Umwelttechnologie
Wachstumsmarkt mit unterschiedlichen Marktphasen
8. Juli 2001 Einen Megatrend der nächsten Jahre sieht Thomas Deser, Fondsmanager bei der zur genossenschaftlichen Bankengruppe gehörenden Union Investment, im Thema Umwelttechnologie.
Der Aktienexperte, der sich auf Branchen wie Versorger, Energie und Umwelt spezialisiert hat, greift zu einem ungewöhnlichen Vergleich, um die Dimensionen zu erläutern, die der Umweltsektor mit seinen Unterbranchen Wasseraufbereitung, erneuerbare Energien, Entsorgung und umweltfreundliche Produkte aufweist. Und zitiert dazu Thomas J. Watson, ehemaliger Vorstandsvositzender der amerikanischen IBM, der noch 1943 mutmaßte: „Ich glaube, der Weltmarkt hat Raum für nur fünf Computer, nicht mehr.“
Windenergie mit erheblichem Potenzial
In ähnlich krasser Weise, so Desers These, werde heute unterschätzt, welche Möglichkeiten im Thema Umwelttechnologie stecken. Für besonders wichtig hält er bei der Analyse von Zukunftschancen in diesem Bereich die richtige Einschätzung der Marktphase, in der sich ein Unternehmen beziehungsweise ein bestimmter Sektor befindet. So stehe beispielsweise die Brennstoffzelle noch am Anfang ihres Wachstumspotenzials, während der Bereich Wasserversorgung bereits in einem „reifen Markt“ operiere.
Ein enormen Anstieg sagt Deser dem Thema Windenergie voraus. So werde die weltweite Leistung installierter Windenergieanlagen von knapp 19.000 Megawattt im Jahr 2000 auf rund 47.500 Megawatt im Jahr 2004 steigen. Auch die Abgastechnik werde künftig immer wichtiger. „Ob der amerikanische Präsident sich aktuell sperrt oder nicht, das Abgasproblem ist langfristig nicht tragbar“, bringt Deser die Situation auf den Punkt.
Das Risiko, nicht investiert zu sein
„Ich halte es eher für ein Risiko, im Bereich der Umwelttechnologie nicht investiert zu sein“, warnt der Aktienexperte deshalb. Als aussichtsreichen Einzelwert nennt Deser die Farmatic Biotech Energy, die neben der Errichtung und Betrieb schlüsselfertiger Biokraftwerke auch biotechnologische Komponenten für Biogaswerke vertreibt.
Auch die amerikanische Astropower gehört zu seinen Favoriten, denen er noch einiges zutraut. Der Hersteller von Solaranlagen und -komponenten zeichnet sich nach Ansicht des Fondsmanagers durch ein gutes Management und eine hohe Flexibilität bei der Herstellung von Solarzellen für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche aus.
Bei Brennstoffzellen erst einmal abwarten
Eher zurückhaltend zeigt sich Deser für einen Wert wie Ballard Power. Zwar stuft der er die Aussichten des gesamten Bereichs Brennstoffzellentechnik als besonders hoch ein. So geht Deser beispielsweise davon aus, dass in 30 Jahren der überwiegende Teil von Kraftfahrzeugen von Brennstoffzellen angetrieben wird. Allerdings habe die Branche gerade eine Phase starken Wachstums hinter sich. Entsprechend könne es nun durchaus vier bis fünf Jahre dauern, bis neue Erkenntnisse in diesem Bereich wieder zum Kurstreiber werden.
Auffällig ist die hohe Kasseposition, die der Fondsmanager in seinem UniSector: NatureTech derzeit fährt. Gut 20 Prozent des Fondsvolumens sind in liquiden Mitteln angelegt. „Eine gut verzinste Kasseposition ist meines Erachtens in jedem Fall besser als schlecht performende Aktien“, erklärt Deser dazu. Zudem sei er so gut gerüstet, um bei entsprechend aussichtsreichen Kaufgelegenheiten schnell reagieren zu können.
Wachstumsmarkt mit unterschiedlichen Marktphasen
8. Juli 2001 Einen Megatrend der nächsten Jahre sieht Thomas Deser, Fondsmanager bei der zur genossenschaftlichen Bankengruppe gehörenden Union Investment, im Thema Umwelttechnologie.
Der Aktienexperte, der sich auf Branchen wie Versorger, Energie und Umwelt spezialisiert hat, greift zu einem ungewöhnlichen Vergleich, um die Dimensionen zu erläutern, die der Umweltsektor mit seinen Unterbranchen Wasseraufbereitung, erneuerbare Energien, Entsorgung und umweltfreundliche Produkte aufweist. Und zitiert dazu Thomas J. Watson, ehemaliger Vorstandsvositzender der amerikanischen IBM, der noch 1943 mutmaßte: „Ich glaube, der Weltmarkt hat Raum für nur fünf Computer, nicht mehr.“
Windenergie mit erheblichem Potenzial
In ähnlich krasser Weise, so Desers These, werde heute unterschätzt, welche Möglichkeiten im Thema Umwelttechnologie stecken. Für besonders wichtig hält er bei der Analyse von Zukunftschancen in diesem Bereich die richtige Einschätzung der Marktphase, in der sich ein Unternehmen beziehungsweise ein bestimmter Sektor befindet. So stehe beispielsweise die Brennstoffzelle noch am Anfang ihres Wachstumspotenzials, während der Bereich Wasserversorgung bereits in einem „reifen Markt“ operiere.
Ein enormen Anstieg sagt Deser dem Thema Windenergie voraus. So werde die weltweite Leistung installierter Windenergieanlagen von knapp 19.000 Megawattt im Jahr 2000 auf rund 47.500 Megawatt im Jahr 2004 steigen. Auch die Abgastechnik werde künftig immer wichtiger. „Ob der amerikanische Präsident sich aktuell sperrt oder nicht, das Abgasproblem ist langfristig nicht tragbar“, bringt Deser die Situation auf den Punkt.
Das Risiko, nicht investiert zu sein
„Ich halte es eher für ein Risiko, im Bereich der Umwelttechnologie nicht investiert zu sein“, warnt der Aktienexperte deshalb. Als aussichtsreichen Einzelwert nennt Deser die Farmatic Biotech Energy, die neben der Errichtung und Betrieb schlüsselfertiger Biokraftwerke auch biotechnologische Komponenten für Biogaswerke vertreibt.
Auch die amerikanische Astropower gehört zu seinen Favoriten, denen er noch einiges zutraut. Der Hersteller von Solaranlagen und -komponenten zeichnet sich nach Ansicht des Fondsmanagers durch ein gutes Management und eine hohe Flexibilität bei der Herstellung von Solarzellen für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche aus.
Bei Brennstoffzellen erst einmal abwarten
Eher zurückhaltend zeigt sich Deser für einen Wert wie Ballard Power. Zwar stuft der er die Aussichten des gesamten Bereichs Brennstoffzellentechnik als besonders hoch ein. So geht Deser beispielsweise davon aus, dass in 30 Jahren der überwiegende Teil von Kraftfahrzeugen von Brennstoffzellen angetrieben wird. Allerdings habe die Branche gerade eine Phase starken Wachstums hinter sich. Entsprechend könne es nun durchaus vier bis fünf Jahre dauern, bis neue Erkenntnisse in diesem Bereich wieder zum Kurstreiber werden.
Auffällig ist die hohe Kasseposition, die der Fondsmanager in seinem UniSector: NatureTech derzeit fährt. Gut 20 Prozent des Fondsvolumens sind in liquiden Mitteln angelegt. „Eine gut verzinste Kasseposition ist meines Erachtens in jedem Fall besser als schlecht performende Aktien“, erklärt Deser dazu. Zudem sei er so gut gerüstet, um bei entsprechend aussichtsreichen Kaufgelegenheiten schnell reagieren zu können.