US-Haushalte weiterhin in Kauflaune
In den USA nahmen die persönlichen Konsumausgaben im Februar kräftig um nominal 0,6% gegenüber Januar zu. Unsere Erwartungen von 0,2% und die etwas optimistischeren Erwartungen des Marktes von 0,3% wurden damit deutlich übertroffen. Auch in realer Rechnung kann sich der Konsum sehen lassen. Die realen Konsumausgaben stiegen um 0,2% nach 0,3%. Hierbei gingen aber die Ausgaben für langlebige Güter und Verbrauchsgüter im Vormonatsvergleich zurück. Deutlich zugelegt haben dagegen die Ausgaben für Dienstleistungen (0,5% nach 0,3%). Im Durchschnitt der Monate Januar und Februar erhöhten sich die realen Konsumausgaben um 0,8% gegenüber dem Schlussquartal des letzten Jahres. Das stützt unsere Konsumprognose von annualisiert 3,2% für das 1. Quartal dieses Jahres. Gleichzeitig sind die Aussichten für den Privaten Verbrauch angesichts steigender Einkommen weiterhin günstig. So nahmen die persönlichen Einkommen im Februar um 0,6% gegenüber Januar zu. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sie sich damit um 5,3% nach 5,2%. Allen Unkenrufen zum Trotz erweist sich der Private Verbrauch einmal mehr als der wichtigste Wachstumsträger der US-Wirtschaft bleiben. Angesichts der nach wie vor soliden Beschäftigungsentwicklung dürfte er diese Rolle so schnell auch nicht abgeben. Die Kernrate des Deflators der persönlichen Konsumausgaben, ein von der Fed aufmerksam beobachteter Preisindikator, nahm im Vormonatsvergleich um 0,3% zu. Somit stieg der PCE-Deflator gegenüber Februar 2006 um 2,4% nach 2,2%. Für die Fed gibt es damit noch keine Entwarnung an der Inflationsfront.
Quelle: Postbank
Servus, J.B.

