Immerhin hat jemand dem Asterion geantwortet. Dem Zakdirosa schon seit langer Zeit nicht. Warum eigentlich?
Zak hatte viel Kontakt zu Simonsen und er hat ihn vielleicht nach wie vor. Vielleicht kam es wirklich zum Bruch zwischen Saga und Simonsen und die Mitarbeiter haben die Anweisung nichts durchsickern zu lassen, was für Saga gefährlich werden könnte. Ehemalige Mitarbeiter und deren Kontakte könnten hier als Gefährder eingestuft worden sein. Saga wird doch die Abfindung an Simonsen nicht unbedingt gleich freiwillig gezahlt haben. Simonsens und Melchers Ausstieg könnten auch durch ein Abbrechen jeglichen Kontaktes begründet sein. Die Mail von Asterion war wohl neutral und auf die Teilnahme an der Hauptversammlung fokussiert. Nes hielt es hier für angebracht mal zu antworten, während Lundaas weiter einen konservativen und wenig transparenten Kurs signalisiert, und auch hier nicht antwortet.
Die institutionellen Anleger, die jetzt groß einsteigen, kann ich nicht einordnen. Ob Injektor AS ein Aktivist ist oder ein Opportunist ist schwer nachzuvollziehen. Viel mehr Möglichkeiten gibt es ja nicht. Wenn er opportunistisch vorgeht, wittert er ein Kalkül von Saga und hält dieses für richtig. Er ist an Geldanlage interessiert. Wenn er aktivistisch vorgeht, will er sich in ein mächtiges norwegisches Management mit Kontakt bis ganz oben in Norwegens Wirtschaft reinboxen. Er ist somit eher an Macht und Kontakten interessiert und schlängelt sich von der Seite rein. Andere Möglichkeiten sehe ich nicht.
Überall in Europa geht man nun zunehmend gegen den Klima Aktivismus und den grünen Wandel nach und nach vor. Während die letzte Generation und Greta Thunberg vor drei Jahren noch im Zentrum der positiven Medienberichte standen, denkt man nun über eine Einstufung als kriminelle Organisation und die Inhaftierung nach, da zunehmend auch die Missstände der grünen Bewegungen in der Bevölkerung vernommen werden. Sei es durch diese Heizungsklauseln, Blockaden, Attacken auf Kunstgegenstände, sowie Einschränkungen anderer Art.
Spetalen reagiert hier vorausschauend und distanziert sich vorab von einer Bewegung, die ihm selber und auch der Gesellschaft langfristig gefährlich werden könnte. Es würde bei so einem Kalkül Sinn machen, die grünen Investments alle, stellenweise sogar mit Verlust, fallen zu lassen und zunächst ein gemischtes Portfolio ohne eindeutige Profilierung oder Selbstdarstellung nach außen anzustreben. Genau das dürfte hier im Gange sein. Und es ist noch nicht mal gänzlich verkehrt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein grüner Wandel und Erfolge am Greentech-Markt durch Gewaltanwendung zustande kommen können oder sollen.