Umgang mit Explorern

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Umgang mit Explorern scioutnescio
scioutnescio:

Umgang mit Explorern

 
19.06.08 09:57
#1

Meines Wissens fehlt es an einem Forum zum Gedankenaustausch über den Umgang mit Explorern. 90% der Explorer kommen nicht zum Ziel. Aber auchmit solchen zukünftigen Leichen kann man unter umständen noch Geld verdienen. Schlecht ist es jedoch, wenn man Markttrends hinterherläuft oder ohne eigene DD sich auf Empfehlungen von irgendwelchen Briefen verläßt. Das ist aber nicht nur in Deutschland so. Wenn man den Blick über den TEllerrand nach Kanada wagt, so kann man weitere Beispiele finden, wo Anleger irgendwelchen Meldungen blind hinterher laufen.

Ich werde kurzfristig einmal zwei Beispiele einstellen, die ich bei meiner Suche gefunden habe.

 

Umgang mit Explorern scioutnescio
scioutnescio:

Beispiel Hinterland Metals

 
19.06.08 12:07
#2

 Ein kleiner Explorer in Kanada, der gestern darüber informierte, dass man Lizenzen für Pottasche Abbau beantragt hat, ist um 187,5% gestiegen. Gehandelt wurden 12,4 Millionen Aktien. Das ist ein Viertel der vorhandenen Aktien! Eigentlich ist Hinterland ein Explorer, der nach Platin und Palladium sucht und in einem sehr frühen Stadium ist. Fakt ist, dass man einen Antrag gestellt hat, der bei Gewährung dazu berechtigt weiter zu bohren und - vielleicht in 10 Jahren - Pottasche abzubauen. Und bis dahin wird noch viel Geld verbrannt... Es ist aber nicht so, dass sich der Wert der Aktie erhöht hat, weil ein Antrag gestellt wurde.

 

 

 

Umgang mit Explorern scioutnescio
scioutnescio:

Beispiel Douglas Lake Minerals

 
19.06.08 12:37
#3
Toby Hansen, den ich sehr schätze, schreibt bei worldofwallstreet.us über Douglas Lake Minerals:

Here's a brief recap: "Mbwemkuru has the potential of being the largest alluvial gold deposit in the world.  An alluvial deposit is one in which the gold is located in loose sand and gravel.  Essentially gold is deposited over time as sediment in a lake or river bed.  Douglas has identified an area of high grade gold measuring 22 km by 2 km described as beach sand.  Local artisans are producing up to 200 ounces of gold per month using burlap sacks, picks, shovels and pans.  Douglas says that the area has gold grades near the surface of 1 – 5 grams per ton.  Going deeper, the grades go up to as high as 50 grams per ton.  One huge plus of alluvial deposits is the gold is loose so grinding, milling and heach leap pads typical of hard rock operations are not required.  You can be in production with a front end loader and a sluice box virtually over night."

Er und auch andere Autoren waren regelrecht begeistert über die Goldfunde und die fundamentale Unterbewertung.

Am 18. April notierte DLKM.OB in New York mit 0,18$. Mehrere Veröffentlichungen führten dazu, dass der Kurs bis zum 12. Juni auf 0,95$ anstieg. Am 3.6. wurde man auch in Deutschland auf diese „Goldgrube“ aufmerksam. Die Experten von „Beta Faktor“ wiesen auf die Unterbewertung hin. Da stand der Kurs schon bei 0,63$. Übrigens wird DLKM auch in Frankfurt und Berlin gehandelt.

Während zunächst noch viel Spekulation im Spiel warm wurde es am 4.6. konkreter. DLKM vermeldete Laborergebnisse:

SAMPLE GRADE RESULTS
These samples were prepared and reported by Echo Tec Laboratories Limited - ICP certificate of analysis AK 2008-0657.

   -   MAH 1:             79.60 g/t (grams per tonne)
   -   MAH 2:            408.30 g/t
   -   MAH 3:             32.65 g/t
   -   MAH 4:              3.90 g/t
   -   MAH 5:              0.70 g/t
   -   MAH 6:             43.50 g/t
   -   Overall Average:   94.77 g/t

   ALLUVIAL GRADES

Eigentlich ein No-Brainer, wenn man berücksichtigt, dass eine kleinere einstellige Zahl von Millionen Unzen Gold auf dem Boden lagen, die nur darauf warteten, aufgesammelt zu werden. Zuvor war schon verlautbart worden, dass sich chinesische Investoren mit 20% an der Gesellschaft beteiligen würden.

Am 17.6. kam dann das große Erwachen. Bei den Laborergebnissen hatte man sich vertan! In Wirklichkeit waren die Ergebnisse:

Those restated results are now as follows:
   -   MAH 1:            7.96 g/t (grams per tonne)
   -   MAH 2:            40.83 g/t
   -   MAH 3:            3.26 g/t
   -   MAH 4:            0.390 g/t
   -   MAH 5:            0.07 g/t
   -   MAH 6:            4.35 g/t

   -   Overall Average:  9.48 g/t

Also nur ein Zehntel der ursprünglich gemeldeten. Kein Wunder als, dass der Kurs abstürzte.

Die korrigierten Ergebnisse sind auch nicht schlecht; aber das Beispiel zeigt, dass man immer auf der Hut sein muss. Heute ist DLKM in Frankfurt mit 23,57% im Minus...
Umgang mit Explorern handschelle82

welche

 
#4
beispiele hast du denn?ich bin mit explorern immer ganz gut gefahren, man muss nur realistisch bleiben und nicht an die vorraussagen irgendwelcher bb glauben.kasse machen und weg, nachdem es hochgegangen ist


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