Nach fünf Jahren Hausse an der Börse steigt die Wahrscheinlichkeit eines Crashes immer mehr. Eine große Anzahl renommierter Fachleute, die ähnliche Phasen in der Vergangenheit bereits richtig gedeutet haben - zuletzt in 2002 - weisen ausdrücklich darauf hin, dass der nächste Crash bald kommen wird.
Es stellt sich nicht die Frage, ob ein Aktiencrash kommt, sondern nur wann er kommt. Wirklich niemand kann mit Sicherheit sagen, dass er noch in diesem Jahr kommt, die Wahrscheinlichkeit wächst aber mit der Zeit, in der eine solche Hausse an den Börsen anhält.
Was passiert in so einem Fall mit einem Goldproduzenten? Zunächst werden sicherlich auch solche Aktien einbrechen im Sog mitgerissen. Es werden sich insgesamt sehr deutliche Korrekturen einstellen - und zwar sehr viel deutlicher als die kleine Korrektur im Mai letzten Jahres. Allerdings haben Goldminenaktien eine gute Chance auf ein relativ schnelles Ende einer Korrektur. Der Goldpreis wird vermutlich steigen, weil eine Flucht aus den Währungen erfolgt.
Aber: die Chance, dass in so einem Fall ein Explorerunternehmen davon profitiert, ist äußerst gering, wenn eine Produktion von Gold nicht schon entsprechend läuft. Eine Bewertung findet nur für etwas statt, was auch physikalisch vorhanden ist und nicht theoretisch abbaubar irgendwo im Boden liegt. Eine Aktie wie Vedron wird im Falle eines Crashs so schnell an Wert verlieren, wie man gar nicht gucken kann. So naiv kann man nicht sein, so etwas nicht zu glauben.
Und noch einmal aber: nach einem Crash werden sich gute Werte zuallererst erholen. Nach dem Ende der Korrektur geht es langsam, aber sicher wieder bergauf mit allen Indices, das hat jede Erfahrung gezeigt. Es kommt zu neuen ATHs und zu einer neuen Hausse.
Daher würde ich meine Aktien nicht in Panik verkaufen, sondern abwarten. Das kann man allerdings nur dann tun, wenn man in den nächsten Jahren nicht auf das Geld angewiesen ist, was sowieso ne alte Börsenweisheit darstellt.
Fazit:
Wer in diesem Jahr ein Haus bauen will, der sollte sich doch gut überlegen jetzt noch "auf schnelle Gewinne" in Aktien zu investieren.
Wer sicher gehen will und auf einen Crash setzt, könnte sich einige Barren Gold in ein sicheres Depot packen - und zwar nicht in Aktien oder Wertpapiere oder Zertifikate, sondern ganz einfach echtes Gold (Zähne in Gold sehen nicht so gut aus, aber die Besitzer haben bei einem Crash bestimmt gut lachen ;-)).