen Arivaner auszunehmen. *LOL*

Hast deinen Sparstrumpf aufgemacht, gell, bei den Einzelumsätzen,hihihihi.




Grüße         Reiny
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route132:

von ID pfandbrief auf Wallstreet-online

 
06.02.03 14:50
Wie schon an anderer Stelle auseinandergesetzt, ist es in diesem Fall etwas komplizierter. Die IG Farben AG hat ein Grundkapital
von 1,360,000.000 Reichsmark, unterteilt in Liquidationsanteilsscheine zu je 100 Reichsmark Nennwert. (Ja richtig, diese Notiz hat
zwei Währungsumstellungen überstanden).

Die Preisangabe erfolgt nun nicht in Stück sondern in PROZENT von 100 Reichsmark Nominale. Diese Art der Preisangabe war früher
bei Aktien üblich und ist es heute noch bei Anleihen. Vor zig Jahren wurde in Deutschland auf Stücknotiz umgestellt, aber diesen
Wert hat man belassen, wohl in der Annahme dass er ohnehin bald liquidiert wäre.

Nun gilt für unsere Zwecke 1 Reichsmark = 1 Deutsche Mark. Der heutige Kurs von 0,67% bedeutet also, dass für jeden 100 Reichsmark
Liquidationsschein 67 Pfennige zu bezahlen sind. Das entspricht bekanntlich ca 35 Euro-cent.

Beim Ordern der Aktie gilt es diese Prozentnotiz zu beachten! Man ordert nämlich Nominale. Eine Order über 1 Million kostet nur
3500 Euro. Wenn wir das Grundkapital betrachten, ergibt sich ein derzeitiger Börsenwert von etwa 4 Millionen Euro.

Ich könnte jetzt erwähnen, dass eine Kursvertausendfachung "drin ist", aber ich will ja nicht pushen.

Stattdessen sollte man sich in Erinnerung rufen, dass die Gesellschaft so gut wie keine Assets mehr hat. Ist die Milliardenforderung
also uneinbringlich, wird man nichts mehr von seinem Investment sehen. Darüber hinaus sollte sich jeder fragen, ob er ein Investment
in diesen Wert mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Immerhin ist die IG Farben die Herstellerin des Gaskammer-ZyklonB gewesen und hat
unter den Nazis massiv Zwangsarbeiter beschäftigt.

Ich bin bereits letzten Sommer trotzdem eine kleine Position eingegangen.

gruß hannes
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daxbunny:

interessant - hannes !!

 
06.02.03 14:54
@reiny, wenn ich bloss so viel im sparstrumpf hätte - wäre mir wohler ;-))Gruss DB
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jack303:

He Hannes

 
06.02.03 14:55
Was ist das für eine Forderung ? Hast Du Infos ?
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route132:

Anhang!!!

 
06.02.03 15:06
Um die Interhandel-Affäre zu verstehen, sollten Sie diese Mini-Einführung in sieben Punkten lesen:
1. Die Firma Interhandel hiess vor einer Namensänderung I.G. Chemie Basel. Sie war 1928 als Tochter des mächtigen deutschen Konzerns I.G. Farbenindustrie, Frankfurt, gegründet worden mit dem Hauptziel, Fluchtgelder [z.B. Lizenzerträge aus dem Ausland] dem deutschen Fiskus zu entziehen und Auslandbeteiligungen der I.G. Farben zu verwalten. So galt die I.G. Chemie offiziell als die Muttergesellschaft der amerikanischen Farbentochter, die, ebenfalls nach Namensänderung, General Aniline and Film Corp. (GAF) hiess. Das finanzielle "Nervenzentrum" des I.G.-Farben-Ablegers in Basel war die Privatbank Eduard Greutert, die nach dem Tod des Inhabers als Bank Hans Sturzenegger & Cie. weitergeführt wurde.
2. Die I.G. Chemie war auf dreifache Weise eng an ihre deutsche Mutterfirma gebunden:
a) Personell: Der Aufsichtsratsvorsitzende der I.G. Farben, Hermann Schmitz, war zugleich VR-Präsident von I.G. Chemie; das Kader war z.T. deutsch.
b) Dividendengarantievertrag: Die I.G. Farben hatte eine Option, die I.G. Chemie jederzeit vollumfänglich zum Buchwert zu übernehmen. Als Kompensation hatten die I.G.-Chemie-Aktionäre Anrecht auf eine mindestens gleich hohe Dividende, wie sie die I.G. Farben ausschüttete.
c) Stimmrechtskonstruktion: Eine Serie von Vorzugsaktien in deutscher Hand ergab ein Übergewicht.

3. Bei Kriegsausbruch im September 1939 erteilte das Reichswirtschaftsministerium den deutschen Multis Weisung, Ihre Beteiligungen in neutralen Staaten zu tarnen. Die I.G. Farben gab 1940 die Personalunion an den Spitzen von I.G. Farben und I.G. Chemie auf und verzichtete auf ihre Option aus dem Dividendengarantievertrag, der für aufgelöst erklärt wurde. Die I.G. Chemie beantragte daraufhin 1941 bei der dafür zuständigen Schweizerischen Clearingkommission, als rein schweizerische Firma anerkannt zu werden. Die Kommission hat den Entscheid wegen "grösster Bedenken" vertagt. In Amerika wurde inzwischen die GAF als "Feindvermögen" beschlagnahmt und der Zwangsverwaltung unterstellt.
4. Bach dem Krieg wurde die I.G. Chemie wie alle deutschen Guthaben in der Schweiz zunächst blockiert. Eine erste Buchprüfung durch die Schweizerische Verrechnungsstelle (SVSt) stützte eher die These, die Firma sei jetzt rein schweizerisch. Der Bericht stiess auf grosse Opposition. 1946 wurde eine zweite, umfassendere Buchprüfung des Komplexes I.G. Chemie/Sturzenegger vorgenommen; Teamchef war der SVSt-Revisor Albert Rees. Der als "Rees-Bericht" bekannt gewordene Report listete viele begründete Zweifel an der These auf. Trotzdem wurde der Bericht von der SVSt-Leitung in einem für die Firma insgesamt positiven Sinn zusammengefasst, worauf Interhandel aus der Blockade entlassen wurde. Die Allierten wurden von der Schweiz in diesem Sinne informiert. Als weissgewaschene "schweizerische" Mutterfirma verlangte Interhandel nun von den USA die Herausgabe der Tochterfirma GAF. Die US-Regierung lehnte ab und verwies Interhandel auf den Gerichtsweg.
5. Das angerufene US-Gericht verlangte von Interhandel/Sturzenegger die Herausgabe sämtlicher Akten. Die Schweizer Kläger behielten die wichtigsten Akten unter Verschluss. Sie behalfen sich mit einer Gefälligkeits-"Beschlagnahme" der heissen Akten durch die Bundesanwaltschaft. Als Motiv dafür wurde die Gefahr einer Verletzung des Bankgeheimnisses angegeben. Vor dem US-Gericht blieben die Schweizer aber damit erfolglos.
6. Ab 1958 übernahm der Direktionspräsident der Schweizerischen Bankgesellschaft, Alfred Schäfer, das Ruder bei Interhandel. Nach dem Wahlsieg Kennedys gelang es ihm, mit Justizminister Robert Kennedy eine aussergerichtliche Einigung über den Fall Interhandel/GAF auszuhandeln: Die GAF wurde liquidiert, und die Interhandel erhielt etwas weniger als die Hälfte des Erlöses, etwa 515 Millionen Franken. Daraufhin fusionierte die SBG mit der Interhandel und wurde so schlagartig zur grössten Schweizer Bank,
7. In den achtziger Jahren klagte die I.G. Farben in Liquidation vor deutschen Gerichten (vergeblich) gegen die SBG mit der These, die I.G. Chemie/Interhandel sei stets deutsch beherrscht gewesen und es habe ein treuhänderisches Verhältnis zur I.G. Farben bestanden. Die deutschen Anwälte wollten zur Stützung ihrer These den "Rees-Bericht" heranziehen. Daraufhin hat der Bundesrat dieses Dokument mit einer strikten Sperre versehen, die heute noch absolut gültig ist. Nur die Historikerkommission Bergier wird befugt sein, den Bericht zu lesen.


Punkt 6 ist sehr interessant.

Ansonsten würde ich mich sehr zurückhalten mit einem Einsatz in diese Aktie.
Da sind Dinge möglich, die .... Ich bin zwar gerne Zocker, aber mit abschätzbaren Risiko.

Mein Tipp: Beobachten, staunen und Finger weglassen. Dagegen ist Calypte ein konservatives Investment


gruß hannes


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jack303:

Super info, danke

 
06.02.03 15:33



was ist da los??? wer weiss etwas 932224
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route132:

Wer weiß schon, was

 
06.02.03 15:42
im Hintergrund wieder für Deals ausgehandelt wurden. Angeblich sind ja die Großinvestoren Karl Ehlerding und Friedrich Di(e)ckell beteiligt, ebenso soll der Effektenspiegel um die 10% halten.

Aber mal ehrlich, stellt euch mal vor, die außergerichtliche Einigung von Schäfer und Kennedy wären anfechtbar und somit hinfällig. Was doch da auf einen Schlag auf der Aktivseite zu verbuchen wäre. Nicht von schlechten Eltern.

Und dann die Größenordnung der Kauforder, da waren keine hannes, jack303 oder daxbunny am Zuge.

gruß hannes
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spatenpauli:

Gute Arbeit Hannes,...

 
06.02.03 15:47
komisch, wenn hier mal was interessantes gepostet wird gibt es keinen grünen Stern.
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utscheck:

Hut ab Hannes. Wo muß man graben für solche Infos? o. T.

 
06.02.03 16:26
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