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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Vonovia SE-Kurs | 4,12 | 8,62 | 14,32 | |
| Fallender Vonovia SE-Kurs | 5,14 | 5,21 | 20,53 | |
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Laut Meldung erfolgte der Kauf von 15 Mio. Stück Saga Pure-Aktien am 22.12. durch Tycoon Industrier AS an der Börse Oslo.
Von “average price per share of NOK 1.6784“ leite ich ab, dass es mehrere Transaktionen waren, somit können es auch mehrere verschiedene Verkäufer gewesen sein. Am 22.12. wurden an der Börse Oslo in Summe 16.588.105 Stück Saga Pur-Aktien gehandelt.
Gleich gelagert war es beim Kauf von 10 Mio. Stück Saga Pure-Aktien durch Tycoon Industrier AS am 19.12.
Quelle der Angaben: SAGA PURE | NO0010572589 | Euronext exchange Live quotes
Laut Meldung vom 22.12. hält Tycoon Industrier AS nach dem Kauf der 15 Mio. Stück Saga-Aktien am 22.12. 156.210.055 Saga-Pure Aktien – siehe Company press releases - Euronext exchange Live quotes.
Dass Ferncliff Property AS in der Liste der größten Anteilseigner auf Sagas Webseite nicht aufscheint (Investor relations | Saga Pure), hat vielleicht mit der Angelegenheit der vorläufigen ISIN der neuen Aktien und des zu veröffentlichenden Prospekts für das Private Placement zu tun – siehe Pressemitteilungen vom 2.12. und 4.12. (Company press releases - Euronext exchange Live quotes und Company press releases - Euronext exchange Live quotes).
Wenn man die auf SAGA PURE | NO0010572589 | Euronext exchange Live quotes aufscheinende Marktkapitalisierung durch den Kurs dividiert, sieht man, dass da noch mit 574.878.423 Aktien gerechnet wird und nicht mit 674.878.423, welcher der Stand nach der jüngsten Kapitalerhöhung ist.
Ich würde, was einen Squeeze out angeht, nach dem aktuellen Stand an veröffentlichten Informationen auch JSS Capital Management AS und SSS AS als Minderheitsgesellschafter sehen und, wenn es um die Erreichung eines Prozentsatzes für einen Squeeze out geht, die von diesen beiden Firmen gehaltenen Anteile an Saga Pure nicht miteinrechnen. (Company press releases - Euronext exchange Live quotes)
Ich sehe es anders. Ich richte mich nach den Pflichtmitteilungen und nicht nach dem, das in der Liste der größten Anteilseigner auf der Saga-Webseite steht. Für Pflichtmitteilungen gibt es gewisse Fristen und ich will davon ausgehen, dass Spetalen & Co den Mitteilungspflichten nachkommen und diese Fristen einhalten.
Ein paar Tage Zeitverzögerung beim Informationserhalt hinsichtlich Änderungen bei der Anteilsverteilung sind im Fall Saga für Kleinaktionäre aus meiner Sicht meist nicht wirklich relevant.
Übrigens:
Record date für die Stimmberechtigung bei der ao. HV am 7.1.2026 war gestern 29.12. – siehe „Notice of an Extraordinary General Meeting“ (SAGA PURE | NO0010572589 | Euronext exchange Live quotes).
Und außerdem:
Oft wird bei einer börsennotierten Aktie „Kurskosmetik“ betrieben vor dem Bilanzstichtag von wesentlichen bilanzlegepflichtigen Aktionären, weil es um den Wertansatz eben dieser Beteiligung in der Bilanz des Anteilseigners geht, denn da gilt ja: Wertansatz der Beteiligung als Vermögenswert in der Bilanz ergibt sich aus Anzahl der gehaltenen Aktien an der Firma X multipliziert mit Kurswert der Aktie der Firma X an ihrer Heimatbörse
Die Herrschaften von Tycoon Industrier AS & Co wissen meiner Einschätzung nach bestimmt, wie man was macht, damit zum Bilanzstichtag dieses oder jenes so ist, wie sie es wollen. Man kann mit „Kurskosmetik“ verschiedener Art viel steuerlich Relevantes erreichen.
Viel, das bei Saga Pure, Tycoon Industrier & Co in den letzten Wochen passierte, sehe ich in diesem Zusammenhang.
Es gibt unterschiedliche gesetzliche Bestimmungen bezüglich eines Squeeze Out in den verschiedenen Staaten (Squeeze-out – Wikipedia). Über jene in Norwegen weiß ich nicht Bescheid.
Nach meinem Wissenstand kann grundsätzlich nur ein Hauptaktionär, der den erforderlichen prozentuellen Anteil am Unternehmen hält (wobei zum Hauptaktionär verbundene Unternehmen dazugerechnet werden) per Squeeze out die Minderheitsaktionäre aus dem Unternehmen drängen. Ich bin der Meinung, dass da Firmen von Kindern eines wesentlichen Aktionärs nicht als verbundene Unternehmen gelten.
Über die Regelungen bezüglich obligatorischer Angebote weiß ich nicht umfassend Bescheid.
Bitte entschuldige, soeben erkannte ich, dass einige vor ein paar Monaten erfolgte Änderungen im Konzernkonstrukt meinem Gedächtnis entschwunden waren und ich bei einigem Wichtigen den aktuellen Stand nicht weiß. Ich muss daher meine Aussage auf die folgende abändern:
Ich weiß nicht, wessen Anteile an Saga Pure jetzt zusammenzurechnen wären, wenn es um das Erreichen eines gewissen erforderlichen Prozentsatzes für einen möglichen Squeeze out ginge.
Auf Basis deiner ersten Einschätzung habe ich eine KI umfangreich mit allen Daten gefüttert und gefragt. Die Antwort poste ich hier direkt mit dem deutlichen Hinweis, dass eine künstliche Inteligenz, die auf einem Quanten-Computer basiert auch schwere Fehler machen kann:
„Hier ist die differenzierte Antwort basierend auf dem norwegischen Aktienrecht (Allmennaksjeloven) und der aktuellen Eigentümerstruktur von Saga Pure ASA.
Die kurze Antwort: Nein, die Unternehmen gelten für einen Squeeze-Out (Tvangsinnløsning) nicht automatisch als eine Einheit, deren Anteile einfach addiert werden können, um die 90%-Schwelle zu erreichen. Für eine Angebotspflicht (Tilbudsplikt) gelten sie jedoch als konsolidiert (nærstående).
Hier sind die Details zu den zwei unterschiedlichen Mechanismen und der aktuellen Situation:
1. Squeeze-Out (Tvangsinnløsning)
Für einen Zwangsausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-Out) gelten sehr strenge Regeln nach § 4-25 des norwegischen Aktiengesetzes (Allmennaksjeloven):
Die 90%-Hürde: Ein einzelner Aktionär (z. B. eine Holdinggesellschaft) muss mehr als 90 % der Aktien und der Stimmrechte besitzen.
Zurechnung: Dieser Aktionär kann Aktien hinzurechnen, die er über Tochtergesellschaften (Datterselskaper) hält.
Das Problem bei SSS AS und JSS AS: SSS AS (Sophie Spetalen) und JSS AS (Jenny Spetalen) sind nach derzeitigem Kenntnisstand unabhängige Gesellschaften, die jeweils zu 100 % den Töchtern gehören. Sie sind keine Tochtergesellschaften voneinander.
Damit kann SSS AS nicht die Aktien von JSS AS (oder umgekehrt) einfach dazu addieren, um selbst die 90 % zu erreichen.
Es müsste eine übergeordnete Entität geben, die beide kontrolliert, um deren Anteile zusammenzurechnen und den Squeeze-Out durchzuführen. Da Øystein Spetalen seine Anteile verschenkt hat, fehlt diese gemeinsame "Klammer" derzeit.
Fazit zum Squeeze-Out: Selbst wenn sie sich einig sind ("acting in concert"), können zwei Schwesterfirmen nicht gemeinsam einen Squeeze-Out erzwingen, solange nicht eine Partei (z. B. durch Übernahme der anderen) alleinige Kontrolle über >90 % erlangt.
2. Angebotspflicht (Tilbudsplikt)
Hier ist die Rechtslage anders. Nach dem Wertpapierhandelsgesetz (Verdipapirhandelloven) gelten strengere Regeln für den Minderheitenschutz bei Übernahmen:
Verbundene Parteien (Nærstående): Hier werden die Anteile von Vater, Kindern und deren kontrollierten Firmen (SSS AS, JSS AS, Ferncliff) zusammengerechnet (konsolidiert).
Konsequenz: Wenn diese Gruppe zusammen bestimmte Schwellen überschreitet (z. B. 33 %, 40 %, 50 %), müssen sie ein Pflichtangebot an alle anderen Aktionäre machen.
Da die Familie Spetalen bzw. deren Firmen diese Schwellen bereits überschritten haben (und vermutlich entsprechende Befreiungen oder Pflichtangebote in der Vergangenheit geregelt wurden), werden sie hier als Gruppe betrachtet.
Zusammenfassung für Sie als Investor
Keine Squeeze-Out-Gefahr: Aktuell ist ein Squeeze-Out rechtlich und rechnerisch (66 % < 90 %) nicht möglich.
Keine automatische Addition: SSS AS und JSS AS sind getrennte Rechtssubjekte; für einen Squeeze-Out müsste eine der beiden Firmen die andere kaufen oder eine neue Holding gegründet werden, die >90 % erwirbt.
Kontrolle: Durch den Besitz von über 50 % (via Ferncliff und direkt) hat die Familie jedoch die volle Kontrolle auf der Hauptversammlung (einfache Mehrheit), können also Dividenden, Board-Mitglieder etc. bestimmen, aber die Minderheitsaktionäre nicht gegen deren Willen hinausdrängen.
Was bedeutet das für Sie?
Ein Squeeze-Out ist nicht unmittelbar möglich. Bevor das passiert, müssten Sie Transaktionen sehen, bei denen die Aktienpakete der Familie in einer einzigen Hand (z. B. Tycoon Industrier AS) gebündelt werden. Solange SSS und JSS eigenständig bleiben, sind diese Aktien "Sperrminoritäten" gegen einen Squeeze-Out durch den Vater (und umgekehrt)."
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Vonovia SE-Kurs | 4,12 | 8,62 | 14,32 | |
| Fallender Vonovia SE-Kurs | 5,14 | 5,21 | 20,53 | |
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 16 | 4.347 | SAGA TANKERS und Everfuel | Markus1975 | Professor Zweistein | 02.01.26 22:11 | |
| 1 | Saga Pure und Everfuel | Maxi7 | Sanoky | 29.06.21 21:23 | ||
| 2 | Investoren Saga Pure | Maxi7 | Maxi7 | 25.04.21 10:43 |