Geht man auf die homepage von Wild, dann findet sich auf der Startseite ganz zentral "HOTTEST WILD INGREDIENTS: Sunwin Stevia™ - Hochwertige Stevia-Süßung für Lebensmittel und Getränke ". www.wild.de/wild/opencms/de/ Stevia wird also als der angesagteste Inhaltsstoff angesehen.
Im Mannheimer Morgen berichtet Wild-Produktmanagerin Silke Ortmann: "Es ist ein wachsendes Segment mit einem großen Potenzial. Es gebe aktuell viele Kundenanfragen und viele Projekte, die Zahl der Stevia-Produkte, die neu auf den Markt kommen, wachse stetig. Und der Anteil von Wild als Anbieter von Stevia-Süßungen sei sehr zufriedenstellend." www.morgenweb.de/nachrichten/wirtschaft/wild-sieht-gr… Das Ganze ist aus Sicht von Wild also nicht nur Zukunftsmarkt, sondern die aktuelle Umsetzung scheint schon sehr erfolgreich zu sein.
Hans-Peter Wild berichtet, dass die Kriegskasse gut gefüllt ist. Zusammen mit KKR wird untersucht, welche Akquisitionen getätigt werden. Es geht dabei um die regionale Expansion des Unternehmens in den stark wachsenden Schwellenländern China, Brasilien und Indien. www.wild.de/Zeitungsartikel_RNZ_14072012.pdf Man hat also einen Zukunftsmarkt mit grossem Potenzial, integriert Stevia sehr populär in die PR und Produktpalette von Wild und hat 250 Mio EUR für Aquisitionen auf der hohen Kante.
Betrachtet man nun die Beteiligung von Wild an Sunwin, dann ist festzustellen, dass sich Wild immer mehr Anteile von Sunwin aneignet. www.wild.de/wild/opencms/de/service/press_room/news/s…
All diese Facts lassen doch nur auf eines schliessen: Wild wird sich über kurz oder lang Sunwin komplett einverleiben. Sämtliche bisher getätigten Schritte gehen genau in diese Richtung. Und da muss man gar nicht im Detail suchen - das steht ja alles sehr populär im Internet.
Und das Ganze geschieht strategisch auf der operativen Ebene mit einer Menge Knowhow von Wild, und finanztechnisch haben sie mit KKR einen absolut skrupellosen und hoch professionellen Finanzjongleur an der Hand. KKR könnte - wie schon früher spekuliert - der Manipulator am Finanzmarkt sein. Mit dem immensem Fundus an Shares, über den Wild/KKR verfügt, ist der Markt leicht zu manipulieren. Man bedient zum gefragten Zeitpunkt den Markt mit eigenen Aktien, verhindert so ein Ansteigen des Kurses, und wenn Pakete geschmissen werden sammelt man wieder ein. Schmeissen und Sammeln muss da gar nicht dazu dienen, das eigene Depot zu vergrössern - es soll lediglich der Kurs und somit der Preis gedrückt werden. Am Ende ist sowohl Kurs wie auch Handelsvolumen kaputt. Ob man da nun 2 Mio mehr oder weniger Aktien besitzt spielt keine Rolle. Wenn am Ende viele Mio Aktien für einen deutlich geringeren Kurs übernommen werden können ist das Ziel erreicht.
Dazu passt übrigens auch, dass Sunwin 0 IR betreibt. Das würde den Kurs ja nur nach oben treiben und ist somit der Sache nicht dienlich.
Auch unsere ständigen Störenfriede passen da sehr gut ins Konzept. Einer von denen ist immer an Bord, es wird eigentlich permanent gabashed. Auffallend ist, dass bei der ganzen Sache in der Regel entweder persönlich beleidigt wird, oder es geht um das Verdrehen von Sunwins Zahlen. Das Produkt Stevia wird nie in Frage gestellt. Als Dauermiesepeter könnte man da ja auch gut mal behaupten, dass uns Stevia eines Tages alle umbrigen wird. Stevia ist aber immer in Ordnung - es hat angeblich nur nie etwas mit Sunwin zu tun.
Das haupsächliche Argument, weshalb es vllt doch nicht zu einer Übernahme kommen könnte, war immer: wieso sollten die Chinesen verkaufen? Aber hier ist die Antwort doch eigentlich ganz einfach: weil man ihnen eine Menge Geld bietet. In Kombination dazu könnte man den entscheidenden Köpfen auch noch lukrative Jobs bei der Wild-Tochter Sunwin anbieten. Für Zhang & Co wäre alles wie gehabt, ausser dass sie viele Mio mehr auf dem Konto hätten und das unternehmerische Risiko trägt Wild.
Und ganz am Schluss steht da nun die Frage: was würde das für uns Kleinanleger bedeuten? Ich bin da eigentlich ganz zuversichtlich. Es würde sicherlich noch eine ganze Weile versucht, uns unsere Shares abzuschwatzen. Da haben die auch sicherlich noch diverse Erfolge dabei. Gleichzeitig könnte uns das zeitweise weiter unseren Kurs kosten. Da es aber kaum zu einer Not wie einer Insolvenz oder ähnlichem kommen wird sehe ich da nicht den Punkt, wo man zwangsläufig ein Übernahmeangebot annehmen müsste. Und das würde bedeuten, dass wird ganz am Ende ein Phänomen "Porsche" haben könnten. Es gibt keine Aktien auf dem Markt, aber eine unbedingte Nachfrage. Und dann haben wir endlich unser "Peng". Und zwar gewaltig.