Arnswald legt Studie zum Anlageverhalten deutscher Fondsmanager vor
Frankfurt (vwd) - Torsten Arnwald, Volkswirt der Deutschen Bundesbank, hat eine Studie zum Anlageverhalten deutscher Aktienfondsmanager vorgelegt. Die Studie basiere auf einer breit angelegten, repräsentativen schriftlichen Befragung von Aktienfondsmanager, die im Sommer 2000 durchgeführt worden sei, teilte Arnswald am Dienstag mit. An der Studie hätten sich 278 Fondsmanager (52 Prozent) aus nahezu allen in Frage kommenden Investmentgesellschaften mit Sitz in Deutschland (60 von 62) beteiligt. Die Fondsmananger seien zu ihren grundlegenden Ansichten sowie ihren Praktiken befragt worden, um Investmentprozesse institutioneller Anleger zu ergründen.
Aus den gewonnene Daten über das Investitionsverhalten hätten drei Hauptgruppen von Anlegern festgestellt werden können: die sogenannten Fundamentalisten, Taktiker und Methodiker. Allen Gruppen gemeinsam sei das vorrangige Ziel, überdurchschnittliche Anlagerenditen zu erzielen. Dabei dominiere zugleich die Vorstellung, dass Marktpreise auf neue Informationen nur träge reagierten, heißt es weiter. Den Angaben der Fondsmanager zufolge greifen diese auch auf solche Informationsquellen zurück, die für Anlageentscheidungen bestätigend wirkten und so Ansteckungseffekte wie Befürchtungen und Euphorien übertragen könnten. Desweiteren besäßen die Fondsmanager eine ausgeprägte Vorliebe für "Erfolgs"-Aktien und Aktien, denen die Aufmerksamkeit im Markt gelte.
Der bloße Eingang von Nachrichten aus dem Unternehmenssektor oder Revisionen
von Analystenschätzungen würden durchweg als ebenso starke Handelsimpulse
betrachtet wie die Wahrnehmung grundlegend fehl bewerteter Aktienkurse selbst. Darüber hinaus zeige sich, dass sogar die Fundamentalisten, die für eine den Markt stabilisierende Arbitrage am ehsten in Frage kämen, in erheblichen Maße durch begrenzte Zeithorizonte und die Furcht vor Kursschwankungen eingeengt seien, heißte es weiter.
Die Studie ist als Diskussionspapier des Forschungszentrums der Deutschen
Bundesbank veröffentlicht worden www.bundesbank.de/de/monatsbericht/pdf/disk0801.pdf).
vwd/12/24.4.2001/sam
Frankfurt (vwd) - Torsten Arnwald, Volkswirt der Deutschen Bundesbank, hat eine Studie zum Anlageverhalten deutscher Aktienfondsmanager vorgelegt. Die Studie basiere auf einer breit angelegten, repräsentativen schriftlichen Befragung von Aktienfondsmanager, die im Sommer 2000 durchgeführt worden sei, teilte Arnswald am Dienstag mit. An der Studie hätten sich 278 Fondsmanager (52 Prozent) aus nahezu allen in Frage kommenden Investmentgesellschaften mit Sitz in Deutschland (60 von 62) beteiligt. Die Fondsmananger seien zu ihren grundlegenden Ansichten sowie ihren Praktiken befragt worden, um Investmentprozesse institutioneller Anleger zu ergründen.
Aus den gewonnene Daten über das Investitionsverhalten hätten drei Hauptgruppen von Anlegern festgestellt werden können: die sogenannten Fundamentalisten, Taktiker und Methodiker. Allen Gruppen gemeinsam sei das vorrangige Ziel, überdurchschnittliche Anlagerenditen zu erzielen. Dabei dominiere zugleich die Vorstellung, dass Marktpreise auf neue Informationen nur träge reagierten, heißt es weiter. Den Angaben der Fondsmanager zufolge greifen diese auch auf solche Informationsquellen zurück, die für Anlageentscheidungen bestätigend wirkten und so Ansteckungseffekte wie Befürchtungen und Euphorien übertragen könnten. Desweiteren besäßen die Fondsmanager eine ausgeprägte Vorliebe für "Erfolgs"-Aktien und Aktien, denen die Aufmerksamkeit im Markt gelte.
Der bloße Eingang von Nachrichten aus dem Unternehmenssektor oder Revisionen
von Analystenschätzungen würden durchweg als ebenso starke Handelsimpulse
betrachtet wie die Wahrnehmung grundlegend fehl bewerteter Aktienkurse selbst. Darüber hinaus zeige sich, dass sogar die Fundamentalisten, die für eine den Markt stabilisierende Arbitrage am ehsten in Frage kämen, in erheblichen Maße durch begrenzte Zeithorizonte und die Furcht vor Kursschwankungen eingeengt seien, heißte es weiter.
Die Studie ist als Diskussionspapier des Forschungszentrums der Deutschen
Bundesbank veröffentlicht worden www.bundesbank.de/de/monatsbericht/pdf/disk0801.pdf).
vwd/12/24.4.2001/sam