Übrigens, wir kommen von 3,6 Cent. Demnach wurde der Kurs auf 11 und 12 Cent hochgekauft und nicht hochverkauft.
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Für mich ein Knackpunkt der hier in der Diskussion völlig übersehen wird, das wesentliche Eck an dem Conservatorium einhakt.
Im ersten Settlementvorschlag hatte SH drin stehen, dass der Vergleichsbetrag an Wiesfarm/Tibault/Titan... nur ausgezahlt wird, wenn der Anspruch von einer anderen Partei nicht strittig gemacht wird.
Im zweiten Settlementvorschlag ist nun die uneingeschränkte Auszahlung an das "Wiese-Lager" festgeschrieben. Conservatorum argumentiert da mit (geheimen) Verhandlungen zwischen den Parteien die wiederum in einer Erpressung SHs durch das "Wiese-Lager" gipfeln.
Ich empfehle euch ab ca. Punkt 50 im Urteil zu lesen.
Hier ein kurzer Auszug wie heftig Conservatorium und das "Wiese-Lager" miteinander(auf SHs Kosten) fighten. (mM der Grund warum trotz der eigentlich ausreiichenden Zustimmungsquote SH in NL kein WHOA sonder ein SoP durchzieht und SA gerade noch keine "g'mahte Wies'n" ist)
"....
66, Bevor ich fortfahre, sollte ich auf einen anderen Teil des Hintergrunds hinweisen, auf den sich Conservatorium beruft.
67, Wie bereits erwähnt, wurde das Second Term Sheet am 9. Oktober 2020 in Umlauf gebracht. Als Teil ihrer Anfechtung lenkte Conservatorium die Aufmerksamkeit auf eine E-Mail, die zwei Tage zuvor von Herrn Tinus Slabber, der "im Namen von Dr. Christo Wiese und der Titan Group of Companies (zu der Thibault gehört)" beauftragt war, an Linklaters LLP geschickt wurde. Ich sollte hinzufügen, dass die E-Mail an verschiedene andere Empfänger kopiert wurde, einschließlich der Berater von Conservatorium, Quinn Emanuel. Herr Slabber bezog sich auf laufende Verhandlungen mit einer Reihe von Parteien und sagte dann, dass, obwohl seine Klienten "bereit waren, Leistungen zu akzeptieren, die wesentlich geringer sind als die, die im Falle einer Auflösung/Liquidation anfallen, um eine globale Einigung zu erzielen", andere Parteien nicht kooperativ gewesen seien und seine Klienten daher nun beabsichtigten, "ihre Ansprüche bis zum besten Ergebnis zu verfolgen". Er fügte dann jedoch Folgendes hinzu:
"Ungeachtet dessen und aus Höflichkeit wird Steinhoff bis zum 30. November 2020 Zeit eingeräumt (unter der Bedingung der Zahlung von weiteren 20 Mio. Euro), um verbindliche schriftliche Vergleiche zu schließen, die die Umsetzung eines globalen Steinhoff-Vergleichs ermöglichen, und diese Vergleiche müssen insbesondere alle Angelegenheiten einschließen, die Conservatorium, Thibault, Titan und Upington sowie die Familie Wiese und ihre Unternehmen betreffen, und sie werden die Zahlung an meine Mandanten (ob in einem s. 155 oder anderweitig) ohne Anfechtung, Einbehaltung und/oder Abzug erzwingen. Andernfalls werden meine Mandanten den aktuellen Vorschlag nicht weiterverfolgen und auf ihrer anteiligen Beteiligung an allen Ansprüchen bestehen (wobei akzeptiert wird, dass SIHPL und NV am Ende in Liquidation gehen und eine anteilige Verteilung an konkurrierende Gläubiger vornehmen müssen)."
68, Conservatorium sagt, dass die Forderung von Herrn Slabber ("diese Vergleiche müssen ... die Zahlung an meine Mandanten erzwingen ... frei von Anfechtung, Einbehaltung und/oder Abzug") mit dem überarbeiteten Vorschlag im Second Term Sheet bezüglich der Thibault-Forderung zusammenhängen muss. Tatsächlich müsse es sich bei dem geänderten Vorschlag um ein Nachgeben der Gesellschaft gegenüber der Forderung von Herrn Slabber handeln, die durch die Drohung seiner Mandanten gestützt wurde, daß sie den Steinhoff Globalvergleich nicht unterstützen würden, wenn ihre Forderung nicht erfüllt würde, und daß sie eine Liquidation als Alternative in Betracht ziehen würden. Sie sagen, dass der überarbeitete Vorschlag nicht auf einer prinzipiellen Bewertung der relativen Vorzüge des Eigentumsanspruchs von Conservatorium gegenüber dem Eigentumsanspruch von Thibault basiert, sondern stattdessen eine prinzipienlose und zynische Reaktion des Unternehmens auf das Getue eines seiner Hauptgläubiger darstellt:....."
Natürlich ist das auch ein Teil standardmässigen anwaltlichen Säbelrasselns, dennoch läss es tief blicken. Und ich sehe da echt nix mit "Asche auf mein Haupt" - im Gegenteil.
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