Silber: Und die Geschichte wiederholt sich doch

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Silber: Und die Geschichte wiederholt sich doch Mond_1919
Mond_1919:

Silber: Und die Geschichte wiederholt sich doch

 
24.04.14 11:01
#1

Bevor ich auf den Silberpreis zu sprechen komme, möchte ich zuvor noch den Blick auf den DAX nach der Target-Trend-Methode richten:

Ich hatte vor Ostern geschrieben, dass der Einbruch des DAX mit einem Gap Down unter die 9.379er-Marke (roter Pfeil) ein bearishes Zeichen war und dass die Bullen erst an der schwarz-gestrichelten (Strich-Punkt) Linie wieder aufbegehren werden. Danach sollte es zu einem weiteren Abverkauf bis an die 8.896er Marke kommen.

 

Tatsächlich haben die Bullen ihren Widerstand an der Mittellinie begonnen. Doch war es nicht nur ein kurzes Aufbegehren. Nein, das bearishe Signal wurde durch ein bullishes wieder neutralisiert. Es kam eben wieder im Bereich dieser Linie zu einem Gap-Up (grüner Pfeil). Damit steht es erneut unentschieden.

Aktuell stoppt der Kurs an einer alten Trendlinie (grau gestrichelte Linie), die aber eher von untergeordneter Bedeutung ist.Auch wenn die Prognose nicht ganz korrekt war, ergeben sich die richtigen Signale

Obwohl es dieses Mal eine Art Fehlsignal war, zeigt sich doch, dass selbst in solchen Fällen die Target-Trend-Methode immer wieder Signale gibt, um analysieren zu können, was gerade geschieht. Die 9.379er Marke ist noch der klassischen Charttechnik lediglich ein untergeordneter Widerstand. Nach der Target-Trend-Methode ist sie jedoch höchst bedeutend und dieser Widerstand wird durch die beiden Gaps auf diesem Niveau deutlich bestätigt.

Auch nach der Target-Trend-Methode befindet sich der DAX in einer Seitwärtsbewegung, allerdings  zwischen der 9.862er und der 8.896er Marke. Hier muss ein Ausbruch entsprechend der vorgestern hier vorgestellten Analyse nach der klassischen Charttechnik erfolgen, bevor man weitere Prognosen erstellen kann.Silber, ein Rückblick

Ein Leser hat mich auf einen Steffens Daily aus dem Jahr 2011 aufmerksam gemacht, in dem ich auf den ersten Crash bei Silber eingegangen bin. Der Text hieß: „Der Crash im Silber hat historische Parallelen“. Ich verglich dort den ersten Einbruch:

mit dem Silbercrash aus dem Jahre 1980:

Auch wenn ich damals schrieb, dass das Hoch im Jahr 2011 nicht mehr so schnell überwunden werden wird, was sich als absolut richtig herausstellte, war ich mir nicht ganz so sicher, wie es mit dem Silberpreis weitergehen würde. Gestern kann ich Ihnen die Auflösung zeigen:

Die Charts verlaufen sehr ähnlich. Tatsächlich kam es 2011 zu dem zweiten Crash, ähnlich wie in den 1980er Jahren und diesem folgte eine Seitwärtsbewegung – auch das ist vergleichbar. Man hätte also diese Vorlage aus den 1980ern einfach für den weiteren Verlauf nutzen können. Das ist umso interessanter, da ich, wie Sie wissen, auch die aktuellen Situation an den Börsen bereits seit dem Jahr 2004 mit der großen Seitwärtsbewegung der 1960-80er Jahre vergleiche und daraus die bekannten Prognosen abgeleitet habe. Die Vergleichbarkeit zeigt sich also überall und daraus ergibt sich eben auch die Prognose eines langjährigen Aufwärtstrends im Aktienbereich. Das jedoch nur nebenbei.

Allerdings ging in dem 1980 Silber-Chart die Seitwärtsbewegung einfach weiter, während Silber in der aktuellen Situation eher noch einmal eine Ebene weiter abrutschte.Und wie geht es nun weiter mit Silber? Die Bedeutung der tieferen Hochs

Dazu der Tageschart:

Das auffallendste Merkmal in diesem Chart ist, dass Silber einfach jedes nachhaltigere Signal von Stärke verweigert. Die Aufwärtsbewegungen fallen immer schwächer aus und enden somit auf immer tieferen Niveaus. Es bilden sich also „tiefere Hochs“.

Das heißt nichts anderes, als dass die Käufer gegen den offensichtlich immer noch starken Verkaufsdruck nicht ankommen. Es ist somit ein deutliches Zeichen von Schwäche. Und so bildet sich in den vergangenen Monaten ein absteigendes Dreieck aus (blaue Linie und blaues Rechteck), wie es so typisch bei tieferen Hochs ist. Und dieses absteigende Dreieck ist nach der der klassischen Charttechnik eine bearishe Formation.

Im Moment hält sich der Silberpreis in der Unterstützungszone zwischen 18,50 und 20 Dollar. Sollte diese aber noch unterschritten werden, kann Silber auch noch deutlich unter 15 Dollar fallen.

Für die Bullen wird das Bild erst dann leicht besser, wenn sich ein erstes Zeichen der Stärke ausbilden würde. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn der Silberpreis das vergangene Hoch bei 22,05 Dollar wieder überwinden kann. Allerdings haben wir es dann noch nicht mit einer abgeschlossenen Bodenbildung zu tun, so dass man auch in diesem Fall auf der Long-Seite weiter vorsichtig bleiben müsste.

Fazit: Silber ist weiterhin (noch) kein Kauf. Der Unterstützungsbereich bei 18,46 Dollar ermöglicht zwar einen Einstieg mit enger Absicherung, aber noch ist die Wahrscheinlichkeit für fallende Kurse höher, als für steigende. Gleichzeitig sollte man nach dem Abwärtstrend und der aktuell schwachen Lage auch auf der Short-Seite nur vorsichtig agieren und das auch selbst dann, wenn die 18,46er Marke nach unten bricht. Es kann sein, dass Silber gerade dabei ist, einfach eine Seitwärtsbewegung auszubilden, so dass die Gefahr von Fehlsignalen sehr hoch ist. Das gilt insbesondere für den Fall, dass der Bruch nach unten nicht in den kommenden Tagen erfolgen sollte.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens(Quelle: www.stockstreet.de)  

Silber: Und die Geschichte wiederholt sich doch Mond_1919

Leider liegt der gute Mann daneben!

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#2
Die Silber-Performance von 1980-81 mit 2011-? ist total unstimmig!

Wir befinden uns momentan beim Silberpreis in einer Konsolidierung, unabhängig von der physischen Nachfragesituation. Die Rahmenbedingungen für Silberinvestments könnten kurz- bis mittelfristig nicht besser sein.

Letztlich treiben Spekulanten den Preis hinunter, unterstützt durch den verbalen Rückzug der Fed von künftigen QEs. Das es dazu nie kommen wird, ist heute schon klar. Der Kapitalmarkt befindet sich in einer fragilen Situation, ungeachtet der Rekordstände am Aktienmarkt.

Inflationsberechnungen scheinen verzerrt, die an die Wand gemalten Deflationsgefahren untermauern die niedrigen Edelmetallpreise. Eine Frage der Zeit.


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