Zum ersten Advent viele Grüße in die Runde.
Es ist natürlich die große Frage, was die letztliche Einigung für uns bedeutet. Denn die Meinungen gehen ja gänzlich auseinander:
Da wird die kommende Ausbuchung von einigen Usern sogar garantiert und die Gedanken von uns anderen als "Stammtischträumereien" abgetan.
Da wird gezweifelt, ob überhaupt noch etwas für die Stammaktionäre übrig bleibt und im Endeffekt nur gute Worte zum Bösen Spiel heraus kommen.
Die Mutigeren rechnen konsequenterweise mit einer sicheren Beteiligung der Stammaktien an der neuen WMI (wie das auch immer aussehen mag).
Und die wenigsten halten in der Tat noch den Megaschlag für möglich.
Ich denke einmal, dass diese Stimmenverteilung den vielen Verzögerungen geschuldet ist. Nur wenige halten diese andauernde Geheimhaltung ohne innere Veränderung aus ... das spürt man, wenn man mindestens ein Jahr hier intensiv dabei gewesen ist.
Aber das ist unser Schicksal! Wir sind, wie in der Politik, nur das Volk, dem man einfach nichts oder nur wenig anvertrauen kann (einige User hier im Board bestätigen dies immer wieder!).
Und so werden wir bis zur Verkündigung der Einigung mit leeren Händen da stehen. Und das nutzen die Ausbuchungspfeifen gerne aus. Gerne verweisen sie darauf, dass wir ja nichts hätten und nichts erreicht haben und demnach auch nichts bekommen würden, weil wir uns ja sowieso für den Nabel der Welt halten und eh nur Stammtischniveau haben...
Aber bleiben wir doch einmal sachlich und gebrauchen den Verstand. Dass der Fall heikel ist, gerade weil die Hochfinanz und die Politik beteiligt isind, sollte klar sein.
Jedoch unterscheidet sich unser Fall mittlerweile von diesen Ausbuchungsskandalen enorm. Wir sind immer noch gut vertreten vor Gericht, haben 2!!! Reorganisationspläne (Ausbuchungsschweinereien) grandios überstanden und sind sogar, vertreten durch sehr gute Anwälte, mitbeteiligte Partei bei einer Mediation!
Also wenn Ihr mich fragt, halte ich die Kombination von Zulassung eines ECs, die nachträgliche Verwerfung eines Gutachtens, die gerichtliche Ablehnung zweier PoRs und eine Mediation für gerade zu sensationell. Oder kennt Ihr noch ein Beispiel, bei dem die Aktionäre solche Erfolge verzeichnen konnten?
So. Und wenn ich mir diese "Vorarbeit" betrachte, dann muss es schon mit dem Teufel zugehen, wenn hier eine Ausbuchung durchgesetzt würde.
Wir wissen alle, welche Verbrechen rundum die Übernahme von Washington Mutual Inc. begangen wurden. Und hier ist die einzige Frage, die ich noch habe: Welchen Einfluss haben diese Verbrechen innerhalb der Mediationsgespräche?
1. Gar keine, dann wird um jeden Cent für die Aktionäre (vordergründig die Vorzugsaktionäre) gekämpft. In dieser Beziehung ist Rosen eine Bank, an dem Susman erst einmal vorbei muss ... was ich für schwierig halte.
2. Sehr viel, dann wird allerdings Susman die besseren Karten haben und eine Einigungshöhe vorgeben können ;-) Dann allerdings sollte der Fall mit einer Einigung komplett abzuschließen sein, weil dann schon Schweigegeld geflossen ist.
Ihr seht schon, dass ich mir nicht viele Gedanken um NOLs, die Steuererstattungen oder die Assets mache. Dies können die Anwälte besser.
Ich habe eher ein Auge darauf, dass wir weiterhin ein Korrektiv der Gaunerbande sind, damit hier nicht die Gerechtigkeit weiter mit Füßen getreten wird. Und die kleinen Aktionäre haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie etwas zu sagen haben und auch etwas bewirken ... WIR haben einen Anteil daran, dass wir so weit gekommen sind!!
Lasst uns dort aktiv sein, wo wir Einfluss nehmen können,
union