Lieber @Damage,
ich halte auch nichts von substanzlosen Postings ala "Steinhoff ist Schrottaktie" oder "Steinhoff ist Free Lunch".
Ich versuche immer eine Aktie vernünftig zu bewerten, und dann meine Einschätzung für mich zu treffen.
Meine Grundannahme ist derzeit - für einen moderaten Turdaround -, dass SNH bis Ende 2021 mindestens einen Mehrwert von ca 2 - 2.5 Mrd Eur generieren müsste. Zusätzlich sollte das GJ 19/20 zumindest mit einer roten 0 abgeschlossen werden. Beides kein Selbstläufer.
Den Mehrwert schafft man nur durch operativen Erfolg der einzelnen Beteiligungen, im Einzelnen
Pepkor EU: Ich hatte bereits geschrieben , dass ich eine 25% Abgabe durch ein IPO befürworten würde, WENN der kolpertierte Wert erreichbar ist, weil es meiner Ansicht nach direkt der Schuldenreduktion dienen könnte (ja @Dirty ich bin hier optimistischer als du, erklär das aber später). Ich halte allerdings auch die Bewertung von 4 Mrd Eur schon als sehr hoch, insbesondere wenn man nur die Börse Warschau betrachtet.
Mattress Firm: Ich bin mir beim letzten Quartalsbericht im Kontext des CH11 nicht ganz im Klarem, ob man im Rahmen des eigenen Business Plans sich bewegt. Ich schwanke hier zwischen beiden Aussagen "Man versucht in einem gesättigtem Markt zu optimieren" oder "Man baut erst jetzt sein Sortiment um, obwohl man die Kreditlinien schon jetzt stark in Anspruch genommen hat"
Conforama: Ein Unternehmen, das kaum einschätzbar ist.
Pepkor ZA: Zwar Grundsolide, aber abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung in ZA.
Leider verweigert sich SNH auch einer Analyse durch die Öffentlichkeit, indem man noch immer versucht Zahlen möglichst spät zu veröffentlichen. Ein Jahresbericht Ende April 2020 für dieses Geschäftsjahr, immer noch keine Berichte zur Afrika Holding SHFF und die Trickserei die Zahlen der Steinhoff Uk Holding Limited für 18 bis in den Dezember 19 zu verschieben. Dies alles schafft keine Transparenz. Vielmehr scheint es um die Frage eines positiven going concern zu gehen.
@Dirty: Aus meiner Sicht könnte der Erlös eines 25% IPO's durchaus zur Schuldenreduktion verwendet werden. Das dazu heranzuziehende Dokument befindet sich auf Ebene der Steinhoff UK Holdings Limited ( beta.companieshouse.gov.uk/company/03738136/filing-history , 11/10/19)
Dein Verweis bezieht sich eher auf die Sicherung der operativen Gläubiger von Pepco. Diese - ich nenne sie mal Gesamtschuldnerische Haftung der Pepco Beteiligungen dient vor allem der Sicherung der Ansprüche der Gläubiger, die operativ das Geld zur Verfügung gestellt haben. Diese Sicherung ist im Prinzip auch nichts ungewöhnliches und war aus deren Sicht auch notwendig, um zu verhindern, dass die Gläubiger der SEAG Anspruch auf Teile der Pepko im Vorrang geltend machen könnten.