hat sich die Sano hier eingefangen.
Gut, die Analyse bezieht sich auf bereits historische Kennzahlen, nämlich auf die des letzten Geschäftsjahres bzw. des Halbjahresberichts, also Zahlen die bereits 6 Monate alt sind.
Trotzdem ist der komplette Ratingbericht - etwa unter erscontent.deutsche-boerse.com/...ntXML/dokument?datei=1204942 abzurufen - eines der interessantesten Analysen, welche ich zur SAC in den letzten Monate gelesen habe.
Deshalb kann ich diesen "Kernaussagen" nur bedingt zustimmen. Diese würden eine Herabstufung nicht rechtfertigen.
Meine Interpretation dessen ist etwa wie folgt:
- Der SAC ging es Ende 2014 wirklich schlecht, das Sparprogramm war dringend nötig
- Eine strategische Ausrichtung fehlt
- Das Unternehmen agiert im wesentlich taktisch (Märkte, Sparten, Produkte, Ziele rein/raus)
- Taktische Maßnahme sind in diesem Geschäftsfeld allesamt Risiko behaftet, meines Erachtens der Hauptgrund der Herabstufung, zusammen mit
- dem Fakt, das in den letzten Jahren Geld verbrannt wurde, die Finanzierungskosten ( die Anleihe war mit seinem Zinssatz die falsche Entscheidung Fremdkapital zu allokieren ) werden nicht verdient. Eine Innenfinanzierung (also aus der Kraft des Unternehmens) ist aktuell nicht gegeben.
Im Spannungsfeld sind folgende beiden Punkte
- Creditreform geht davon aus, dass die Finanzierungskosten wieder nicht verdient werden (negatives EBITDA), demgegenüber steht die Aussage des Managements dieses nur aus Vorsicht so kalkuliert zu haben.
- Das Argument mit der "Refinanzierung der Anleihe" ist nicht verständlich. Jedes Unternehmen benötigt Fremdkapital, eine Anleihe ist nur eine Möglichkeit und leider bei den aktuellen Zinskonditionen für die SAC auch die schlechteste. Eine Innenfinanzierung war aus meiner Sicht nie möglich.