Jedoch stehen halt die 15 Mio. € im Raum und die müssen laut der Süddeutschen im Februar noch bezahkt werden. SM kann die 15 Mio. € sicher nicht aufbringen und unter den 70 Interessierten scheint ja auch keiner dabei gewesen zu sein, der die 15 Mio. € sofort auf den Tisch legt und dann auch den 70%igen Anteil der STA gleich mitübenimmt. Somit hat sich dann wohl der Großteil 70 Kaufinteressenten "anscheinend wieder in Luft aufgelöst". Aber dafür kann der Böhm ja wohl nichts. SM hat ja kein Geld um die Avale auszulösen (darum ja die Insolvenz) und könnte auch nicht die laufenden Kosten für die US-Tochter STA bezahlen bis die Stromabnahmenverträge und die Genehmigungen unter Dach und Fach sind. Das kann ja noch zig Monate dauern.
So stellt sich doch die Lage ganz objektiv da. Ist natürlich eine verdammt schwierige Situaton für den Bohm. Vor allem unter dem Gesichtspunkt des enormen Zeitdrucks und der agnz offensichtlich fehlenden Alternativen zu Solarhybrid. Der Böhm hätte natürlich die Avale nicht auslösen können und die STA in Chapter 11 schicken können, aber dann wären wohl die US-Projekte wieder an die BLM zurück gefallen und somit komplett wertlos geworden.
Wir brauchen ja nicht großartig darüber zu diskutieen, dass der Deal Solarhybrid/US-Projekte absolut ein Geschmäckle hat. Ich habs schon im Mai hier geschrieben, als der Name Solarhybrid zu erstenmal aufgetaucht ist (der Großteil der Poster hier im Thread kannten Solahybrid damals wohl noch gar nicht), dass man das sehr skeptisch sehen muss. Ich war damals der einzigste der das kritisch gesehen hat.
Ist schon interessant, wenn man nochmal die Threadseiten ab Seite 124 durchliest. Diese Meldung war das eingeläutete Ende von den US-Projekten und genau deshalb kann man den Wolff packen.
Die Sache mit Solarhybrid war von Anfang an sehr dubios, aber jetzt das auf den Böhm zu schieben ist dann schon sehr naiv. Nochmal: Hätte es einen Interessenten gegeben, der ernsthaft an den US-Projekten interessiert gewesen wäre und 15 Mio. € quasi sofort auf den Tisch gelegt hätte und dann auch noch den 70%igen Anteil der STA übernehmen musste, dann hätte der sich längst über die Medien zu Wort gemeldet, dass er vom Böhm nicht fair behandelt wurde. Selbst Verschwörungsfanatiker ala Energiewende können das nicht ignorieren.
Wenn ich da mal meine alten Posts so durchlese zu dem Thema Solarhybrid/SM, dann habe ich damals den Nagel voll auf den Kopf getroffen. Hier meine Post (# 3095) zu der Solahybridmeldung vom 9.5.:
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@Energiewende
Das ist ein Argument: "Ich kann Ulm verstehen, dass er nicht in Begeisterung ausbricht, nachdem er ausgestoppt wurde und der Kurs um diese Marke rumdümpelt." Dir ist schon auch klar, dass man jeden Tag SM-Aktien kaufen kann ???
Es geht mir auch nicht darum, dass SM durch den "Einstieg" in PV flexibler wird, es geht mir eher um die Konsequenz was das im Endeffekt für SM bedeutet. Ich hätte null Probleme wenn es da um 50 bis 100 MW an PV gehen würde, aber offensichtlich geht das aber um 500 MW an zwei US-Projekten, die eigntlich für CSP gedacht waren. Das ist mein Problem und vor allem warum jetzt auf einmal dieser Strategieweschel ?? Es gab bis jetzt überhaupt noch keine Andeutungen von SM bezüglich PV und das macht mich dann schon etwas stutzig. Dann kommt ja noch hinzu, dass SM mit Solarhybrid alles andere als ein großes und finanzkräftiges Unternehmen als Partner nimmt. Wenn es da wirklich um 500 MW ginge (rd. 1,3 Mrd. € Umsatz), dann hätte SM einen ganz anderen Partner finden können oder warum hat SM nicht gleich ihre für PV vorgesehene Projekte direkt verkauft ohne Umwege über einen Joint Venture. Diese nicht vorhandene Transparenz stört mich.
Übrigens, Solarhybird ist auch nicht im Prime Standard, sondern nur im Freiverkehr wie SM. Zudem war der liebe Herr Bosler mit Solarhybrid noch recht eng verbandelt.
Außerdem kommt zur US-Tochter wieder ein Joint Venture dazu. An der US-Tochter hält SM eh nur 70%. Somit dürfte SM gerade mal so um die 35% direkt an dem Joint Venture halten. Auch damit habe ich ein Problem, denn letztendlich kann man dieses Joint Venture auch als eine Art von Kapitalerhöhung sehen.
Ich bin jetzt schon sehr lange an SM dran, aber dieses Joint Venture mit Solarhybrid kann ich absolut nicht nachvollziehen. Von Transparenz ist da überhaupt nichts zu erkennen. Ist ja leider bei SM nicht das erstmal. Wenn SM wenigstens einen US-Projektierer mit Namen genommen hätte als Partner oder einen großen deutschen PV-Projektierer mit US-Erfahrungen wie juwi oder Gehrlicher, aber ausgerechnet ein kleiner Projektier, der so gut wie kaum finanziellen Spielraum, über null US-Erfahrung verfügt und dann auch ein große Nähre zu Bosler hatte. Das mit Solarhybrid ist meiner Meinung nach alles andere als schön. Das hat aber prinzipiell nichts mit PV zu tun, denn ich verdiene ein Teil meines Geldes mit PV und ich denke mal ich kenne mich in der PV-Branche bestens aus. Hoffen wir mal, dass das geplante Blythe CSP-Kraftwerk nicht in einen Solarpark umgeswitcht wird. Das wäre dann das Fiasko schlechthin.
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