Die Analysten von LB Baden-Württemberg stufen in ihrer Analyse vom 16. August die Aktien des deutschen Gesundheitsdienstleisters United Medical Systems auf ?Akkumulieren? hoch.
UMS sei nach der Bekanntgabe der Vorabzahlen zum ersten Geschäftshalbjahr deutlich stärker unter Druck gekommen, als von den Analysten erwartet. Größere Abgaben hätten den Kurs zeitweise auf 2,49 Euro gedrückt. Von diesem Niveau habe bereits wieder eine Gegenreaktion eingesetzt, die von vielen Investoren wohl als technische Gegenreaktion gesehen werden dürfte, aus Analysten-Sicht jedoch auch fundamental begründet sei. Die Zweifel an der Entwicklung der Ergebnismargen, die UMS mit der Revision seiner Planzahlen geweckt habe, dürften auch in den nächsten Tagen den Titel noch unter Druck bringen, insbesondere, wenn sich ? unter Umständen angesichts der nun doch sehr niedrigen Marktkapitalisierung - noch andere größere Investoren von ihren Beständen trennen sollten.
Andererseits bestehe bei der aktuell sehr geringen Marktkapitalisierung und dem hohen Free Float des Unternehmens die konkrete Gefahr einer unfreundlichen Übernahme. Vor diesem Hintergrund könnten sich interessante Einstiegs- und Kurschancen ergeben. Ein Übernahmeangebot auf dem derzeitigen Niveau dürfte wenig Akzeptanzchancen haben. Eine ? nicht näher spezifizierbare - Prämie auf den derzeitigen Aktienkurs wäre wahrscheinlich. Davon abgesehen besitze das Unternehmen nach Erachten der Analysten gute Voraussetzungen, auch in einem schwierigen Gesundheitsmarkt zu bestehen und mittelfristig wieder zu überdurchschnittlichen Ergebnismargen zurückzukehren.