Quelle:
www.deraktionaer.de/aktien-deutschland/...nahme-perfekt--17647759.htm
Jochen Kauper
Medienberichten zu Folge steht die Übernahme der insolventen Solarfirma Solon durch Microsol kurz bevor. Die Solon-Aktie legt einen Freudensprung hin. Wie sollten Anleger reagieren?
Es gibt wieder Hoffnung für die leidgeplagten Aktionäre der Berliner Solarfirma Solon. Wie der Tagesspiegel berichtet, hat Microsol mit Sitz im arabischen Emirat Fudschaira beim Bundeskartellamt die Übernahme von Solons Fotovoltaiksparte angemeldet. Nach Informationen der Deutschen Presse Agentur dpa hat der Solarkonzern Microsol zugesagt, für Gewährleistungs-und Garantieversprechen für Verkäufe ab Januar einzutreten, sofern Solon dazu nicht in der Lage sein.
Mehrere Interessenten
Zuletzt hatte Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg berichtet, dass es für Solon gleich mehrere Interessenten gäbe. Solo hatte Mitte Dezember Insolvenz angemeldet. Unbestätigten Medienberichten war Microsol schon vor der Insolvenz an Solon interessiert
Insolvenzverwalter optimistisch
Weiterhin hatte Wienberg zuletzt betont, Solon habe eine starke, eingeführte Marke und ein professionelles, funktionierendes Vertriebsnetz. "Ich sehe deshalb durchaus Chancen, einen starken Partner für Solon zu finden, der bereit ist, in die Zukunft zu investieren", so Wienberg abschließend. Solon beschäftigt in Berlin rund 500 Mitarbeiter. Außerdem sind von der Pleite 21 Arbeitsplätze in Greifswald in Vorpommern bedroht, wo das Unternehmen zeitweise auch bis zu 300 Leiharbeiter beschäftigte. Entlassungen wurden bislang nicht ausgesprochen, wie Wienberg mitteilte. Für Januar und Februar seien die Lohn- und Gehaltszahlungen über das Insolvenzgeld gesichert.
Zockeraktie
Solon litt zuletzt unter der schwachen Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten sowie dem anhaltenden Preisdruck allen voran durch die Unternehmen aus China. Die Solon-Aktie springt am Montag um zeitweise 60 Prozent in die Höhe. Sehr risikobereite Anleger können ein Spiel riskieren. Diese müssen sich allerdings auf starke Schwankungen einstellen. Konservative Anleger meiden das Solon-Papier