Das ganze Interview mit aktueller Einschätzung zu „Desertec“
lesen Sie auf www.das-anlegerportal.de/interviews.htm
Das Anlegerportal: Herr Schüßler, die
ganze Welt spricht von Solar als alternative
Energiequelle. Wie schätzen Sie
das Wachstum des Marktes vor allem in
Deutschland ein?
Schüßler: Die Installationszahlen für
Solarstromanlagen werden in Deutschland
weiter stark wachsen. Der Zubau
an Solarstromanlagen dürfte dieses
Jahr viel höher liegen als letztes Jahr.
Das Anlegerportal: Sicher eine der wichtigsten
Fragen sowohl für Anleger als
auch für Interessierte: Lohnt sich das Investment
der Solaranlage und mit welchen
Renditen ist zu rechnen?
Schüßler: Solarmodule sind derzeit günstig
wie nie. Installateure, welche ihre
Module zu Preisen um zwei Euro je Watt
einkaufen – und da bewegte sich bei
unserer letzten Markterhebung Anfang
Juli der Durchschnitt – können dem Endkunden
derzeit sehr attraktive Angebote
unterbreiten. Er dürfte Komplettpreise um
3.000 Euro je Kilowatt erzielen können,
und das bedeutet für den Anlagenbetreiber
eine Rendite im Bereich von 9,5%.
Wichtig ist: Der Preis von 3.000 Euro
pro Kilowatt ist der Endpreis inklusive
Module, sämtlichem Zubehör, Montage
und Netzanschluss (ohne MwSt).
Das Anlegerportal: Was sollte man beim
Kauf beachten?
Schüßler: Man sollte Markenprodukte
kaufen. Zum Beispiel sollten kristalline
Module eine Zertifizierung nach IECNorm
61215 haben. Dieses Zertifikat haben
mittlerweile nahezu alle Markenprodukte,
gleichgültig, ob aus Deutschland,
China oder anderen Herstellungsländern,
viele Module sind auch TÜV-zertifiziert.
Bernd Schüßler
Bernd Schüßler ist
Pressesprecher bei
der PHOTON Europe
GmbH.
PHOTON ist ein monatliches
Solarstrom-
Magazin mit Informationen
zu Politik,
Forschung, Förderung
und Betrieb. Alle unsere
Leser erhalten ein
unverbindliches und
völlig kostenloses
Probeheft von
PHOTON (
photon.de:448/service/
probeheft.htm)
Das Anlegerportal: Was unsere Leser interessieren wird: Gibt
es Qualitätsunterschiede zwischen asiatischen und deutschen
Modulen?
Schüßler: Wir haben ein eigenes Testlabor, wo wir einige Hundert
Module bereits getestet haben, und es gibt keinen substanziellen
offensichtlichen Unterschied zwischen chinesischen und
europäischen Modulen.
Das Anlegerportal: Wie sind die Produktionskosten eines deutschen
Herstellers (z. B. aleo solar) im Vergleich zu einem asiatischen
Player?
Schüßler: Asiatische Hersteller produzieren meist zu geringeren
Kosten. Die Prozesskosten, um aus einer Zelle ein Modul zu
fertigen, lagen im 1. Quartal 2008 zum Beispiel bei aleo solar
bei ungefähr 0,87 USD pro Watt, beim chinesischen Hersteller
Suntech bei ca. 0,53 USD/Watt.
Das Anlegerportal: Wie groß ist denn der Marktanteil chinesischer
Unternehmen?
Schüßler: Im Jahr 2008 kamen rund 33% aller weltweit gefertigten
Solarzellen aus China, rund 19% aus Deutschland. 2007
kamen 28% aus China und 21% aus Deutschland.
Das Anlegerportal: Wie man aktuell hört, soll es auch zu einem
Arbeitsplatzabbau im Solarbereich kommen. Wie ist Ihre Einschätzung?
Schüßler: Auf der einen Seite werden sich möglicherweise die
Arbeitsplätze, an denen jemand an einer Maschine steht, die
massenweise Solarzellen oder Module produziert, vor allen
Dingen in Asien, Niedriglohnländern oder Ländern mit besonders
günstigen Steuern befinden. Auf der anderen Seite besteht
ein Großteil der Arbeit bis zur fertig installierten Solaranlage
gerade in der Installation der Solaranlage, und das sind Arbeitsplätze,
die sich absolut nicht verlagern lassen können, sondern
die weiterhin natürlich in Deutschland bleiben werden.
Das Anlegerportal: Herr Schüßler, wir danken Ihnen für das
Gespräch.
Das ganze Interview mit aktueller Einschätzung zu „Desertec“
lesen Sie auf
www.das-anlegerportal.de/interviews.htmDas Anlegerportal-Interview: Bernd Schüßler ist Pressesprecher bei der
PHOTON Europe GmbH. PHOTON ist ein monatliches Solarstrom-
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mit Informationen zu Politik, Forschung, Förderung und Betrieb.