Umsatzeinbruch ist schon der HAMMER ..
Gruss L
TV-Loonland dank konsequenter Kostensenkung mit weiter positivem EBITDA
Einbruch des Werbemarktes für Fernsehen lässt Umsatz sinken – Tochter Metrodome auf Erfolgskurs
München, 30. Mai 2003 - Die Umsatzerlöse der TV-Loonland, München, wurden im ersten Quartal 2003 vom neuerlichen Einbruch des Werbemarktes für Fernsehen infolge des Irak-Krieges stark getroffen. Dennoch konnte das zu den führenden unabhängigen Produzenten von Kinder- und Familienprogramm zählende Unternehmen dank der bereits frühzeitig getroffenen Kostenmaßnahmen weiter ein positives EBITDA ausweisen. Insgesamt reduzierte sich der Umsatz auf 3,4 (Vorjahr: 9,1) Mio. Euro. Das erste Quartal fällt traditionell schwächer aus, so dass in den kommenden Quartalen – vor allem im zweiten Halbjahr unterstützt durch die Fertigstellung der geplanten Neuproduktionen Metalheads, Drachenfels und des 1. Teils von The Cramp Twins II – eine Umsatzbelebung erwartet wird. Die koreanische SRE Corporation, von der sich TV-Loonland Mitte März erfolgreich getrennt hatte, ist in den Zahlen nicht mehr berücksichtigt.
Die Umsatzentwicklung war vor allem geprägt von dem erfolgreichen Geschäftsverlauf der britischen Tochter Metrodome. Hier wirkten sich die seit dem Einstieg 2002 getroffenen operativen, strukturellen und personellen Maßnahmen bereits spürbar positiv aus. Unterstützt wurde die erfolgreiche Entwicklung durch den Verleih- und Verkaufsstart des Films Donnie Darco - einer amerikanischen Independent-Produktion aus der Produktionsfirma von Drew Barrymore, die auch die Hauptrolle neben Patrick Swayze spielt - als Video und DVD, dessen Rechte Metrodome im vergangenen Jahr nach dem neu eingeführten strukturierten Investmentprozess erworben hatte.
Die anhaltend positive Entwicklung des neuen Geschäftsfeldes Home Entertainment, das bereits 1,5 (3,4 inkl. SRE) Mio. Euro Umsatz beisteuerte, konnte die Schwäche der Absatzmärkte im Bereich Distribution jedoch nicht kompensieren. In allen wichtigen Regionen hielten sich die TV-Sender aufgrund des gravierenden Rückgangs der Werbeeinnahmen weiter mit Lizenzkäufen zurück. Dennoch gelangen TV-Loonland weiter erfolgreiche Abschlüsse, darunter der Verkauf von The Cramp Twins I und II an die amerikanische 4Kids Entertainment. Zusätzlich sind eine Reihe von Lizenz- und Produktionsverträgen noch in Verhandlung, die im zweiten und dritten Quartal umsatzwirksam werden.
Positiv wirkten sich die auf der Kostenseite ergriffenen Maßnahmen aus, die zu einem Rückgang des Personalaufwands um 23 Prozentauf 1,1 (1,4) Mio. Euro sowie zu einer Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 35 Prozent auf 2,0 (3,0) Mio. Euro führten. Das straffe Kostenmanagement wird angesichts der anhaltenden Marktschwäche auch in den kommenden Monaten fortgesetzt.
Insgesamt erzielte TV-Loonland ein positives EBITDA von 1,1 (5,1) Mio. Euro, das EBIT belief sich auf –0,5 (0,3) Mio. Euro. Der Fehlbetrag belief sich auf –0,9 (+0,7) Mio. Euro.
Trotz der Erfolge des neu aufgestellten Geschäftsfelds Home Entertainment und der absehbaren Fertigstellung potenzialstarker Produktionen im zweiten Halbjahr erwartet der Vorstand ein weiter steiniges und schwieriges Jahr 2003, in dem das Ziel eines positiven EBITDA jedoch erreicht wird.