Das ist eine Milchmädchenrechnung, denn das TK überhaupt "nichts erwirtschaftet", stimmt auch gegenwärtig nicht. Es werden zurzeit Verluste gemacht, das ist unbestritten, es ist jedoch auch allen klar, dass das so nicht weitergehen kann. Verluste in der Wachstumsphase eines Unternehmens sind in Ordnung, wenn der Breakeven noch vor einem liegt. Liegt er aber bereits hinter einem, und das ist bei TK der Fall, müssen die verlustbringenden Einheiten konsequent abgewickelt werden. Es würde allen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen widersprechen, sie weiter fortzuführen. Das Eigenkapital würde dadurch aufgezehrt, ohne dass die Kapitalgeber ihren verdienten Gewinn realisieren könnten. Das wird kein wirtschaftlich vernünftig denkender Aktionär zulassen. Schließlich ist es sein Geld, das dadurch "verbrannt" würde.
Genau diese Abwicklung unprofitabler Einheiten geschieht derzeit daher auch bei TK : www.thyssenkrupp.com/de/investoren/strategie/strategie/
[Zitat]"Für jede Einheit gilt ein individueller und aus dem Wettbewerb abgeleiteter Profitabilitätsanspruch. Alle Ziele sind konsequent mit konkreten Maßnahmen zu hinterlegen. Die Führungsmannschaft der Geschäfte trägt die volle Ergebnisverantwortung. Die Kapitalallokation innerhalb der Gruppe erfolgt auf Basis des erwarteten Wertbeitrags.'
Anders ausgedrückt: Einheiten, die nicht profitabel arbeiten, bekommen kein Geld mehr und werden abgewickelt. - Anders geht das auch gar nicht. Einheiten, die das Eigenkapital (weiter) erhöhen, bleiben erhalten und es erfolgen sogar unter Umständen weitere Investitionen; alles andere fliegt raus.
Da jeder Umbau natürlich trotzdem mit Risiken verbunden ist, werden die Aktionäre hier dem Vorstand aber zweifellos nicht all ihr Geld anvertrauen wollen, sondern es sukzessive aus dem Unternehmen durch Dividenden herausziehen. Denn TK ist kein Wachstumswert mehr, sondern befindet sich in der Spätphase seines unternehmerischen Lebens. Jetzt ist die Zeit der Ernte. Die Kapitalgeber erhalten ihr Kapital mit den in Jahrzehnten erwirtschafteten Gewinnen zurück. Ich gehe daher, wie geschrieben, von einem stetigen Dividendenfluss aus.