Es gibt (abgesehen von den Produktionsbedingungen, rein auf das Produkt bezogen) zwei wesentliche Qualitätsmerkmale bei Steviaprodukten
1) Reinheitsgrad (Gesamtsteviolglycosidgehalt) dieser muss in Europa >95% sein. In anderen Regionen teilweise weniger z.b. nur 80% in Japan. Die restliche 5% sind ganz überwiegend nicht süßende bestandteile der Steviapflanze. Je höher der Reinheitsgrad, desto teurer die Herstellung und somit das Produkt.
2) Die Zusamensetzung der 95% Steviolglycoside.
Je weiter man sich von der natürlichen Zusammensetzung der Steviapflanze entfernt, desto teurer wird es. Der Grund für häufig gewünschte hohe Reb A Anteile liegt darin, dass Reb A von den Hauptsteviolglycosiden isoliert betrachtet den geringsten bitteren NAchgeschmack und eine sehr hohe Süßkraft hat. Ein Reb A 95% isolat muss aber in der Herstellung nicht zwangsläufig teurer sein als z.b. ein Steviosid 95% isolat, da REb A im Vergleich zu den anderen Steviolglycosiden zu relativ hohen Konzentratinen in der Pflanze vorkommt (zusammen mit Steviosid).. Darüber hinaus werden Pflanzen mit extra hohen reb a gehältern gezüchtet, da Reb A ja das beliebtestes Steviolglycosid ist. Richtig teuer wird es wenn man super minor Steviolglycoside, wie z.b. reb D oder Reb X aufkonzentrieren will. Glycosylstevia (wie z.B. das von Now foods) ist auch etwas teurer, da ein zusätzlicher techonolgoscher Schritt notwendig ist. WEnn ein Produkt nun z.B. mit 98% Reb A Anteil beworben wird, muss man erst mal gucken, ob sich das auf den Gesamtgehalt des Pulvers bezieht, oder nur auf den Steviolglycosidanteil.
Leider sind selbst 99%ige Reb A Isolate nicht völlig frei von bitterem NAchgeschmack, um das wegzubekommen brauchst du einen Taste optimizer dazu.
Ein Produkt mit 99,8% Reb A lässt sich analytisch nicht von einem PRodukt mit 99,0% Reb A unterscheiden. du kannst es gern anders sehen, ich weiß es ;)