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1.500 Dollar Schulden. Pro Kopf. Pro Tag.
von Axel Retz
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Über viele Dinge lässt sich nur spekulieren. Einfach deswegen, weil es immer schwieriger wird, Fakten von Fiktionen zu trennen. Nehmen Sie nur das kürzlich hier angesprochene CO2-Problem.
Oder setzen Sie sich abends von Ihr Fernsehgerät und schauen Sie sich eine „Dokumentation" über die Ägypter oder die Azteken an. Mit Hilfe der heutigen Computertechnik werden hier „Live-Berichte" aus der damaligen Zeit gedreht, die beim Zuschauer den Eindruck erwecken, dass es genau so gewesen ist. Er hat es ja mit eigenen Augen miterleben können. Und:
Das wirklich Schlimme, wirklich Gute, wirklich Böse – es geht unter. Weil es uns so oft um die Augen und Ohren geblasen wird, dass wir es nicht mehr wahrnehmen. Dass im Irak heute fast täglich 100 Menschen Opfer von Attentaten oder Militäraktionen werden, wird, wenn überhaupt noch, als „normal" empfunden. „Dramatisch" ist es, wenn man seinen Bus, ICE oder Flieger verpasst.
Im Schutz dieses allgemeinen Dämmerzustandes gedeihen Halbschattengewächse, die uns allen keine Furcht mehr einjagen – es aber sollten. Ein Beispiel:
Mittlerweile benötigen die Vereinigten Staaten täglich rund drei Milliarden US-Dollar an Auslandskapital, um ihren Konsum, ihre Kriege und ihren Schuldendienst abzuwickeln etc.. Und das Tempo, in dem sich dieser Kapitalhunger verschärft, ist erschreckend.
Bei ca. 200 Millionen Einwohnern entfallen damit auf jeden US-Bürger, vom Neugeborenen bis zum Greis, täglich 1.500 US-Dollar an Auslandskapital, die ins Land fließen müssen, um den „American Way of Life" aufrecht zu erhalten. Im Jahr 547.500 US-Dollar.
Was das in letzter Konsequenz für den Dollar bedeutet, muss ich nicht weiter ausführen. Aber solange alle Rohstoffe der Welt, insbesondere Öl, auf Dollarbasis gehandelt werden, gibt es für alle Staaten dieser Welt keine andere Wahl, als Dollars zu besitzen.
Und damit kommen wir in den Iran. Seit gestern sind Sanktionen gegen das Land in Kraft. Und Teheran hat angekündigt, eine „Antwort" parat zu haben. Diese Antwort dürfte in der bereits für das vergangene Jahr einmal geplanten Eröffnung einer Ölbörse bestehen, an der auch andere Währungen als der Dollar akzeptiert werden. Käme es zu diesem Schritt, wäre die Vormachtstellung des Dollar ernsthaft in Gefahr und mit ihr die gesamte amerikanische Wirtschaft.
Die USA werden hier zweifellos nicht tatenlos zusehen. Sondern unter dem Deckmantel eines Präventivschlages gegen die iranischen Atomanlagen vor allem die Ölbörse gründlichst in Schutt und Asche legen. Das Problem:
Auch Russland lässt erkennen, eine ähnliche Börse zu installieren, an der Öl außer gegen Rubel auch gegen andere Währungen verkauft wird. Und dann?
Hier schlummert ein Problem, dass noch etwas größere Dimensionen hat als „Carry-Trades" und US-Immobilienkrise.
Halten Sie es im Auge.
Aber lassen Sie sich nicht diesen wunderschönen Frühlingstag versauen!
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'ei tu my best' ... limi