Zeitpunkt: 01.09.11 10:26
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"Andere Unternehmen sehen sich aber zu Unrecht an den Pranger gestellt, wie Orient Paper. Dundee-Analyst Kelertas sagt, dass MuddyWaters von Orient Paper 300.000 Dollar für einen positiven Research-Bericht verlangte. Als das Unternehmen nicht zahlte, veröffentlichte MuddyWaters kurze Zeit später einen Bericht, der das Unternehmen als Betrug bezeichnete und die Aktie regelrecht abschoss. Laut Kelertas habe Orient Paper seitdem jeden der Vorwürfe widerlegen und auch PWC habe dies in einer Untersuchung bestätigt."
Es wäre schön, wenn (nicht nur) die im Forum schreibenden User ein gewisses Mindestniveau einhalten und nach Möglichkeit inhaltlich relevante Äußerungen von sich geben könnten. Die Verwendung von Fäkalvokabular, das Angeben von sinnfreien Links und implizite Beleidigungen zeugen eher von spätpubertären Verhaltensmustern als von sachlicher Auseinandersetzung mit Themen in einem Finanzportal.
Momentan kann über den wirklichen Wert des Unternehmens und die tatsächlichen Dimensionen des Betruges nur spekuliert werden.
Nach Bekanntgabe der Anschuldigungen von Muddy Waters gab es Experten, die sich dieser Anschuldigungen angenommen haben und diese auch zum Teil entkräftigen konnten. Dies dürfte mit ein Grund gewesen sein, warum doch etliche im Zeitraum Juni - August in Sino Forest eingestiegen sind.
wie war.
Betrug kann man sich nicht immer entziehen, einer gefälschten Bilanz sieht man nicht an, dass der grösste Anteil der "Bäume" wahrscheinlich nur auf dem Papier bestehen etc.
Ein Investment in Sino vor Muddy Waters kann ich deshalb verstehen, nach Muddy Water..Na ja.
Sowas passiert einem Investor in einem Leben mindestens einmal, nur lernt er draus, vor allem wenn - wie Du richtig erwähnst - immer neue und noch gravierendere Tatbestände und Vorwürfe zum Vorschein kommen.
Dass die Auditiors (noch nicht zurückgetreten, haben offensichtlich ehemalige Angestellte auch im Board von Sino) und vor allem auch Emmissionsbroker/banken schweigen, sollte Angesicht von Milliardenforderungen und Class Action Suits verständlich sein. Die haben ein echtes Problem und müssen verzweifelt versuchen, aus diesem Desaster herauszukommen. Trotzdem hat es einige Unbedarfte in diesem Board, die deren Namen noch als "Garantie" im Sinne von "es wird alles Gut" verwenden.
Nun ja, wie hat einer hier geschrieben? "Soviel Börsenwert wie VW erwarte ich ja nicht...aber" Ja, was denn, "aber ein bisschen wie VW..?".. Was für kanke Vorstellungen.. Entweder pathologisch oder diese Dumbos haben soviel investiert, dass sie es sich wirklich nicht mehr erlauben können, klar zu denken.
Nun Sinoforest wird tatsächlich eines werden: Der grösste Betrugsfall einer chinesischen Reverse Takeover und - ich glaube das ist auch ein First - vermutlich die ersten wirklichen Gefängnisstrafen für involvierte. Das ist ja immerhin etwas.
Und einige die hier noch ein funktionierendes Gehirn haben, werden vielleicht nicht dazukaufen, sollte es - sehr unwahrscheinlich - nochmals möglich sein.
das sind garantiert die letzten Zuckungen.
Ich vermute übrigens, dass OSC den endgültigen Druchbruch mit Hilfe von PWC geschafft hat. Mein Verdacht (und wirklich nur meiner) ist, dass diese die offensichtlichen Bilanztricksereien als Betrug erkannt haben und damit eine Anzeigepflicht hatten.
Da bereits vorher staatliche chinesische Stellen grösste Zweifel an den angeblichen Baumbeständen von Sinoforest geäussert hatten und weder Sino noch Greenheart offensichtlich die Transportkapaziät für die logs hatten, dürfte dies gar nicht so schwierig gewesen sein.
Sehr neugierig bin ich vor allem, wie sich Ernst & Young aus der Henkerschlinge ziehen werden. Es ist schon erstaunlich, wie lange man blind sein kann, aber die Honorare werden vermutlich dabei geholfen haben. Sobald dies geschieht, dürfte das endgültige Aus für Sino eingeläutet sein. In den Schuhen von E&Y möchte ich jedenfalls nicht stecken.
Die nächste Zinszahlung auf Bonds hat am 21.10 zu erfolgen, ich gehe jedoch jede Wette ein, dass diese bis dann ohnehin in default sind.
ach so, noch was für alle Tagträumer
Trading halt für 15 Tage
das läuft nun so ab:
Hearing in den nächsten 2 Wochen. Dort wird für mehrere Wochen, vermutlich aber mehrere Monate vertagt. Der Trading halt wird bestehen bleiben, d.h. Sinoforest kann während Wochen, vermutlich Monaten, nicht mehr gehandelt werden.
Ihr habt also genügend Zeit um eure Wunden mal zu pflegen und euren Blutdruck zu senken.
Zahlen helfen zu verstehen:
E&Y Honorare
2008 $ 712.000
2009 $ 1.225.000
2010 $ 992.000
ich fürchte sie werden herausfinden, dass dies zuwenig war, um das Risiko abzudecken
Der Tonfall der Anschuldigungen vom MW war so herablassend und einige Anschuldigungen wurden bereits in der Vergangenheit entkräftet, dass man durchaus davon ausgehen konnte, dass MW falsch gelegen haben könnte. Wohlgemerkt könnte. Warum die Börsenaufsicht nicht bereits im Juni die Aktie vom Handel ausgesetzt hat, bleibt für mich rätselhaft - genauso warum Chandler so massiv eingestiegen ist. So wie es derzeit aussieht, wird es nicht allzu lange dauern bis aus "Sino Forest" "Zero Forest" wird.
Zunächst einmal ist zu konstatieren, dass bislang nichts bewiesen ist - vor allem nicht, was MuddyWaters an Vorwürfen erhoben hat. Hier ist schon dargestellt worden, dass MuddyWaters keine gute, eher eine schlechte Adresse ist, dieser short-Seller mit unsauberen Mitteln arbeitet und als Shorter längst schon sein Geld gemacht hat. Was Ernst & Young angeht: Das betrifft weniger die Firma Sino-Forest, sondern sehr viel mehr die Wirtschaftsprüfer und deren Renommee.
Wenn Hinweise aus dem Unternehmen heraus gekommen sind, PWC von dort Unterstützung erhalten hat, dann spricht auch das nicht gegen die Firma. - Holzhandel in China könnte, ja dürfte Zukunft haben, Sino-Forest kann gut weiterarbeiten. Das gilt besonders deshalb, weil ca, 60 % der Anteile in den Händen amerikan. Fonds bzw. des Chandler-Fonds sind. Wellington (Boston) wie auch Chandler (Singapor) werden Sino-Forest nicht so ohne weiteres fallen lassen, schon weil die Firma in einem Segment tätig ist, das im Hinblick auf die weltwirtschaftlichen Probleme allerorten solide Zukunft verspricht, u.zw. auch dann, wenn die Plantagen und Flächen kleiner sein sollten als in Jahresberichten ausgewiesen.
Der Insiderhandel des inzwischen entlassenen CEO Chan sowie weiterer Führungspersonen liegt in der Vergangenheit (bis 2007), hat also für die aktuelle Situation der Firma wenig bzw. gar keine Bedeutung. Für diesen Insiderhandel werden die Manager zu Verantwortung gezogen werden, aber die Firma Sino-Forest betrifft das nicht mehr. Diese hat noch am 17. August 2011 eine Anleihe / Bond komplett zurückgezahlt. - Alles in allem: Auch VW oder Siemens haben Affären durchgestanden, es kann durchaus sein, dass auch Sino-Forest als Unternehmen mit Unterstützung der Anteilseigner (60 %) eine gute Zukunft hat.
Offiziell ist der Handel für 15 Tage ausgesetzt. Soweit man hört, soll ein Hearing angesetzt werden, weil die juristische Diskussion ergeben hat, dass die Can. Aufsicht wohl nicht so ohne weiteres in ein Unternehmen "hineinregieren" und quasi justiziell tätig werden kann. So weit gehen die Aufsichtskompetenzen nicht - schon gar nicht ohne Hearing. Hier wird noch Einiges zu klären sein - auch was die Handhabung der Aufsicht angeht.
...sind gezogen, so dass für das Unternehmen selbst (zu 60 % in der Hand amerikan. u. asiatischer Fonds) eine Weiterarbeit und ein Neuanfang möglich ist. Die Kursaussetzung sollte ja - wie auf der Verlautbarung von sino-forest zu lesen - vor allen Dingen auch dem Schutz der shareholder (wohl der Fonds) dienen. Mal sehen..
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