Wahrscheinlich der, der die alternativen Energien als neumodischen, sinnlosen Kram irgendwelcher Ökospinner abtut und zu 100 % auf Atom, Kohle und Gas setzt!
Natürlich muß unterschieden werden und nicht alles, wo "alternativ" draufsteht, ist auch gut. Die angesprochenen Biokraftstoffe gehören wohl eher nicht in diese Kategorie. Die Photovoltaik und Solarthermie aber sehr wohl. Durch beide steigen die Preise weder für Lebensmittel noch für Möbel oder sonst was. Die Energie ist überall vorhanden und kann dezentral (!) genutzt werden.
Zu den 15 % Einsparpotenzial: Ich habe in Frankreich was von 40 % gelesen, die für die Warmwasserbereitung und die Heizungsunterstützung eingespart werden können, das klingt schon mal ganz anders. Natürlich kommt es auf die Fläche und die Ausrichtung an. Hier habe ich jedoch auch schon ein Gestell gesehen, das am Haus befestigt wird, so daß die solarthermische Anlage optimal ausgerichtet werden kann. Das sieht zwar nicht top aus, doch spielt der ästhetische Aspekt m.E. nur eine untergeordnete Rolle, wenn tatsächlich 40 % eingespart werden können (das Gestell müßte wohl nur in seltenen Fällen am Giebel angebracht werden). Bei diesem Potenzial muß die konventionelle Wärmeerzeugung sicher nicht in gleicher Größe vorhanden sein. Nach meinem Wissen wäre die Solarthermie schon jetzt ohne Zuschüsse konkurrenzfähig.
Die Subventionen sind zum jetzigen Zeitpunkt bei der PV in jedem Fall sinnvoll, da sonst nur Idealisten auf die Idee kämen, sich eine PV-Anlage installieren zu lassen. So entstehen Skaleneffekte, die letztlich auch zu niedrigeren Preisen führen werden. Laut Aussagen von Asbeck, Kelly (CEO von Worldwater) u.a. werden die PV-Anlagen früher ohne Zuschüsse auskommen, als die meisten Leute glauben. In ein paar Jahren sieht die Sache schon ganz anders aus. Und wenn die Grid-Parity erreicht ist, geht die Party erst richtig los!
Ich kann abschließend bei Solarworld keine "ausgeprägte Kurspflegepolitik" erkennen. Im Hintergrund laufen mit Sicherheit viele äußerst positive Aktivitäten, bis jetzt ist aber nichts veröffentlicht worden. Der jüngste Kursanstieg erfolgte ohne neue Nachrichten. "Kaum Investitionen"? Asbeck hat die Fabrik in Hillsboro für schlappe 30 Mio. gekauft und steckt noch mal 300 Mio. rein. Das ist doch betriebswirtschaftlich allererste Sahne, wenn man bedenkt, daß Komatsu da 600 Mio. reingesteckt hat? Allerdings weiß ich nicht, was Komatsu für Stümper in der Vorstandsetage sitzen hat, wenn die für so viel Geld eine Produktionsanlage ganz in der Nähe von Intel hochziehen und dann nicht in der Lage sind, das Werk zu betreiben!? Weitere Investitionen werden/wurden in Camarillo/Kalifornien, Freiberg und Rheinfelden getätigt (fällt mir so auf Anhieb ein, wahrscheinlich gibt's noch mehr Orte).
Mein Fazit: Asbeck macht das schon!:-)