Die 1%-Extremisten-Gruppe der Bougainville-Bevölkerung akzeptiert Mining a la BCL grundsätzlich nicht.
Dieser Standpunkt der 1%-Extremisten-Gruppe wird sich durch die geplante Unabhängigkeit verfestigen.
Aus Sicht der 1%-Extremisten-Gruppe läuft aktuell alles sehr gut:
Panguna ist seit 25 Jahren eine NO-GO-Zone, bewacht von der bewaffneten und gewaltbereiten 1%-Extremisten-Gruppe.
In Panguna wird in sehr kleinem Maßstab seit vielen Jahren Gold gefördert, von der 1%-Extremisten-Gruppe, so dass deren Kriegskasse stets gefüllt ist.
Durch das neue Minengesetz sind die Besitzverhältnisse von Panguna ungeklärt. Das Gesetz entstand in dieser schwammigen Form durch die latente Bedrohung der 1%-Extremisten-Gruppe.
Die große Gruppe der Pro-Panguna-Bevölkerung lässt sich von der 1%-Gruppe weiterhin ungehindert bedrohen, einschüchtern und manipulieren; selbst konkret ausgesprochene Morddrohungen der 1%-Extremisten-Gruppe gegen einzelne Mitglieder der 99%-Pro-Panguna-Bevölkerungs-Gruppe werden vom Rechtsstaat mangels Exekutive nicht verfolgt.
Bis 2020 wird sich an der Situation grundsätzlich nichts ändern, weil alle gebannt und gespannt auf das Referendum schauen. Nach dem Referendum wird es erst einmal Chaos geben auf Bougainville, weil sich alle über die (signifikant wahrscheinlich) gewonnene Unabhängigkeit freuen, niemand aber bisher gelernt hat, mit der einhergehenden Verantwortung für sich selbst umzugehen.
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Wie geht es weiter mit dem BCL-Investment?
Die politische Entwicklung auf der Insel geht in sehr kleinen Schritten Richtung Mining a la BCL.
Das Problem sind aber die „sehr kleinen Schritte“. Momis kann nicht einfach die politische Entwicklung nach Bedarf beschleunigen, weil die Entwicklung hauptsächlich in den Köpfen der Bevölkerung stattfinden muss. Die Bevölkerung ist autoritätshörig. Und die Autorität liegt offiziell bei Momis, weil sich alle Stabilität und Frieden wünschen. Im Fall Mining und Panguna liegt die Autorität aber tatsächlich und faktisch bei der 1%-Extremisten-Gruppe, weil Momis seine Autorität in dieser 1%-Extremisten-Gruppe nicht durchsetzen kann. Alles läuft daher auf einen Konflikt zwischen Momis und der 1%-Extremisten-Gruppe hinaus. Momis sträubt sich aber grundsätzlich gegen einen Kampf gegen diese 1%-Extremisten-Gruppe. Warum sollte er auch diesen Kampf suchen? Für ihn läuft ebenfalls alles sehr gut. Er ist Präsident und er hat die besten Aussichten Bougainville in die Unabhängigkeit zu führen. Kein Grund also, auf die Pauke zu hauen.
Auf der anderen Seite ist der BCL-Aktienkurs auf einem Niveau von Ramschwerten. In einem Umfeld von immer niedrigeren Rohstoffpreisen musste der eine oder andere potente BCL-Anteils-Eigentümer seine BCL-Anteile verkaufen, weil durch den Verfall seiner anderen Rohstoff-Werte der BCL-Anteil sonst im Portfolio übergewichtig wäre bzw. weil Beleihungsgrenzen diesen Schritt erzwingen. Das hat weniger was mit den Chancen von BCL zu tun, sondern mehr mit Statuten und einzuhaltenden Depot-Regeln. Für die langfristig investierten BCL-Anteils-Eigentümer ist es völlig egal, ob der BCL-Kurs bei 10 €Cent oder 70 €Cent liegt. Das extreme Potenzial ist weiterhin vorhanden. Und harte Hunde haben den vergangenen Verkaufsdruck genutzt um sich billig einzudecken. Sehr wahrscheinlich wird der BCL-Wert in den nächsten Jahren extremen Schwankungen zwischen weit unter 20 €Cent und weitaus höheren Aktienkursen als dem aktuellen ausgesetzt sein. Immer abhängig davon, ob sich die 1%-Extremisten-Gruppe gerade entspannt oder eben gerade verspannt gibt. Das wird sich erst ändern, wenn Panguna keine NO-GO-Zone mehr ist. Weil dann offensichtlich wäre, das Momis sich durchgesetzt hat und Panguna geöffnet wird. Von wem dann auch immer, das ist dann eine andere Frage. BCL würde in dem Fall aber auf jeden Fall stark profitieren, entweder durch Panguna-Mining mit BCL oder durch Verkauf der BCL-Panguna-Vorkaufsrechte.
Und weil das alles so ist, wie es ist, haben wir… Zeit