#1358 Unglaublich, was gerade an den Börsen los ist.
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Wer einige Börsenjahre auf dem Buckel hat, der hat schon ganz andere Dinge erlebt ( z.B. 2000-2003 ist der DAX um 70% eingeknickt). Dagegen ist das Ganze gegenwärtig eher noch als nicht unüblich anzusehen. Im Kern wurde ja bei vielen Werten nur die absurde Gaga-Blase wieder abgebaut die sich nach dem Corona-Crash im März 2020 dann im Anschluß gebildet hatte und wo viele Werte absurd hohe Bewertungen dadurch bekamen und wo die Notenbanken die Perversionen immer weiter steigerten, die sie schon nach der Lehman Pleite /Euro Krise angefangen hatten. Wenn man, trotz real existierender Inflation, dann sogar nurnoch Minus-Zinsen bekam für seine Einlagen, dann hat halt jeder noch so unerfahren Bürger plötzlich sein Heil in Aktien gesucht, was dann eben zu der typischen Milchmädchen-Hausse führte ( wo ahnungslose Neulinge in blinder Gier bevorzugt den gerichtsbekannten Lemmingscheuchern ( wie z.B. die Förtsch-Truppe) nachliefen, weil man sich an den Rockzipfel am meisten hängen wollte, der einem die tollsten Dinge erzählte), die jetzt wieder abgebaut wird, weil die Inflation so hoch ist, daß auch die Notenbanken nicht länger davor die Augen verschließen können.
Im Kern sind es die Notenbanken die immer wieder durch falsche Zinspolitik diese Börsenblasen schaffen, weil die ihrer wahren Rolle nicht mehr nachkommen und in erster Linie willige Knechte von Politk sind anstatt unabhängig zu agieren. Wo waren denn da die Stimmen die sagten "unglaublich was an den Börsen abgeht" als Kurse unverhältnismäßig anzogen? Extreme Übertreibungen nimmt man gerne schnell als "normal" hin und den Abbau solcher Übertreibungen als unnormal. Aber das ist Börse. Das Pendel schwingt hin und her. Entsprechend muß man bei seinen Depotpositionen immer mit klaren SL bzw. Risikogrenzen arbeiten . d.h. die Verluste stets frühzeitig begrenzen anstatt immer weiter ins fallende Messer zu greifen und nur Branchen kaufen die auch für die jeweilige Börsenphase geeignet sind. Und man muß auch gegenwärtig differenzieren zwischen bestimmten Werten/ Branchen. Es gibt weiterhin noch genug Werte bei denen die Rückgänge garnicht sonderlich hoch sind und auf der anderen Seite gibt es eben die Werte, die bei jeder Börsenschwäche dafür bekannt sind überproportional abzuschmieren. Von daher meiden erfahrene Leute derartige Werte bis die Baisse ihren Boden finden bzw. klare Umkehrsignale wieder sichtbar werden.
Mit einem Blick auf die Vergangenheit bei Siltronic wäre es nicht sonderlich überraschend, wenn es auch diesmal in der noch immer laufenden Baisse wieder unter 50€ gehen würde, bevor man einen Boden findet. Muß man aber wie gesagt weiter beobachten und in erster Linie schauen, wie lange die Börse jetzt weiter braucht um den Boden in der Baisse zu finden. Kann auch sein der Kelch mit der U50 geht diesmal an der Aktie vorbei. Aber angesichts der gegenwärtig hohen Dynamik nach unten beim Siltronic-Kurs, ist das vielleicht nicht als die wahrscheinlichere Variante gegenwärtig anzusehen.
(Verkleinert auf 35%)

