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Meldung des Tages: >200 Meter Mineralisierung: Warum dieses Projekt gerade vom Explorer zur Open-Pit-Perspektive kippt

Vom Zocken Leben


Beiträge: 57
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multiplikator:

Vom Zocken Leben

 
11.01.00 21:35
würde ich gerne.

Wer tut es und kann mir sagen, ab wann bzw ab welchem Kapitalstock man längerfristig überleben kann?

Ich schätze 1 Mio reicht wenn man gut ist und mindestens 20 % also 200.000,-- DM p.a. rausholt (die Hälfte mit Anlage über 1 J. also netto, die andere Hälfte zu versteuern = 150.000,-- netto.)

Wie seht Ihr das?

Ist das realistisch?

Langweilt man sich und wird zum Alkoholiker?

Wieviel Zeit benötigt man zum Zocken?

Vor allem: Wie kommt man an die erste Mio?

Die Diskussion ist eröffnet - schreibt Eure Meinung!

Multiplikator der gierige
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Brettchen:

Re: Vom Zocken Leben

 
11.01.00 21:52
So eine Frage habe ich hier auch schon mal gestellt.
Ohne grossen Erfolg. Ist auch klar: wärest du z. B. so einer, würdest du dich hier mit "uns" gar nicht abgeben. Das hier ist Kindergarten! Ein Profi holt seine Infos bestimmt nicht bei Ariva - da sind sie schon überholt.
So einer muß andere Quellen haben... und hat es nicht nötig hier "anzugeben".

Gruß

 
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preisfuchs:

klar kann man davon leben und tipps gibt genügend!!!

 
11.01.00 22:17
jedoch die meisen springen auf den zug, wenn die fahrt in vollen touren ist und kaufen zu hohen preisen ein. auch sollte man gedult mit bringen und nicht gleich verkaufen auch wenn der kurs mal fällt. viele recherchen sind erste klasse, ihr müsst diese nur im auge behalten und den unsinn mit 1000%
gewinn etc. selber für gut oder schlecht einschätzen. wichtig nur kaufen was einen sinn ergibt und nie alles auf eine karte sonst kann man genauso roulette spielen doch da geht es schneller.
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multiplikator:

Re: Vom Zocken Leben

 
12.01.00 22:27
Wieso soll einer, der genug Geld hat Profi sein???

Kann doch auch ein fauler Erbe, ein Aussteiger oder Lottogewinner sein.

Nochmal: 1 Mio bei 20 % Gewinn: 200.000 Gute im Jahr.
        (nur) 10% Gewinn: immer noch 100.000.

Wieviel % erwirtschaftet Ihr? Ich hatte letztes Jahr 300 % und bin kein Profi. Zudem treibe ich mich in den Boards rum. Hätte ich 1 Mio wären das im letzten Jahr 300.000 netto gewesen. Das entspricht dem Gehalt des Vorstandes einer kleineren AG!!!

Also noch mal: Gibt es hier Jungs mit Erfahrung? Ich meine das durchaus ernst.

Multiplikator
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voltago:

Wieso netto - hast Du alle Aktien über 12 Monate gehalten? o.T.

 
13.01.00 01:50
Antworten
Magic-Q:

MULTIPLIKATOR - Rechenfehler

 
13.01.00 07:35
300% von 1 Mio. = 3 Mio
Antworten
multiplikator:

Touché

 
13.01.00 22:36
Voltago: yes, hab ich.

Magic-Q recht hast Du (sabber, gier), aber so weit will ich gar nicht träumen.

So Jungs jetzt gebt mal Eure Einschätzungen preis.

Multiplikator
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mr.andersson:

Re: Vom Zocken Leben

 
13.01.00 23:16

das "problem" ist ganz einfach.

20-30% erreicht man nur mit spekulativen werten.
also nasdaq,nm, technologie allgemein

wie bekommt man die erste million ?
bei 50.000 braucht man bei 20% ca 17 jahre um bei 1 mio zu sein.
die grundtugend ist also geduld, wenn man nicht zufällig ein genie ist.
die sind aber bekanntermaßen dünn gesäht( persönlich kenne ich sogar nur ein einziges).

wenn man endlich 1 mio zusammen hat, ist die frage, ob man das wieder auf's spiel setzen will.
die antwort lautet häufig : nein.
also zurück zu den bluechip's.
da sind aber nur 7- 10% im regelfall drin. also sind 1 mio schon wieder zu wenig, um wirklich sorgenfrei von den zinsen leben zu können.

meißtens setzt der sicherheitsgedanke auch schon weit vor der ersten mio ein, und man fährt das risiko zurück. es gibt zwar immer welche die behaupten, daß sie mit riesigem kapital den superzock riskieren, aber in der praxis ( laut umfragen ) gibt es kaum börsenmillionäre die das wirklich gemacht haben.

ob man vor langeweile alkoholiker wird?

sicher nicht.
jedenfalls nicht, wenn man die sache profesionell aufzieht. ein fondmanager hat einen 10 stunden tag, und der macht nichts anderes.
außerdem muß man ja noch für den lebensunterhalt arbeiten, um nicht seine rendite gleich wieder aufzubrauchen.
man muß sich halt nur von der vorstellung trennen können, schnell reich zu werden. dieser weg ist die ausnahme.
wenn man an die sache mit dem gedanken rangeht : ich werde blitzschnell reich, kann man sehr schnell zu einem geistigen wrack werden, da man permanent den eigenen zielen hinterher rennt.

oder man endet irgendwo als mickriger pusher, um ab und zu mal darauf zu hoffen, daß einem noch ein paar leute in die eigenen untergangsaktien folgen.

ich kenne mehr leute die sich verzockt haben, als leute die ordentlich an der börse verdient haben.
die ,die ordentlich verdient haben, haben das GAAAAAANNNNNNZZZ LAAAAAAAANGWEILIG getan. das ist das, was persönlich immer am meißten "schokiert" hat.
nicht der sexy-supercoole-individuelle-ich weiß-was-was-sonst-keiner-weiß-weg brachte den erfolg, sondern schlichtes handwerk.

also recherche,  basisinformationen, sich selbst vorher(!) ein-und-austiegskurse setzen und diese knallhart durchziehen, usw......

so, ich hoffe das hilft dir weiter....
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harryzocker:

Re: Vom Zocken Leben

 
14.01.00 12:59
Kann Mr. Andersson nur zustimmen. Interessiere mich seit 15 Jahren für Aktien und hatte selbstverständlich den Traum vom schnellen Geld. Dachte ich könnte die Fondsperformance schlagen, was auf Dauer sehr schwer ist. Rückblickend muß ich feststellen, daß man langfristig investiert sein muß, die großen Trends erkennt z.B.(Microsoft, SAP) = PC-Technik. Dies habe ich nicht richtig erkannt bzw. umgesetzt. Für die Zukunft gestalte ich mir ein wachstumsorientiertes Depot mit vernünftigem Chance/Risiko Verhältnis.


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harryzocker:

Re: Vom Zocken Leben

 
14.01.00 13:00
Kann Mr. Andersson nur zustimmen. Interessiere mich seit 15 Jahren für Aktien und hatte selbstverständlich den Traum vom schnellen Geld. Dachte ich könnte die Fondsperformance schlagen, was auf Dauer sehr schwer ist. Rückblickend muß ich feststellen, daß man langfristig investiert sein muß, die großen Trends erkennt z.B.(Microsoft, SAP) = PC-Technik. Dies habe ich nicht richtig erkannt bzw. umgesetzt. Für die Zukunft gestalte ich mir ein wachstumsorientiertes Depot mit vernünftigem Chance/Risiko Verhältnis.


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harryzocker:

Re: Vom Zocken Leben

 
14.01.00 13:01
Kann Mr. Andersson nur zustimmen. Interessiere mich seit 15 Jahren für Aktien und hatte selbstverständlich den Traum vom schnellen Geld. Dachte ich könnte die Fondsperformance schlagen, was auf Dauer sehr schwer ist. Rückblickend muß ich feststellen, daß man langfristig investiert sein muß, die großen Trends erkennt z.B.(Microsoft, SAP) = PC-Technik. Dies habe ich nicht richtig erkannt bzw. umgesetzt. Für die Zukunft gestalte ich mir ein wachstumsorientiertes Depot mit vernünftigem Chance/Risiko Verhältnis.


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multiplikator:

Schon, aber...

 
14.01.00 19:28
ich glaube es kann doch klappen.

Ich danke erst mal für die Einschätzung, aber was haltet Ihr davon (Unter sechsstelliges Kapital: weghören!):

Alles in 5 Zockerwerte investieren. Hierbei kann ein bis zwei Totalverluste verschmerzt werden, denn wenn ein Microcap wirklich läuft, dann richtig...

Grundregel: Alles in die Steuerfreiheit retten, also 1 J.

sobald eine halbe Mio zusammen ist: Hardcore!
Zur Bank und 1 Mio leihen. Gleiches Spiel wie oben, 5 Werte, aber diesmal richtig.

Zum Verständnis: Ich bin erst 1 1/2 Jahre im Geschehen, hatte aber Anfängerglück und mehrere 100 % Gewinn bei ansehnlichem Einsatz.

Also: Drehe ich durch? Oder ist dies realistisch. Alle Aktien, die ich bisher unter Beobachtung hatte (leider nur Beobachtung teilweise) sind gut gelaufen. Daher denke ich, daß zumindest seit dem Bestehen des NM diese Strategie aufgegangen wäre. Z. Zt. habe ich OTI (924895) auserkoren, mich reich zu machen.

Zudem: ich schaue nur gelegentlich herein und informiere mich mit Boersenbriefen. Zeitaufwand: 10 Std/Woche. Daher wäre ohne Arbeit schon die Frage zu stellen, was man in der Freizeit so macht.

Multiplikator
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Marius:

Vieleicht habe ich hier dein Zockerdepot. Aber ich selber habe....

 
14.01.00 20:07
....keine Ahnung was das für Dinger sind.

http://www.ariva.de/cgi-bin/f_anz.pl?nr=11158&463
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Brasiu:

So wird man Aktien-Millionär

 
15.01.00 01:54
Wie wird man Millionär mit Aktien?

Ganz einfach:

Man fängt mit DM 1.000 an und verdoppelt jedes Jahr ohne Geld zu entnehmen. dann ergibt sich die folgende Zeitreihe:
1. Jahr 2.000 DM
2. 4.000
3. 8.000
4. 16.000
5. 32.000
6. 64.000
7. 128.000
8. 256.000
9. 512.000
10 1.024.000

Das heißt, nach 10 Jahren könntet Ihr Millionär sein.

Jetzt stellt sich die Frage wie verdoppele (=100% Rendite) ich jedes Jahr?

1. Langfristig denken - Anlagefrist mindestens 1 Jahr (dies ist auch wegen der Steuerfreiheit besonders in späteren Jahren wichtig)

2. Sich nicht nur über Unternehmen informieren, sondern gesamtwirtschaftlich denken. Das heißt:
- Trends erkennen (z.B. Branchen-Boom (noch Internet, bald sollte Biotech besser laufen; Regionen (Asien ist wieder im Aufwind und hinkt bezüglich Internet Jahre hinterher -> gute Möglichkeiten, aber auch Gefahren); Verhaltensmuster der Unternehmen (z.B. Zukauf ist besser (günstiger/schneller) als Eigenentwicklung -> Unternehmensübernahmen)
- Konjunktur-, Zinsentwicklung, Inflationdaten, etc. verfolgen
- Aussagen welcher Personen bewegen die Märkte (z.B. Notenbankchefs), wann sagen sie etwas
- Marktpsychologie beachten (positive/negative Effekte)

3. Allgemeine Technologische Entwicklung verfolgen (welchen Technologien gehört die Zukunft; wo könnte es Probleme geben (z.B. E-Commerce in China: riesiger Markte aber schlechte Infrastruktur ...)  

4. Züglen beobachten (z.B. Internetwerte sind im Sommer i.d.R. schwach, also im Frühjahr reduzieren und im Sommer günstig zurückkaufen (z.T. 50% günstiger) - dabei aussichtsreiche Titel nie ganz verkaufen sondern die Stückzahl z.B. halbieren. So behält man sich die Flexibilität bezüglich der Steuer (laut dem letzten Gerichtsurteil gilt FIFO).

5. Bei der Unternehmensauswahl erst einmal fundamental denken, aber beim Einstieg nicht die Charttechnik vergessen.

6. Auf Empfehlungen achten, aber bedenken:
- wenn alle Analysten eine positive Bewertung abgegeben haben, ist der Zug meistens schon abgefahren (also frühzeitig interessante Empfehlungen einzelner Analysten überprüfen)      
- Analysen nie blind vertrauen
- immer bedenken, daß es sehr viele gute Werte gibt, aber man nur Geld für einige hat - also nur nach den Besten suchen und nicht auf jedes Pferd aufspringen

7. Nie alles auf einen Titel setzen, sondern diversifizieren.

8. In einzelne Titeln mit sehr hohem Risiko, aber sehr hohe Chance (10x) nur wenig investieren - anstatt 1x DM 10.000 lieber 5x DM 2.000 (bei den zu erwartenden Gewinnen sind die Gebühren irrelevant)


Dies ist nur ein grober Überblick, welche Infos man benötigt. Wo bekommt man diese her?

- Zeitungen: Handelsblatt, Frankfurter Allgemeine (möglichst täglich, aber mindestens Freitags bzw. Samstags lesen - nicht nur Firmen-News, sondern auch Artikel zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung)- Wallstreet Journal und Finanzial Times können von Zeit zu Zeit gelesen neue Einsichten geben
- Zeitschriften: Wirtschaftswoche, Capital, DM, Börse Online, Der Aktionär, etc. (regelmäßig lesen)
- Internet: Wallstreet-online, Bloomberg (.de und .com), Instock, nasdaq, Aktiencheck, quamnet, etc. (nicht nur Kurse anschauen, sondern Infos Sammeln und überprüfen - Foren sind hilfreich um auf neue Werte aufmerksam zu werden, aber alle Infos aus solchen Boards müßt Ihr überprüfen)
- TV: braucht man eigentlich nicht, da das Internet schneller und Printtitel fundierter sind

Besonders in Zeiten wo Ihr Euer Depot umschichtet, solltet Ihr Euch intensiv (täglich mind. 2 Stunden) mit der Infoaufnnahme beschäftigen. In anderen Zeiten sollte man auf dem laufenden bleiben.

Zur Info: ich hab in den letzten beiden Jahren jeweils über 100% (steuerfrei) mit meinem Depot gemacht. Davor hatte ich mich nur halbherzig um die Anlage gekümmert und kam auf ca. 50%

Ich wünsche Euch allen viel Glück auf dem Weg zum Millionär. Aber bei 100% jährlicher Rendite kann man wahrscheinlich auch früher aufhören. Nur jeder sollte sich dann eine sinnvolle Aufgabe suchen, um seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

G.T.

Antworten
lowizard:

instrumente nutzen

 
15.01.00 06:20
100% klingen wirklich sehr hoch. jedoch ist zu bedenken, dass man sich mich einer vielzahl von instrumenten behilflich sein kann. optionen/futures und margin calls/effektenkredit sind einige. natuerlich ist dass risiko ungleich hoeher.
ist man aber von einem wert ueberzeigt, der als solcher nicht so risikoreich ist, kann man einfach den einsatz 'hebeln' und so gegenueber dem einfachen aktienkauf/verkauf von 3-8% schon eher 20-60% werden lassen.

so lassen sich dann auch die maerkte 'schlagen'. natuerlich ist dies beim kleinanleger einfacher als dass die positionen marktineffektive sind.

ich habe aber auch festgestellt dass sich bei gewissen hoehen eine risikominimierung einsetzt. man darf sich nicht von gefuehlen leiten lassen und investionen muessen nur aufgrund ihres 'merits' begutachtet werden. Ob man absolut hohe summen investiert ist unerheblich. ein anlage ist nur relative zum gesamt depot zu sehen.
Antworten
few1:

Re: Vom Zocken Leben

 
15.01.00 16:34
Ich denke, hier ist noch viel Illusion dabei. Ich bin ja auch schon 10 Jahre mit Aktien und OS beschaeftigt und da muss man einfach sagen, dass noch lange nicht jedes Jahr so war, wie das letzte, wo man nicht so viel falsch machen konnte. Da gab es schon ziemlich langweilige ... und nervenaufreibende Monate Rueckgaenge. Und dann lernt man ganz andere Seiten kennen. Naja, zum Glueck sieht es momentan ja nach wie vor recht gut aus.

Der zweite wichtige Punkte ist schon oben genannt worden - ich glaube nicht, dass man mit dem 10- oder 100-fachen Einsatz noch dieselben Dinge macht!! Wenn ich einfach von mir ausgehe, ich wollte bei einem Einsatz von 1 Mio nicht Tagesschwankungen von 30% oder so haben, was ja mit manchen Zockereien durchaus drin ist, und leider nicht nur zum Guten.

Nichtsdestotrotz, man kann eine ganze Menge mit der Boerse verdienen, und erst recht, seit man wegen Internet wirklich besser an alles rankommt und wesentlich schneller reagieren kann. Das sollte jeder nutzen, der Interesse daran hat!
Antworten
multiplikator:

Re: Vom Zocken Leben

 
15.01.00 17:16
Hey, kommt ja langsam Leben in die Diskussion.

Danke und weiter so. Allerdings widerspreche ich in dem Punkt des Diversifizierens: Dann kann man ja gleich Fonds kaufen. 99 hat z.B. Intershop 500% gemacht. Jede andere Aktie im Portfolio hatte nur Platz weggenommen. Daher halte ich viel von der Straategie, insgesamt höchstens 5 Werte zu halten. Ich glaube auch, daß man sich nur dann ausreichend informieren kann. Jedenfalls, wenn man "nebenbei" noch arbeitet.

Was denkt Ihr?
Multiplikator
Antworten
Marius:

Die Adresse die ich oben angegeben habe stimmt nicht mehr. hier ist .

 
15.01.00 18:14
www.Wallstreet-Online.de/community/board//...s/47545&uid=&iid=
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Brasiu:

Es geht!!!

 
15.01.00 19:31
... hier noch ein paar weitere Infos:

Aus zwei Gründen ist es heute und in Zukunft viel einfacher mit Aktien Geld zu verdienen:

1. Schnelle Infos aus dem Internet (wurde oben schon erwähnt)
2. "Neue Märkte": Dieser Punkt ist sehr wichtig, denn früher konnte man sich nur an großen Unternehmen beteiligen, bei denen kein exorbitantes Wachstum mehr gegeben ist. Heute ist die Beteiligung an kleinen Unternehmen mit hohen Wachstumschancen jedoch möglich (theoretisches Beispiel zur Verdeutlichung: geht man von einem statischen Markt aus, in dem sich ein Unternehmen nur durch Gewinnung von Marktanteilen vergrößern kann, hätte ein Unternehmen mit einem MA von 1% die Möglichkeit seinen Wert zu verhundertfachen (100% MA - Monopolist) und ein großes Unternehmen mit einem einem MA von 50% könnte seinen Wert nur noch verdoppeln)    

Noch eins zu Diversifikation (Multiplikator fand das nicht sinnvoll):

In meinen Augen ist es sinnvoll, denn es minimiert das Risiko. Ich habe nur Werte im Depot, bei denen ich mindestens von einer Verdoppelung ausgehe. Eine solche Aktienauswahl hat Risikien, so mache ich mit zwei bis drei Werten im Jahr bis zu 50% Verlust (z.B. Genesis Micro). Dieses wird jedoch durch andere Aktien, die sich bis zu verzehnfachen (z.B. Infospace, Verisign, Ameritrade) bei weitem neutralisiert.

Man kann natürlich auch auf Fonds setzen, ich habe z.B. auch ein paar Anteile von Nordasia.com im Depot. Bei Risikofonds erfährt man jedoch wenig über die enthaltenen Aktien, so daß ich mir immer etwas blind vorkomme. Außerdem sehe ich die Performance von Nordasia.com jetzt schon etwas weniger optimistisch, da der Fond sehr viel Geld zu verteilen hat (über ein halbe Mrd.), so daß auch Titel mit "schlechteren" Prognosen eingekauft werden müssen, um das Budget unterzubringen. Trotzdem gehe ich immer noch von über 100% Wertzuwachs aus (vorher eher 300%).

Auch wenn Euch eine jährliche Rendite von 100% ein wenig hochgegriffen scheint, sind sie möglich, man muß nur ständig über den Tellerrand schauen und dem Markt einen Schritt voraus sein. Das geht sehr gut mit allgemein angebotenen Infos (Beispiel 1: in der WIWO wurde Mitte 1999 Pacific Internet vorgestellt (Wert seit dem mehr als verdoppelt) - kurz vor Weihnachten wurde in der WIWO mit Verweis auf Pacific Internet der Wert PCCW empfohlen (hat sich seit dem verdoppelt) - wer damals schon erkannt hatte, daß Asien der nächste Markt ist, hätte PI gekauft; aber spätestens bei PCCW hätte man einsteigen müssen; Beispiel 2: AOL Zusammenschluß mit Time Warner - der Kurs in Deutschland ging um 20% hoch, die meisten haben falsch gehandelt, denn ein Wachstumswert mit einem Standardwert kombiniert ergibt keinen Superwachstumswert, und in der Vergangenheit haben bei Zusammenschlüssen i.d.R. nur die Aktien der übernommenen Unternehmen stark zugelegt; wer seine Hausaufgaben macht handelt meistens richtig)

Ein Tip: Zur Zeit habe ich in ausgewählten Asienwerten nur kleine Positionen aufgebaut, da der Markt in Asien etwas konsolidiert und ein Crash an der Nasdaq alle Tech-Aktien runterziehen wird. Später werde ich diese Positionen ausbauen. Ich habe nicht bis zum Crash mit dem Positionsaufbau gewartet, da der Markt in den nächsten zwei Monaten auch erst einmal weiterlaufen kann und man die heutigen Kurse bei guten Werten evtl. nicht wieder sieht, auch in einem Crash nicht.

Viel Glück Euch allen
G.T.  
Antworten
checkit:

Vom Zocken kann man nur leben, wenn entweder ein sehr hohes Anfa.

 
15.01.00 20:54
hat oder ein verdammtens Glück hat.
Wenn man mehr als die klassischen Anlagen wie Sparbuch (2%), Festgeld (bis 6%) oder Fonds/Versicherungen (Schnitt 7-10%) reinholen, dann muß man auch ein höheres Risiko eingehen. Im letztzen Jahr haben fast alle Anleger gutes Geld verdient. Das war auch ziemlich einfach. Ich denke,dass jetzt so langsam viele viele Kleinanleger etwas grössenwahnsinnig werden und schnell ihr ganzes Kapital mit irgendwelchen "Super-"Chancen auf's Spiel setzen.
Ich bin seit ca. 15 Jahren am Markt und habe neben großen Gewinnen auch schon Jahre mit sehr sehr herben Verlusten durchlebt. Ich lebe nicht davon. Ich habe zwar in den letzten 8 Wochen 40.000 DM Gewinn (Buchgewinn) gemacht,  aber davor auch hohe Verluste.
Wer also vom Zocken leben will, muß unbedingt LANGFRISTIG davon leben. Die Jedermann-Gewinne der letzten 1-2 Jahre sind keine besondere Leistung. Davon sollte sich niemand beeindrucken lassen. Und wer richtig zockt, muß auch schnell mal einen Totalverlust (10.000 bis ?? DM) verkraften können. Und es muß danach noch genügend Geld zum Weitermachen vorhanden sein !
Naja, der eine mehr Glück, der andere weniger. Aber die Wahrscheinlichkeit für eine langfristige GLücks/Erfolgssträhne ist sehr gering.
EUER CHECKIT


Antworten
andre3:

Re:

 
15.01.00 21:07
www.handelstag.de
Antworten
www.plantinv.:

Re: Vom Zocken Leben

 
15.01.00 21:13
Nee, ich glaube mit 200.000 DM würde man auch schon auskommen.
Vorausgesetzt du kümmerst dich intensiv um deine Anlagen und schaffst
20% p.a.

Johnny B.

B I Z Z 2 4 . c o m
Antworten
checkit:

An ANDRE3: Das ist ja wohl frech. Du bist an diesem Board wohl falsc.

 
15.01.00 21:13
ohne Kommentar und dann noch völlig unpassend, das ist ja wohl die Höhe.
Also geh zurück zu Deinem Handelstag-Board, oder wo auch immer Du her kommst.
CHECKIT
Antworten
checkit:

Hi Planinvest: Wie willst Du denn 20% JEDES Jahr schaffen. Das sch.

 
15.01.00 21:18
langfristig (also 5-20 Jahre..)
Und 20% auf 200.000 sind nur 40.000 p.a. Davon kann man ja wohl nicht leben, insbesondere wenn die Steuer nochmal die Hälfte frisst.
Aber vielleicht sind Dein Ansprüche nur knapp über der Sozi, dann geht's.
Für mich müssten jeden Monat mindestens 7000 DM drin sein, darunter läuft garnichts.
CHECKIT
Antworten
checkit:

Rückwärtsrechnung: 5000 DM p.M. * 12 = 60.000 DM Gewinn p.a. = bei.

 
15.01.00 21:23
NA =??????????
= 857.142 DM !!!!
Also jeder, der mehr als 7% JEDES Jahr schafft, kann dann mit weniger Kapital anfangen !
Alle anderen müsse einfach hoffen, daß sie mal den großen Coup landen.
CHECKIT
Antworten
mr.andersson:

das scheint ein thread für mich zu seien :-))

 
15.01.00 21:40

ich scheine ja mit meiner meinung, daß 20-30% im auf lange sicht kaum zu schaffen sind, gar nicht so alleine zu sein.
auch wenn mich das angeblich "als anfänger disqualifiziert".

die langfristige performance sehe ich ganz simple.

der dit-technologie fond ( mein lieblingsfond :-)) ist auf zehn-jahresicht unter den top-ten-fonds der welt. mit einer performance von ca.16% durchschnittlich per anno.

also sind entweder alle fondmanager der welt totale anfänger, oder eine 10-jahresschnitt von 16% ist tasächlich ein knaller.

die extrem fruchtbaren letzten 12-15 monate haben, glaube ich, viele leute dazu verleitet zu denken, daß es so weitergeht.
das war aber noch nie so und laut kostolny sind die teuersten werte an der börse :" Diesesmal wird es anders".

wenn jemand es wirklich schafft, die performance der letzten zeit über einen längeren zeitraum aufrecht zu erhalten, habe ich einen supertipp:
depot ausdrucken und an banken schicken. das 2-jahre lang alle 3monate widerholen. sollte die performance deutlich über dem üblichem fondsschnitt liegen, wird man recht problemlos einen posten als fondmanager angeboten bekommen.
mindesteinstiegsgehalt : 80.000 brutto per anno zuzüglich provision.
die provision ist gestaffelt. je deutlicher man den jeweiligen durchschnitt toppt, desto mehr provision gibt es.

provisionhöhen von 1mio per anno bei topfonds sind in amerika keine seltenheit.
wer also mit seinem startkapital alles und jeden in grund und boden spekuliert, der kann auf diesem weg am schnellsten millionär werden.

der haken ist nur : das schafft in der realität kaum einer.
im internet gibt es tausende, die alles und jeden übertreffen, die realen banken suchen solche leute aber händeringend.

man kann also , ohne pessimist zu sein davon ausgehen, das man die jeweilige fondperformance in dem segment in dem man spekuliert, auf auer kaum schlagen kann.

natürlich gibt es auch hier ausnahmen, die es wirklich schaffen, aber es gibt auch manschen die im lotto gewinnen. ich denke nicht, das man das wirklich planen kann.

jedenfalls habe ich noch keine vorlesung gefunden, die die entsrechenden mathematischen werkzeuge zur verfügung stellen würde.

so bis dann und viel glück
Antworten
Brasiu:

Re: Vom Zocken Leben

 
15.01.00 21:47
checkit, wenn Du langfristig anlegst zahlst Du keine Steuern. Das ist der große Vorteil an der Aktienanlage, wenn man die Werte mindestens ein Jahr hält (früher ein halbes Jahr). Wenn man noch hinzunimmt, daß FIFO gilt, also die Aktien, die man von einem Titel zuerst gekauft hat, als als erstes verkauft gelten, so kannst Du auch in kürzeren Zeiträumen steuerfrei handeln.

In den nächsten beiden Jahren sind auf jeden Fall noch einmal je 100% steuerfrei zu machen. Danach könnte das "Fahrwasser" wieder problematischer werden, aber auch dann werden 50% (steuerfrei) realisierbar sein.

Außerdem spreche ich nicht vom täglichen Zocken, sondern vom Anlegen mit einem Anlageziel von mindestens einem Jahr. Kurzfristigere Gewinnmitnahmen sind bei mir nur drin, wenn ich bei einem anderen Titel entsprechende Verluste realisieren kann. So kommen einem "schlechte" Werte im Depot auch noch zu Gute. Bei Titeln wo der Depotanteil durch überdimensionale Zuwächse zu hoch geworden ist, schichte ich auf andere oder neue Werte um (aber immer erst nach mindestens einem Jahr).  

Es ist mir klar, daß nicht jeder das Hintergrundwissen hat (Glück und eine Händchen gehört auch dazu), um regelmäßig 100% einzufahren, aber um das schaffen muß man Willen, Selbstbewußtsein und die Bereitschaft ständig zu lernen haben. Ich habe früher mehr Fehler als heute gemacht und heute fallen mir viel Sachen früher auf als in der Vergangenheit.

Außerdem muß man möglichst rational bleiben, denn die Emotionen spielen einem meistens die schlimmsten Streiche. Mein Depot ist am Anfang letzten Jahres erst um 30% gestiegen, um dann wieder um fast den selben Betrag zu fallen. Leider konnte ich aus den meisten Werten wegen der Steuer vorher nicht raus, aber ich bin cool geblieben, weil ich "wußte", daß die Internetwerte wieder eine Endjahresralley hinlegen würden. Das hat sich voll ausgezahlt.

Wer sich langfristig mit dem Thema Aktien auseinandersetzt, Technologieverständnis und Visionen hat, der wird mit dieser Anlage gutes Geld verdienen!

Ich spreche aus Erfahrung - mal sehen wie ich in 5 Jahren rede und ob ich mich dann überhaupt noch selber um die Anlage kümmere, obwohl es auch Spaß bringt.

Erst die Arbeit, dann der Lohn - gilt auch bei Aktien. Viel Glück und ein gutes Händchen Euch allen
G.T.
Antworten
checkit:

Brasiu: Du magst recht haben. Aber hier nochmal Rechnung mit super.

 
15.01.00 22:02
Ok: Nur 4.000 DM je Monat zum Leben (ist mir zu wenig)
Gewinn also p.a. = 4.000 * 12 = 48.000
Bei einem Superjahr von 20% p.a.
also
48.000 / 0,20 = 240.000 DM
Also selbst bei dieser superoptimistischen Rechnung kommst Du nicht unter
DM 240.000 Kapital aus. Ich streite nicht ab, daß Du das Geld hast und daß Du diese Performanche schaffst, aber der normale Anleger wird das bei weitem nicht schaffen!
Und darum ging es doch in diesem Thread !
vom Zocken leben ! Geht das ???
JA, WENN ALLES STIMMT !
CHECKIT


Antworten
checkit:

Hi Mr.Anderson: Sag nochmal was dazu. Sind wir denn zu blöde, oder .

 
15.01.00 22:05
Antworten
checkit:

:==} Alle BESSER ?? Oder warum hab ihr keine Meinung mehr? (oder .

 
15.01.00 23:15
Antworten
mr.andersson:

hi checkit, ich bin auf jeden fall zu blöd.

 
15.01.00 23:19

also in meiner familie bin ich nicht der einzige, der spekuliert.
auch in meinem bekanntenkreis gibt es mehrere leute, die das seit sehr langer zeit machen. zwei davon sind unternehmensberater.

keiner von denen hat eine performance die über 15% im 10-jahresschnitt liegt.

meine performance liegt auch nicht drüber, aber ich hab mir ja schon in anderen thread zusichern lasse, daß das an meiner persönlichen inkompetenz liegt, also kann man das nicht auf die allgemeinheit umlegen :-))

wie schon mal sagte, studiere ich dipl.math/bwl, also interessieren mich nur belegbare zahlen. und die zahlen, die von banken und fondmanagern veröffenlicht werden, sprechen dieselbe sprache wie wir.
wenn jemand diese durchschnittzahlen schlägt, kann ich ihm nur gratulieren.
von jeder regel gibt es ausnahmen, und natürlich gibt es leute die den schnitt schlagen.

ich gehöre nicht dazu und in der realität kenne ich keinen.
in den börsenzetschriften gibt es auch nur ganz selten ein beispiel und in den börsensendungen gilt das gleiche.

im internet finden sich jeden tag zig-leute die das schaffen, ob das protzerei ist oder nicht, kann ich natürlich nicht belegen.

und zu brasiu:

ich stimme dir vollkommen in dem punkt zu, daß man mit genügend aufwand an der börse sehr viel geld verdienen kann.
aber für mich sind halt 15% sehr viel.

was die FIFO-methode bei den steuern angeht, so denke ich mal , das unser steuerass misterx (steuerberater) schon mehrfach dargelegt hat, das diese methode nicht anerkannt wird.

nachzulesen hier:
http://www.ariva.de/cgi-bin/f_anz.pl?a=nm&nr=8989&881

begründet mit einem bfh-urteil. der beitrag stammt vom 28.12.1999.

wenn du ein neueres urteil kennst, würde mich das schon interessieren, da ich dann bestimmt mal ein paar mark sparen kann.
ich wäre dir sehr dankbar, wenn du einen link/das urteil posten könntest.

ansonsten wünsche ich dir, das du die performance schaffst, die du dir vorgenommen hast. sei aber nicht zu entäuscht, wenn das nicht klappt.

viel glück
Antworten
undab:

Re: Vom Zocken Leben

 
16.01.00 02:01
Mag ja sein, daß ich ein hoffnungsloser Optimist bin, aber auf über 20% pro Jahr kann man auf jeden Fall kommen!- meiner Meinung nach- nicht nur mit den superspekulativen Werten! - Man muß sich nur vorher die " richtigen" Aktien genauer anschauen und sollte hauptsächlich Werte nehmen von denen man überzeugt ist und die nicht so überbewertet sind- und vorher sich einen Ausstiegskurs setzen!!!!!- wenn der erreicht ist aber dann auch verkaufen! und zufrieden sein!- bestes Beispiel MSH - war überzeugt, fand sie unterbewertet und hab sie mir unter langfristigem Gesichtspunkt für 14 ins Depot gelegt - jetzt 2 monate später- hab ich sie verkauft, hab auf 100% in 1 Jahr gehofft, aber bei Kursen von 32?????? -- Der Spatz in der hand ist besser als die Taube auf dem Dach!-- da ist mir dann auch die steuer egal---
aber 20% ???- da kann  man auch in Werte wie Quiagen oder Intershop einsteigen und ein bisserl mitfahren---- aber wenigstens die Gewinne hin und wieder rausziehen, denn man weiß nie wann die Haltestelle kommt!-- und die Steuer? - in den Apfel sollte man meiner Meinung nach beißen, wenn das selbstgesteckte Ziel frühzeitig erreicht ist- denn aktien die immer nur nach oben gehen und das in einem rasantem Tempo sind zwar in unser aller Träumen, doch leider utopisch! - Ach ja- noch eines- nie den verpassten Gewinnen nachtrauern, wenn der Kurs dann weiter steigt!- sondern sich über die Erzielten freuen!!!!!----- dann wird man auch nicht zum Kettenraucher!-  daran muß ich selbst aber glaub ich nochn bisserl arbeiten, wenn ich mir so die Kurse von ricardo, softbank und articon anschaue ;-)
Antworten
multiplikator:

Re: Vom Zocken Leben

 
16.01.00 13:50
Eines ist klar: Wenn man vom Zocken lebt benötigt man ein höheres Einkommen, als wenn man arbeitet. Denn: man hat viel mehr Zeit, es auszugeben. Daher sollte das Jahresnetto bei 100.000,-- p.a. liegen. Schließlich muß man ja auch an eine Familie denken. Wenn man nur 10% Rendite erzielt benötigt man also 1 Mio, bei 20% 500.000,--. Allerdings tut man gut daran, regelmäßig den Kapitalstock zu erweitern, denn die Inflation sorgt schon dafür, daß man in 20 Jahren mit dem gleichen Geld nicht mehr auskommt.

Wie gesagt. Hat man erst mal einen sechsstelligen Sockel hilft einem die Bank weiter. Man kann auf Kredit spekulieren und dabei den Hebel vergrößern. Geld bekommt man zur Zeit unter 6%. Bei einer durchschnittlichen Fondrendite von 15% hat man schon satten Gewinn.

Also: ist man erst mal sechsstellig, benötigt man m.E. höchstens noch fünf bis max. 10 Jahre in denen vom Kapital nichts entnommen werden darf (was wohl das schwieriggste sein dürfte) dann kann man sich auf den sanften Ausstieg aus dem Arbeitsleben vorbereiten.

In dieser Zeit sollte man auch genug Erfahrung haben, nicht mehr Verlustjahre zu fahren.

Dann gründen wir einen Börsenrentnerclub

Multiplikator

PS: Wer hat Erfahrungen mit Spekulieren auf Kredit gemacht? BZW: Wieviel Geld bekommt man geliehen, wenn man einen bestimmten Betrag hat? (Eigenkapitalquote)
Antworten
MaMoe:

multiplikator: das kommt auf die Bank an ...

 
16.01.00 14:16
und darauf, was in deinem Depot bereits drin liegt, d.h. auf Rentenpapiere bekommst du mehr Geld, als auf Aktien und noch sehr viel weniger auf Optionsscheine ...

Aber ich denke, auf Pump Aktien zu kaufen ist mit das gefährlichste was man machen kann. Du gehst in deiner Rechnung von "guten" Jahren aus ... Die Frage ist, was wäre wenn wir das selbe Szenario wie in Südostasien bzw. Japan mal bekommen würden (man beachte den Konjunktiv!). In Japan: Sieben Jahre reinste Dürre. Index von 42 000 auf 13 000 und dann mit geborgtem Geld ... Viel Spaß, selbst wenn es "nur 6% Zinsen wären" ... " Spekulieren sollte man mit Geld, auf das man problemlos verzichten kann" hat mein Vermögensberater in der Bank immer gesagt und ich denke, das ist ein durchaus sinnmachender Satz ...

Du hattest gefragt: Vom Zocken leben und die Antworten darauf waren sehr interessant zu lesen. Aber einen Faktor haben die meisten bisher nicht beachtet: das Leben. D.H. da geht dir mal das Auto kaputt, einen Wasserrohrbruch im Häuschen (hatte ich erst letztes Jahr), wo du Geld erstmal vorstrecken mußt, bis die Versicherung zahlt ... und leben an sich mußt Du eben auch mit allen seinen kleinen versteckten "Gemeinheiten", die sehr viel Geld kosten und einfach nicht geplant sind. Was macht man dann? Ans Zockergeld gehen, was ja soweiso nur "geliehen" war, oder nimmt man eine neue Hypothek auf: man ist ja schließlich schon Millionär, da kommt es auf weitere Schulden nicht an, oder?

Zocken mit geliehenem Geld ist gefährlich und wird meiner Meinung nach nur von Zockern betrieben, die einmal noch nicht richtig mit ihrer Performance im Keller waren (-> 1987 z.B.). Daher: den Blick für das Risiko nicht verlieren und damit rechnen, daß nach den "guten Jahren", die wir im Moment haben bestimmt wieder "schlechte" kommen.

Gruß
MaMoe
Antworten
mr.andersson:

zocken auf kredit ????

 
16.01.00 14:19

oh mann, das ist recht gewagt und verstößt gegen jede vorsichtigkeitsregel die es gibt.und gegen jede anlagestrategie.

was die jeweilige bank als sachgebundenen kredit rausgibt, hängt von den vermögenswerten ab, die man ihr dafür als sicherheit hinterlegt.
wer also seinen fahrzeugbrief rausrückt oder der bank einen eintrag in das grundbuch gestattet, sollte geld bekommen.

risiko dabei : mit dem geld geht im verlußtfalls dann das haus und das auto über kopf.

um der bank einen personenkredit aus dem kreuz zu leiern, muß man schon ein anständiges gehalt in einer sicheren beruflichen stellung vorweisen.
dann sind ein paar monatsgehälter drin.

risiko dabei : mit dem geld geht im verlußtfalle das gehalt und schlimmstenfalls die arbeitsstelle flöten.

wer aber wirklich vorhat, mit geliehenem geld auf spekulative titel zu setzen, dem empfehle ich sich erst mal mit dem neuen insolvenzrecht vertraut zu machen. könnte von vorteil sein.

das ist das risiko im quadrat !

wie lange sollen die kredite überhaupt laufen ?
dispokredite sind zu teuer, kurzläufer haben so eine hohe monatliche rückzahlung, das man seine rendite zum zurückzahlen braucht ( und wallte hugo, wenn es zu einer korrektur in der zeit kommt!), und langläufer bekommt man für sowas eh nicht.

ich kann mir aber sowiso nicht vorstellen, das eine bank bei einer privatperson (bis mittleres managament) auf irgendwas einläßt. jedenfalls nicht mit bemerkenswerten beträgen.

die eigenkapitalqoute ist ja immer dann interessant, wenn man berechnen will, wieviel man bei einer liquidation für das beliehene objekt noch rausholen muß.

der wert läßt sich aber bei aktien bekanntermaßen nicht mal für den nächsten tag vorhersagen, geschweige denn über die gesamtlaufzeit eines kredites.

und da die buchhalterischen grundsätze gebieten, das aktien in einer bilanz maximal mit dem anschaffungswert geführt werden müssen oder aber mit dem aktuellen wert , wenn diese drunter liegt,würde die bank schnell in erklärungsnotstand kommen,falls bei denen mal eine prüfung ansteht.

in diesem sinne
Antworten
Jobl:

in 7 Jahren zur 1. Million - Bodo Schäfer

 
16.01.00 14:58
Hi Bodo schäfer hat ein recht interessantes Buch zu diesem Thema geschrieben. (Titel s.o.)

Aktien hatten in den letzte 50 Jahren ein Durchschittliche Rendite von ca. 12 % (oder etwas darüber).
Man geht nun her und fragt sich wieviel man zum Leben beötigt jährlich, d.h. z.B. 50.000 DM sprich man benoetigt als Anlage lediglich ca. 480.000 DM. Richtet sich natuerlich nach seinen individuellen Anspruechen.

Wie man zu dieser Summe kommt ?? Ansparen und die Aktiengwinne laufen lassen. Einfaches Investitionsrechnungsverfahren.  
Wenn man kosnerservativ ist und von einer Verzinsung von 12 % ausgeht und einem mtl. Sparbetrag von ca. 1.000 DM hat, kann man sich ausrechnen wie lange man benoetigt, um von seiner Kohle leben zu koennen.
Das ganze ohne viel Aufwand mit einem mittelpraechtigen (schlechten) Fonds.

Also fangt an zu rechnen (indiveiduell) und beginnt zu sparen

Viele Gruesse
jobl  
Antworten
Scavenger:

Auch meinen Senf

 
16.01.00 15:53
will ich zu diesem interessanten Thema beigeben:
1. Zocken = kurzfristiges Trading
2. An den Terminmärkten (egal welche) machen 80-90% aller Teilnehmer Verluste
3. Das Problem liegt offensichtlich weder am Geld noch an Qualität und Quantität der verfügbaren Information, sondern im Kopf des Zockers
4. Wenn nur wenige erfolgreich sind, muss man von diesen lernen, Literatur gibt es genug
5. Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen weiss ich, dass ich nicht die Killer-Qualitäten für einen "get rich quick"-Ansatz habe. Das ist mir zu riskant
6. Daher geht etwa 40% meines Kapitals in Fonds, mit 30% baue ich mir ein eigenes Aktiendepot (mitel-/langfristig aussichtsreiche Unternehmen, und 30% verwende ich für "Zocken", d.h. kurzfristiges Traden auf Basis mechanischer Handelssysteme
Gruss
Scavenger
Antworten
strumi:

Re: Vom Zocken Leben

 
16.01.00 16:44
Zum o. gen. Titel ist dies ja mal eine sehr abwechslungsreiche und interessante Diskussion. Die meisten von Euch beherrschen ja wirklich mathematische fundamentale Kenntnisse.  Aber bei all den Zahlenspielereien dürftet Ihr eines nicht vergessen. An der Börse Geld zu verdienen ist relativ einfach (z. B. wenn man in sichere Werte geht etc.) Was wenn es mal mit der Gesundheit hapert? Mit allem Geld der Welt könnt Ihr euch keine Gesundheit erkaufen. Setzt nur hypothetisch mal den Fall, daß eine evtl. Erkrankung (oder auch Unfall und dessen Folgen) jemanden für ein Vierteljahrt handlungsunfähig macht. Mag vielleicht alles weithergeholt sein. Gut. Aber auch daran sollte man denken.

Euch allen viel Gesundheit und good Trades
Strumi  
Antworten
mr.andersson:

kleinigkeit am rande / misterx habe ich damit recht ??

 
16.01.00 17:25

also zunächst einmal finde ich den hinweis mit der gesundheit sehr gut.
wenn man daniederliegt, ist essig mit recherche.das problem hat man in anderen berufen aber auch.

aber eine kleinigkeit wird häufig übersehen, und die ist der hauptgrund, warum ich allen leuten , die angeblich soundsoviel an der börse verdienen schwer glauben kann.

alle reden davon , daß aktien nach einem jahr steuerfrei sind. das ist aber meines wissens nach komplett falsch.
wenn man mehr als 48.000 dm mit aktien im jahr verdient hat, ist es egal , wie lange man sie gehalten hat.
man zahlt dann nämlich keine "spekulationssteuer" mehr, sonder schlicht und ergreifend einkommenssteuer. man wird als gewerbsmässiger aktienhändler eingestuft.

das bringt mich zu der vermutung, das

a) entweder meine informationen falsch sind, oder
b) keiner von den leuten die an diese extreme performance glauben , jemals über 48.000 dm per anno gekommen sind.

trotzdem : viel glück an alle !
Antworten
MisterX:

Re: Vom Zocken Leben

 
16.01.00 23:59
Danke für das Kompliment.
Zuerst noch kurz etwas zur FiFo-Methode, diese gilt für die Aktien, die außerhalb der Spekulationsfrist liegen. Für die, die sich innerhalb der Spekulationsfrist befinden gilt das Durchschnittswertverfahren.
Hinsichtlich Deiner "Kleinigkeit am Rande" ist folgendes zu sagen:
Die Grenze von 48.000 DM per Anno könnte aus § 141 AO stammen (Buchführungspflicht für bestimmte Steuerpflichtige = Gewinn mehr als 48.000 DM). Desweiteren beträgt der Gewerbesteuerfreibetrag 48.000 DM.
Ob der An- und Verkauf von Wertpapieren als Vermögensverwaltung (steuerfrei wenn ausserhalb der Spekulationsfrist) oder als eine gewerbliche Tätigkeit (Einkünfte aus Gewerbebetrieb) anzusehen ist, hängt, wenn eine selbständige und nachhaltige, mit Gewinnerzielungsabsicht betriebene Tätigkeit vorliegt, entscheidend davon ab, ob die Tätigkeit sich auch als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt.
Keine Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr:
- Der fortgesetzte An- und Verkauf von Wertpapieren, auch wenn er einen   erheblichen Umfang annimmt und sich über einen längeren Zeitraum   erstreckt, solange er sich in den gewöhnlichen Formen, wie sie bei   Privatleuten die Regel bilden, abspielt (Erteilung von Aufträgen an eine   Bank oder einen Bankier) (BFH 11.7.1968 BStBl II 1968 0775).
Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr:
- Die Wertpapiere werden nicht nur auf eigene Rechnung, sondern untrennbar   damit verbunden in erheblichen Umfang auf für fremde Rechnung erworben und   wieder veräußert (BFH 4.3.1980 - BStBl II 1980 0389)
Dies ist die Abgrenzung zwischen privater Vermögensverwaltung und gewerblicher Tätigkeit in groben Zügen.

Zu dem Thema des Thread ist zu sagen, daß nicht jeder mit einer großen Summe einsteigen kann. Man muß manchmal auch klein anfangen. Die Möglichkeit, dann in 3 - 4 - oder 5 Werte einzusteigen ist dann natürlich sehr gering. Wer dann noch Glück hat, einen Wert mit einer großen Wertsteigerung zu erwerben kann froh sein. Ich persönlich bin erst seit einem ¾ Jahr an der Börse tätig. Das Ergebnis zum 31.12. war eine Steigerung von 25% (zwischenzeitlich war mein Depot aber um 30% geschrumpft). Wer also vom Zocken leben will, muß meines erachtens entsprechendes Eigenkapital (kein Fremdkapital) einsetzen. Aber, wer entsprechendes Eigen-kapital hat, wird mit Sicherheit nicht alles hochspekulativ bzw. spekulativ einsetzen sondern aufteilen (Immobilien, Fonds, Aktien etc.)
Gruß MisterX
Antworten
sebastian pin.:

Re: Vom Zocken Leben

 
17.01.00 00:23
wenn du millionär wer den willst,nimmst du ein kredidt von 10000e auf und kaufst im sommer yahoo puts wenn yahoo bei 1000$ steht,wenn du mit deinen sicherheiten von der eurex soviel in optionen investieren darfst(20%des vermögens,20% auf immobielen besitzt)hast du dieses jahr die chance als melleniums Milionär ausglingen zu lassen,aber das geht auch mit anderen heißgelaufenen werten. Siemens ,SAP,TElecom,die Korrektur kommt jedes jahr
egal ob Dax wert oder Hightech wert.
Antworten
mr.andersson:

vielen dank misterx, wie immer beeindruckend kompetent ! o.T.

 
17.01.00 12:40
Antworten
goa-head:

verschieb die überlegung...

 
17.01.00 18:43
bis wir uns in einer baisse befinden. denn dann wirst du ziemlich schnell feststellen, dass man vom zocken in solch guten zeiten wie jetzt leicht leben kann.

kannst du auch in schlechten zeiten vom zocken leben ?

das ist die entscheidende frage.  
Antworten
multiplikator:

Hey Sebastian

 
17.01.00 22:23
Du bist ein Freund. Endlich mal einer der daran glaubt. Ich werde Deinen Tipp befolgen und mich bis Sommer mal mit den Regeln der Optionsscheine vertraut machen. Die Mio sollte in ein bis zwei Jahren zusammen sein. Dann kauf ich mir eine Insel und werde dick.

Sebastian ist dabei, denn der versteht etwas von Risk-management. Groß denken lautet die Devise

Multiplikator
Antworten
checkit:

Ich muß mich leider noch einmal mit mathematischen Nichtigkeiten m.

 
17.01.00 22:34
Also nehmen wir an, Du brauchst zum leben jeden Monat DM 4.000.
Und Du willst Dein Geld nur mit dem Zocken verdienen.
Also mußt Du JEDEN Monat DM 4.000 Gewinn aus Deinem Depot realisieren !
Nicht nur auf dem Papier ! Du mußt sie aus dem Depot verkaufen, was also auch die Substanz vermindert.
Und davon leben, heißt nicht nur mal 1-2 Jahre NM o.ä., sondern langfristig. Dann muß man sich ganz andere Gedanken machen.
Und vor allem auf Kredit. Was für ein Schwachsinn. Solchen Phrasen habe ich vor 15 Jahren auch mal geglaubt und habe kräftig geblutet.
Selbst wenn Du einen Effektenkredit auf Dein Depot erwägen solltest..
Die Bewertung Deiner Papiere wird (ohne das ich sie kenne) garantiert so niedrig ausfallen, dass Dir schwindlig wird.
Lassen wir es dabei.
Wenn Du es schaffst, dann melde Dich in 5 Jahren mal bei uns.
Und wenn Du es nicht schaffst, dann bis Du eben ein bißchen länger hier am board und versuchst es mit kleineren Brötchen.
CHECKIT
Antworten
multiplikator:

Stop

 
18.01.00 22:06
jetzt verwechselst Du was. ich will zwar auf Kredit zocken, aber nicht von 4.000 DM leben. Das sollen andere machen. Ich habe von ca 100.000DM p.a. gesprochen. Und das geht so:

Grundkapital i.H.v. 300.000 DM setzen wir voraus (bis dahin muß ein anderer Tipps geben. Dann zur Bank, 500.000,-- leihen. 800.000 auf Sieg, d.h. einmal muß man ´sich richtig mit Bewertungen befassen und eine Aktie mit 100% Potential raussuchen.

Nach einem Jahr hat man 800.000 eigene und laßt diese 5 Jahre lang konservativ sich verdoppeln.

Mit 1,6 Mio. und 10 % Zinsen laßt sich's leben. Da alles nicht 100%ig klappt müssen auch 100.000,-- reichen.

Wie gesagt - eine Theorie auf die ich gekommen bin als ich letztes Jahr als Anfänger mit 300 % Gewinn in mein erstes Börsenjahr gestartet (gestolpert) bin. Ist das jetzt Größenwahn? Ich kenne einige, die im Jahresschnitt bei 50 % liegen. Was ist falsch daran?

Bitte um jemanden, der mich auf den Boden holt
Multiplikator
Antworten
Murksy:

Re: Vom Zocken Leben

 
18.01.00 22:33
Ja, wenn es immer voran geht und eure Zockerblasen nicht platzen.
ich habe fast 15 Jahre für meine Million gebraucht, aber ich habe sie wenigstens erreciht. Ohne riskantes Zocken. Der nächste Crash wird kommen, und zuerst trifft es die "100%igen Gewinner". Alles schon hundertmal erlebt!
Antworten
Urmele:

Tolle Phantasien Multiplikator. Sicher kann man DIE Superaktie her.

 
19.01.00 01:34
aber 800.00 DM auf einen Wert  -  dann kommt Dir ein Golfkrieg dazwischen oder irgendein Erdbeben und Du sitzt auf deinen 500.000 DM Schulden. Danke, darauf kann ich verzichten, da bin ich lieber 5 - 10 Jahre vorsichtig.
Antworten
Johnboy:

Ich lebe schon seit längerer Zeit vom Zocken..........

 
19.01.00 08:09
hatte vor 4 Jahren mit 50 000 DM angefangen und kann seiteher recht gut davon leben. ( ca. 100000,--DM p.a.netto ). Das reicht uns ( meiner familie ). Ich beachte auf jeden Fall eines. Ich kann den Hals voll kriegen d.h. ich verkaufe auch mal eine Aktie auch wenn Sie blos 20-30 % gemacht hat. Lieber früher aussteiegen und Gewinne mitnehemen.
Antworten
Cashbear:

Re: Vom Zocken Leben

 
19.01.00 10:00
Hi Multiplikator,

was bringt dich denn auf die Idee, daß eine Bank dir auf 300.000 ,- DM Grundkapital hin einen Kredit von 500.000 ,- DM bewilligt.
Habe selbst letztes Jahr 200 % gemacht (und erst im Juni angefangen), gehe aber nicht davon aus, das das ewig so weitergeht.
Daher ganz andere These von mir:
Wer fähig ist, mit Aktien aus wenig Geld Millionen zu machen (ohne reine Zockerei, ist nämlich auf ein paar Jahre auch nicht viel wahrscheinlicher als ein Lottogewinn), sollte eigentlich soviel Intelligenz und Reife besitzen, dies auch in einem "normalen" Beruf zu schaffen; vielleicht nicht gerade als Angestellter, aber als Selbstständiger bestht diese Möglichkeit auch.
Fazit:
Arbeite! Mach deinen Job gut und verdiene viel Geld! Verdienst du Geld mit Aktien nebenbei, freue dich!

P.S.: Mit Familie (2 Kinder) sind 100.000,- DM p. a. weit weniger als die meisten von euch zu glauben scheinen. Würde bei mir nicht mal für fixe Kosten reichen :-)
Antworten
coffie:

an Murksy

 
19.01.00 10:08
Hi Murksy,

schön dass du jetzt hier auch was zum Besten(?) gibst.

Aber vieleicht wechselst du mal wieder in den Pacific Century Cyberworks Thread und äusserst dich zu deine Tricom-Theorie.
Antworten
Gentleman:

Re: Vom Zocken Leben

 
19.01.00 10:28
Mein lieber Multiplikator!

Auf deine Frage, ob du Größenwahnsinnig seist, kann ich nur mit einem klaren JA antworten.
Wie wohl die meisten Aktienspekulanten habe ich auch schon oft davon geträumt, nur vom Zocken zu leben.
ABER: Zwischen der Phantasie und wunderschönen Zahlen und Rechenspielereien ist noch immer ein entscheidender Unterschied.
Dadurch, dass du sagst, du verdoppelst deine 800.000 mal schnell, hast du es noch nicht getan (sag mir, wenn du eine Aktie kennst, die sich MIT ABSOLUTER SICHERHEIT verdoppelt!!!)!
Versteh mich nicht falsch, diese Kritik ist nicht bös gemeint, ich will dich nur mal dazu bringen, die andere Seite zu sehen.
Ich glaube, das läuft so:
Mal angenommen, du hast 300.000 und nimmst 500.000 Kredit. Dann zahlst du jährlich sagen wir 10% Zinsen --> 50.000.
Deine 100%-Aktien läuft aber nicht, sagen wir, sie fällt um 10% --> 80.000
Jetzt hast du nur noch 800.000-50.000-80.000=670.000
Und was nun?
Du kommst in Panik und kaufst eine andere, noch riskantere Aktie,...
Im 2. Jahr verlierst du, z.B. durch eine Schwäche des Gesamtmarktes oder der speziellen Aktie wieder 10%.
Dein Vermögen beträgt jetzt noch 670.000-50.000-67.000=553.000, du hast aber immer noch 500.000 DM Schulden!
Ich wünsche dir das natürlich nicht, ich bin auch kein Pessimist, sonst hätte ich keine Aktien, aber ich bitte dich:
Überlege dir diese andere Seite bitte auch!

Gruß und viel Glück
Gentleman

Antworten
Schtonk:

Re: Vom Zocken Leben

 
19.01.00 11:02
Dem Posting von Gentleman kann ich nur zustimmen.

Du bist auf dem besten Wege, Deine glücklichen Anfangsgewinne wieder zu verlieren, wenn du nicht bald daran arbeitest, einen völlig anderen Zugang zu Finanzgeschäften zu bekommen. Sei dir darüber im Klaren, dass es Dein Glück war, dass du in einer ausgesprochen bullishen Phase an den Aktienmarkt gegangen bist; von daher ist die Chance auf gute Gewinne recht hoch. In einem Bearmarket ist es wesentlich schwerer Gewinne zu erzielen und schwer genug, sein Kapital zu erhalten.

Glücksritter hat es aber immer gegeben, die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen oder zu verlieren nähert sich bei extrem spekulativen Geschäften immer der 0.5 (50%), das ganze ist letztlich ein Nullsummenspiel (läßt man mal das Wirtschaftswachstum weg).

Auf lange Sicht am erfolgreichsten ist eine Anlagestrategie, die auf die von mir schon öfter beschriebene Verzehnfachng in 10 Jahren setzt, also Jahresgewinne um 26% mit Reinvestition. 26% sind mit einem konservativen Depot erzielbar, die mit Stillhaltergeschäften gekoppelt werden. Letztere sind im Bereich solider Wachstumswerte aus dem DAX eine sehr sichere Angelegenheit; auch Zykliker mit klar erkennbaren Langfristtrends eignen sich. Diese Anlagestrategie wird von Banken nicht beworben, da man damit kaum etwas verdient. Man versucht hier allerdings sehr erfolgreich durch die sog. Aktienanleihen ein Produkt in den Markt zu bringen, das der o.g. Anlagestrategie sehr nahe kommt. Gegenüber einem direkten Verkauf von PUTs an der EUREX sind diese Produkte aber i.d.R. um 1,5-3% zu teuer! Abgesehen davon ist man damit zu unflexibel.

Mehr kann ich hier nicht schreiben, ich würde aber empfehlen, sich von einem erfahrenen Anlageberater in diese Richtung beraten zu lassen.

Gruss,
Schtonk

PS: In den Effektenabteilungen der Banken sind Kunden mit deiner Einstellung und entsprechendem Depotverlauf bekannt. Spreche deinen Berater mal auf die "Halskrankheit" an...
Antworten
Murksy:

Coffie

 
19.01.00 12:31
Tricom ist mittlerweile schon der 3.name dieser so hochgelobten Seifenblase, die mit viel Geld und Gerüchten gepusht wurde. Und ausserdem, cof., ich schreibe wo und was ich will. AHFU, if you know what i mean
Antworten
multiplikator:

Also:

 
20.01.00 22:32
cashbear: auf 300.000 DM kriegst Du lässig 500.000, denn bei 800.000 mußt Du dann schon 3/8 verlieren um nicht mehr zahlungsföhig zu sein. Außerdem gibt es zur Zeit Geld für 6%. Das kann ich Dir bestätigen, denn ich bin mit Kredit eingestiegen.

Gentleman: Ist OK, daß Du mich größenwahnsinnig nennst, war ja meine Vorgabe. Ich will ja am Boden bleiben. Deshalb der Thread. Wenn eine Aktie fällt und man glaubt noch an sie, dann hält man sie. So kann auf 2-3 Jahre eigentlich nichts schiefgehen. Irgendwann kommt alles wieder, es sei denn, man setzt auf Pleitiers. Allerdings ist zu beachten, daß der NM erst seit 97 existiert. Mit dem Emissionserlös sollten doch einige Jahre zu überstehen sein.

Noch habt Ihr mich nicht überzeugt ;-)

Multiplikator
Antworten
Rudomir:

Wer Zockt-der Zahlt

 
20.01.00 23:24
Hallo,

ich investiere nur Geld in mein depot, was ich notfalls ohne wirtschaftlichen Ruin abschreiben kann-Spielgeld würden einige sagen, aber dafür "sicher". Wenn ich gewinne freue ich mich, verliere ich, weine ich, aber gehe nicht in den wirtschaftlichen Ruin.
So sehe ich das und mehr nicht.
wer 1 Mio hat, der braucht nicht zu zocken, weil wir zocken, um eine Mio zu machen!!
Antworten
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