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Thiel-Allianz mit Deutscher Post
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Schwarze Zahlen, rosarote Zukunft: Wenn es nach Klaus Eierhoff, Vorstandschef von Logitikkonzern Thiel geht, ist der Turnaround geschafft. Die Kooperation mit der Deutschen Post soll ausgebaut werden.
"Wir haben die Sanierung und damit die Konzentration auf wenige Branchen, zum Beispiel die Autoindustrie, nahezu abgeschlossen", sagte Thiel-Chef Klaus Eierhoff dem "Handelsblatt". Tatsächlich scheint 2004 ein Wendejahr für den Logistiker gewesen zu sein: Nach Schätzungen wurde der Umsatz leicht von 1,7 Milliarden Euro auf 1,8 Milliarden Euro gesteigert. Das Ebit könnte noch etwas besser ausfallen als nach neun Monaten mit 21,6 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor war noch ein Verlust verbucht worden. Die detaillierte Bilanz soll am 10. März veröffentlicht werden.
Thiel hatte sich in der jüngsten Vergangenheit von zahlreichen Geschäftsfeldern getrennt, die Mitarbeiterzahl von 11.000 auf 9.000 reduziert und auch strategisch neu positioniert.
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Vorbild Kühne & Nagel
2005 peilt Eierhoff nach eigenen Worten bereits eine Marge beim operativen Ergebnis auf dem Niveau der Wettbewerber wie Kühne & Nagel von drei bis vier Prozent an. Spätestens Anfang 2006, vermutlich aber schon vor dem letzten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, will Eierhoff gemeinsam mit dem Mehrheitsaktionär, der Quandt-Holding Delton, die Weichen neu stellen. "Wir werden eine strategische Diskussion über die Zukunft der Thiel-Gruppe führen", kündigte Eierhoff an. Auf internationales Wachstum werde weiter gesetzt, besonders in den Boomregionen Osteuropa und China.
"Wir denken über Akquisitionen nach, bleiben aber besonnen." Mit der Deutschen Post soll die Zusammenarbeit in der Textillogistik zu einem europäischen Netz ausgebaut werden.
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