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Meldung des Tages: J.P. Morgan sieht 5.000–6.000 US-Dollar Gold!!!

Rot/Grün stehen zu ihrem Wort.


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Spitfire33:

Rot/Grün stehen zu ihrem Wort.

 
01.10.02 19:57
Dienstag, 01. Oktober 2002     Berlin, 19:54 Uhr
         

 WELT AM SONNTAG


                    Rot-Grün schließt Steuererhöhungen aus



Die Koalition will sparen, Steuerprivilegien abbauen und Subventionen überprüfen
 
Gute Stimmung vor den Verhandlungen Foto: dpa
Berlin - SPD und Grüne wollen die Haushaltsprobleme auf keinen Fall durch Steuererhöhungen lösen. SPD-Fraktionschef Franz Müntefering sagte am Abend nach der ersten Runde der Koalitionsverhandlungen, Rot-Grün wolle sparen, Steuerprivilegien abbauen und Subventionen überprüfen. Nach dem Kassensturz ergänzte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Fritz Kuhn, konkrete Sparlisten gebe es noch nicht. Die Unterhändler hatten sich unter Leitung von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer in Berlin getroffen.

Kuhn sagte, einig seien sich SPD und Grüne, dass Wachstumsimpulse nicht kaputtgespart werden dürften. Die Konjunkturprognosen müssten aber drastisch nach unten korrigiert werden. 2003 und 2004 würden nur noch 1,5 statt bisher 2,5 Prozent Wachstum angenommen.

Müntefering sagte, dies bedeute zehn Milliarden Euro mehr an Einsparungen im nächsten und 15 Milliarden im übernächsten Jahr. Er sei „sicher, dass wir sie bewältigen können“. Der SPD-Fraktionschef betonte, trotz des Sparkurses sollten die Mittel für die Kinderbetreuung aufgestockt werden: „Die vier Milliarden, die stehen.“ Auch bei den Steinkohlesubventionen gebe es „keinen Korrektur- und Änderungsbedarf“. Müntefering und Kuhn versicherten, SPD und Grüne hielten am Konsolidierungskurs für den Haushalt fest - „im europäischen Geleitkurs“, wie der SPD-Fraktionschef hinzufügte.

Die Koalitionsverhandlungen sollen in den kommenden Tagen auch in Arbeitsgruppen mit Experten geführt werden. Heute wollen die 14 Unterhändler aber erst einmal Gemeinsamkeiten und Unterschiede in allen Bereichen auflisten. Am Mittwoch geht es dann um die Themen Familie, Kinder, Bildung und Jugend. Dann sollen die offiziellen Verhandlungen vier Tage ruhen und erst am Montag kommender Woche mit der Erörterung der Bereiche Außen- und Sicherheitspolitik sowie Folgen der Globalisierung fortgesetzt werden. AP



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ecki:

Heute haben sich die Pro-Stoibers wieder einge-

 
01.10.02 20:10
kriegt.

Abwarten, wie es aussieht wenn der Packen fertig ist. Aus Grüner Sicht interessiert mich natürlich schon, gegen was der ökologische Umbau unter zuhilfe der Ökosteuer wegverhandelt worden ist.

Ein schwieriger Grat zwischen Neuverschuldung, Einnahmeerhöhung durch Kürzung von Steuer-)privilegien, Subventionsabbau und Kaputtsparen.
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Karlchen_I:

Die Chaos-Truppe macht dort weiter, wo sie .....

 
01.10.02 20:14
aufgehört hat.

Erst einmal will sie 25 Mrd. Euro sparen - das wird die Konjunktur massiv schwächen. Kann man dem Finanz-Hansl denn nicht mal beibringen, dass Sparen in der jetzigen Situation Gift ist. Über die eine oder andere Subvention könnte man ja reden, aber es wird weit darüber hinaus gehen. Und: Man will offenbar neue Subventionen erfinden, um nun "gezielt" den Mittelstand zu unterstützen. Wird zu den bestehenden etwa 50 Mittelstands- und Existenzgründungsprogrammen noch was Neues hinzugefügt.

Und ansonsten: Viel Gedöns. "Wachstum und Gerechtigikeit" heißt die Parole. Fragt sich nur was das heißt. Etwa: Wachstum von was?

Aus der Berliner Zeitung:

01.10.02, 19:30 Uhr
Weiter Streit um Steuern - Sparpaket wächst auf 25 Milliarden

Berlin (dpa) - Das von Rot-Grün anvisierte Sparpaket wird doch größere Kürzungsanstrengungen erfordern als bisher angenommen. Wie am Rande der Koalitionsverhandlungen am Dienstag verlautete, sollen die geplanten Einsparungen zur Haushaltssanierung von 10 Milliarden Euro 2003 auf rund 25 Milliarden im Jahr 2006 ansteigen.

Zugleich lebten trotz eines «Machtwortes» von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) vom Vortag die Streitigkeiten über Steuererhöhungen wieder auf. SPD- regierte Länder wollen jetzt über den Bundesrat initiativ werden, um die 1997 abgeschaffte Vermögensteuer wieder einzuführen.

In ihrer zweiten Sitzung vereinbarte die Koalitionsrunde Schwerpunkte ihrer Regierungsarbeit für die nächsten vier Jahre. So sollen neben der grundlegenden Reform des Arbeitsmarktes der Mittelstand und Existenzgründungen gezielt gefördert werden, wie Grünen-Chefin Claudia Roth und SPD-Fraktionschef Franz Müntefering erläuterten. Schwergewicht soll weiter auf die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Kindern, den Bürokratie-Abbau, eine Verwaltungsreform sowie die verstärkte Integration von Ausländern gelegt werden. Die künftige Regierung trete mit dem Anspruch an, eine «Erneuerungs- Koalition» zu werden, sagte Roth. Die angestrebte rot-grüne Zusammenarbeit reiche weit über die nächste Wahlperiode hinaus.

Konkrete Vereinbarungen wurden bei der Gesprächsrunde in der SPD- Zentrale noch nicht getroffen. In einer Generalrunde diskutierten die 15 Teilnehmer über alle Themenbereiche, um mögliche Konfliktfelder aufzulisten. Eingesetzt wurden elf Arbeitsgruppen von Fachleuten, die ab Mittwoch die Verhandlungen zu den einzelnen Ressorts vorbereiten sollen. Die ersten Vereinbarungen sollen zu den Punkten Familie, Jugend und Bildung getroffen werden. Bis Ende kommender Woche wollen beide Seiten die Sachthemen abschließen.



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Rexini:

dafür kürzen sie steuervergünstigungen.

 
01.10.02 20:26
unter anderem die eigenheimzulage und das trifft die bevölkerung an einem besonderen tiefen punkt, weil sich viele ohne die staatliche hilfe kein eigenheim anschaffen können .obwohl man das ja soll um für seine rente vorzusorgen .
also eine indirekte steuererhöhung.
wie gehabt.
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first-henri:

Die Bauindustrie ist eh am Ende !

 
01.10.02 20:34
Jetzt soll gerade noch mal in die Kerbe reingehauen werden.
Die Bauindustrie und die Leute, die bei z.B. der Holzmann-Rettung Gerd-Rufe von sich gegeben haben, werdens ihnen danken, den Kunjunkturabwürgern und Selbstdarstellern.

Minderheiten werden von dieser allzu unfähigen Regierung in den Ruin getrieben.
Ein einziges Trauerspiel !

Ich sachs nochmal, danke Gerd, danke Hans !

f-h  
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der hundesohn:

Greenspan warnt vor Haushaltsdefizit

 
01.10.02 20:35
Greenspan warnt US-Regierung vor Haushaltsdefizit

US-Notenbankchef Alan Greenspan hat die Regierung von George W. Bush vor den wirtschaftlichen Risiken zu hoher Staatsausgaben gewarnt. Nur die Rückkehr zu einer disziplinierten Fiskalpolitik mache ein gesundes Wirtschaftswachstum möglich, sagte er am Donnerstag bei seiner Anhörung vor dem Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses.


Reuters WASHINGTON. Die US-Wirtschaft habe Schocks wie die Aktienmarktschwäche oder die Anschläge vom 11. September gut verkraftet, fügte der einflussreichste Notenbanker der Welt hinzu. Doch die dämpfenden Auswirkungen dieser Rückschläge seien noch immer zu spüren. Analysten werteten Greenspans Äußerungen vor allem als Kritik an der Budget-Politik der US-Regierung und erkannten keine neuen Signale für die künftige Zinspolitik der Fed.

"Die Geschichte zeigt uns, dass eine Abkehr von der Haushaltsdisziplin möglicherweise zu einem Anstieg der Zinsen, zu einem Rückgang der Investitionen und niedrigerem Produktivitätswachstum führt. Dies könnte uns in der Zukunft vor schwere Entscheidungen stellen", sagte Greenspan weiter. Die USA werden für das am 30. September endende Fiskaljahr voraussichtlich zum ersten Mal seit 1997 ein Haushaltsdefizit verbuchen. Dies führen viele Analysten unter anderem auf Bushs Steuersenkungspolitik und die drastische Erhöhung der Militärausgaben zurück.

Die wenigen Äußerungen Greenspans zur Entwicklung der US-Konjunktur ähnelten denen von Ende Juli, als der Fed-Chef das letzte Mal vor dem US-Kongress gesprochen hatte. Er bezeichnete die US-Wirtschaft mit Blick auf die jüngsten Schocks erneut als widerstandsfähig. "Bisher scheint die Wirtschaft die Rückschläge gut verkraftet zu haben, aber die dämpfenden Effekte sind weiter vorhanden. Zudem üben sie weiter Einfluss aus, vor allem auf den Ausblick des US-Haushalts", sagte Greenspan.

Analysten äußerten sich enttäuscht, da sie sich von dem Notenbank-Präsidenten mehrheitlich Aussagen zum Konjunkturausblick erhofft hatten. "Wir hatten klare Worte zur Konjunktur erwartet, und die haben wir nicht bekommen", sagte Richard Yamarone von Argus Research in New York. John Lonski, Chefvolkswirt von Moody's Investors Service, fügte hinzu, Greenspan habe entgegen der Erwartungen nichts gesagt, was das Vertrauen der Anleger stärken könne. Kurzfristig ändere sich somit nichts am Zinsausblick. Die meisten Experten erwarten bis zum Jahresende mittlerweile keine Änderung des Schlüsselzinses von 1,75 Prozent mehr. Das nächste Fed-Treffen findet am 24. September statt.

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ecki:

Was wollt ihr denn? Das sie 500€ Scheine regnen

 
01.10.02 20:36
lassen?

(Kaputt-)Sparen
Steuererhöhungen
Neue Schulden
Steuersenkungen

oder ein Mix daraus. Mit welchem Schwerpunkt? Alles kann man nicht haben, auch unter Meister Ede nicht.
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der hundesohn:

genau ecki

 
01.10.02 20:41
Nach vorsichtigen Schätzungen von Bankenökonomen würde das Unionsprogramm bis 2006 zu einer Belastung des Staatshaushalts von mehr als fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts beitragen. Wenn nur ein Teil der Vorschläge durchkäme, würde der europäische Stabilitätspakt spätestens nach ein paar Wochen gesprengt, ohne dass die Union eine Alternative präsentieren kann. Im Gegenteil: Offiziell klammert sie sich an den Pakt.


Weil die Ausgabenexplosion ins Chaos zu führen droht, stellt sich die Frage, was von den vielen schönen, aber teuren Vorschlägen der Union tatsächlich umgesetzt würde. Das Risiko ist hoch, dass eine Unionsregierung umso planloser Ausgaben zu kürzen beginnt, je mehr die finanziellen Möglichkeiten hinter den milliardenschweren Versprechen zurückbleiben.
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Karlchen_I:

Mensch Leute.......

 
01.10.02 20:47
1. Haushaltskonsolidierung schafft man nur durch ein kräftiges, länger andauerndes Wachstum.

2. Gespart wird, wenn die Konjunktur brummt. In der Rezession darf nicht gespart werden, denn das verschärft die Lage noch. Woher soll denn der Aufschwung kommen? Gibt doch nur vier Möglichkeiten:

Mehr nachgefragt wird:

- von den privaten Haushalten (Seht Euch die Einkommensentwicklung an!)

- von den Unternehmen (Die investieren dann mehr, wenn sich eine höhere Nachfrage abzeichnet).

- vom Staat

- vom Ausland. Das Ausland hat in den letzten Jahren unsere Konjunktur angetrieben - bloß die Amis haben dabei ein riesiges Außenhandelsdefizit aufgebaut.

Also was?
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Aktienfreund:

sparen sparen sparen

 
01.10.02 20:49
Doch wie soll man sparen,wenn nichts mehr da ist?Die Städte sind Pleite und die Länder haben eh keine Kohle mehr.Beim Bund werden die Steuereinnahmen immer geringer und Eichel der Schwätzer sagt ich schraube meine eh zu hohe Prognose fürs nächste JAhr runter(von 2,5 auf 1,5%).Der Grund dafür ist nicht die schwache Wirtschaft,sondern man höre und staune:"In der letzten Zeit wurden die Prognosen immer zu hoch angesetzt und dadurch konnten die Einnahmen nicht korrekt berechnet werden".Das war Eichels Erklärung zu der gesenkten Prognose.Jetzt fehlen zwar 10 Milljarden,aber das ist nicht so schlimm.Im BAu sparen ist auch gut,denn jeder der gebaut hat weiss eines ganz genau:"Ohne die Eigenheimzulage wird keiner mehr bauen"!!Und ehrlich gesagt geht es dem BAu wirklich dreckig,denn das weiss ich aus eigener Erfahrung.Aber egal lassen wir Rot-Grün weiter ihre Märchen erzählen.Schade nur um die verschwendete Zeit...
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taos:

Wie hoch sind die Subventionen?

 
01.10.02 20:51
Ich habe da schon lange keine Zahlen mehr gesehen, aber so vor 15 Jahren wurde jeder Arbeitsplatz in Bergbau mit rund 100000,00 DM gefördert. Es gab aber nur sehr wenig (oder besser keine) Bergleute, die 100000,00 DM im Jahr verdient haben. Wo ist die Kohle hingegangen?

Auch in den neuen Bundesländern scheinen merkwürdige Sachen vor zu kommen. Nach meinen Zahlen, die auch schon recht alt sind, wurden pro Kopf rund 400000,00 DM gezahlt. Mittlerweilen dürfte der Betrag deutlich höher sein. Wo ist das Geld?

Taos


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der hundesohn:

Der Stabilitätspakt

 
01.10.02 20:53
Die Bedingungen im Einzelnen:

- Preisstabilität

Die Verbraucherpreise dürfen im Jahr vor der Prüfung nicht mehr als 1,5 Prozent über der Inflationsrate der drei preisstabilsten Länder liegen.

- Haushaltsdefizit

Die neuen Schulden, die ein Staat aufnimmt, dürfen nicht über 3 Prozent seines Bruttoinlandprodukts liegen.

(Nach vorsichtigen Schätzungen von Bankenökonomen würde das Unionsprogramm bis 2006 zu einer Belastung des Staatshaushalts von mehr als fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts beitragen. )

- Staatsschulden

Die gesamten Schulden der öffentlichen Hand dürfen 60 Prozent des Bruttoinlandprodukts nicht überschreiten. Viele Länder erreichten diese Bedingung nicht. Nur Finnland, Frankreich, Großbritannien und Luxemburg lagen unter der Vorgabe. Wenn das Defizit der übrigen Kandidaten jedoch „hinreichend rückläufig“ war, wurde von einer strikten Anwendung des Kriteriums abgesehen.

- Zinsniveau

Die langfristigen Zinsen müssen auf einem ausreichend niedrigen Niveau sein. Als Obergrenze gelten zwei Prozent über den Zinssätzen der drei stabilsten EU-Länder.

- Wechselkursstabilität

Die Währung des Landes muss Mitglied des Europäischen Währungssystems sein und darf in den zwei Jahren vor der Prüfung nicht abgewertet worden sein.

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der hundesohn:

Defizit zu hoch

 
01.10.02 20:55
Defizit zu hoch
Brüssel mahnt Deutschland


Die Europäische Kommission hat Deutschland, Frankreich, Italien und Portugal aufgefordert, ihre Haushaltsdefizite in Schranken zu halten. Die fiskalpolitischen Bemühungen dieser Mitgliedstaaten seien für die Sicherung und Umsetzung der makroökonomischen Grundlagen notwendig, auf denen der dauerhafte Erfolg des Euro basiert, hieß es am Mittwoch in einem Bericht der Kommission.

Zuvor hatte das Bundesfinanzministerium für das laufende Jahr eine Defizitquote von 2,9 Prozent an die EU-Kommission gemeldet. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte am Mittwoch in Berlin entsprechende Berichte. In dem Brief an die Kommission nennt das Bundesfinanzministerium sinkende Steuereinnahmen und die Schäden der Hochwasserkatastrophe als Ursachen für die hohe Defizitquote.
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der hundesohn:

Sprecher des niederländischen Finanzministeriums

 
01.10.02 20:57
Streit um längere Frist für ausgeglichene Haushalte

Der belgische Finanzminister Didier Reynders sieht eine Gefahr für den Stabilitätspakt, falls Deutschland, Frankreich und Italien im nächsten oder im übernächsten Jahr keine ausgeglichenen Haushalte erreichen. Dann wäre zudem das "legitime Vertrauen der Investoren und Verbraucher in die Entwicklung der Europäischen Union" in Gefahr, sagte Reynders einem belgischen Radiosender.

"Wir wissen, dass es für Frankreich, Deutschland und sogar Italien praktisch unmöglich wird, 2004 nominell oder exakt einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen ", fügte Reynders hinzu. Neben Belgien kritisierten auch Österreich, die Niederlande und Spanien den Plan der EU-Kommission, die Defizitziele des Stabilitätspaktes zu verschieben. Auch die Bundesregierung erklärte, es gebe "keinen Grund, von dem Ziel" 2004 abzurücken.

Unter Hinweis auf die schlechte Konjunktur hatte die Europäische Kommission am Dienstag den Staaten der Euro-Zone mehr Zeit zur Konsolidierung ihrer Haushalte eingeräumt. Die Staaten müssen laut Prodi nun erst im Jahr 2006 einen nahezu ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Prodi sieht in dieser Entscheidung keine Änderung des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts.

"Die Haushaltslage ist besonders akut in vier Ländern, die ihre Finanzen in starker Expansion nicht konsolidieren konnten, in Frankreich, Deutschland, Italien und Portugal ", sagte EU-Kommissionspräsident Romano Prodi. "Auf jeden Fall muss das Ziel bis spätestens 2006 erreicht werden", fügte er hinzu. Die Kommission passe sich mit der Entscheidung der "Realität des Moments" an.

Ein Sprecher des niederländischen Finanzministeriums sagte, Länder wie die Niederlande, Spanien, Belgien, Österreich und Finnland hätten große Anstrengungen unternommen, um ihre Haushalte bis 2004 auszugleichen. Die Niederlande "äußerst kritisch und sehr unglücklich" und wollten die Entscheidung der Kommission nicht unterstützen.

Antworten
Karlchen_I:

Vergiß doch den Stabilitätspakt..........

 
01.10.02 20:58
Der ist mausetot, weil er ins Gerede gekommen ist. Frankreich wird sich einen feuchten Kehricht drum scheren.

Das Ding geht auf Waigl zurück (auch so ein Versager), weil er meinte, wenn man ihn nicht hätte, würde der Euro eine schwache Währung - also abgewertet - werden. Der Praxistest hat das gegenteil bewiesen, denn seit Monaten wird der Pakt in Frage gestellt - und was hat der Euro gemacht: Er ist gestiegen.
Antworten
ecki:

Karlchen: Maastricht Ade?

 
01.10.02 21:00
Die 3% ohne Krisenklausel hat damals Waigel durchgedrückt. 3% sind 3% sind 3%! Basta.

Da wäre der Aufschrei auch riesig, wenn wir uns den blauen Brief abholen. Also Sozialhilfe runter. Gehen 100% in Konsum sprich Einzelhandel. Steuersubventionen weg?
Der größte Posten ist km Pauschale. Da hatten wir am Wochenende schon den großen Jammer. Oder Steuerfreiheit für Schicht- und Nachtarbeit? Ist tabu. Das Ruhrgebiet absaufen lassen? Machen die Genossen nicht mit. Der Tanker ist schwer, die Interessenverbände gewaltig und der von Herzog damals angemahnte Ruck durch Deutschland hat noch nicht stattgefunden. Also pragmatische Politik und das halbe Volk - x% bruddelt.

Also Karlchen: Maastricht ade und Scheine regnen lassen?
Antworten
ecki:

In Frage gestellt ja, aber nicht gebrochen.

 
01.10.02 21:05
Der Euro könnte einen schnellen Abflug machen, wenn die Schulden freigegeben werden. 1 oder 2% sparen sollte doch irgendwie drin sein. Wo sind wir denn? Im Armenhaus?
Die Stabilitätskriterien haben zu einem kaum für möglich gehaltenen Gleichlauf der Euroäischen Länder gesorgt und bisher auch Länder ohne "Stabilitätskultur" diszipliniert.
Ich bin stark dagegen das aufzugeben. Die Nullverschuldung bis 2006, die könnte man eventuell strecken, aber lieber keine Schleusen öffnen. Gründe zum noch mehr Geld ausgeben finden Politiker immer schnell.
Antworten
MaxCohen:

Hihi Karlchen_I

 
01.10.02 21:05
Gell Du weißt alles besser als alle anderen und löst alle Problem im Handumdrehen, nur schade, daß Dich keiner machen läßt. Oder ist es doch eher so daß Du es nur mit dem Mundwerk draufhast und besser nicht Deine Hände schmutzig machst, weil man dann plötzlich entzaubert wird. Der Gysi des Aktienboards sozusagen.

Du solltest zusammen mit mod eine große Koalition des theoretischen Besserwissertums machen.

Grüße Max
Antworten
der hundesohn:

französische Regierung

 
01.10.02 21:06
Angesichts der schwierigen konjunkturellen Lage hat die französische Regierung ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr gekürzt. Am Stabilitätspakt hält sie aber fest.

Die Wachstumsprognose betrage nun 1,2 Prozent statt wie bisher 1,3 bis 1,4 Prozent, teilte die Regierung in Paris am Mittwoch mit. Im kommenden Jahr erwartet sie ein Plus von 2,5 Prozent. Das Defizit der Staatsausgaben werde im kommenden Jahr 44,6 Mrd. Euro erreichen. Dieses Defizit entspreche 2,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP), hieß es.

Analysten und die politische Opposition nannten die Prognose für ein BIP-Wachstum von 2,5 Prozent im kommenden Jahr optimistisch. Der französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin bezeichnte die Pläne der EU-Kommission als "gute Nachricht". Er sagte, Frankreich stehe weiter zu den Prinzipien des Stabilitätspaktes stehe.

Antworten
proxicomi:

EU-OSTERWEITERUNG?? GRÖßENWAHN a la BRÜSSEL

 
01.10.02 21:06
die dm kommt garantiert zurück:)

da wird in brüssel von einer osterweiterung fabuliert, dagegen hat man noch nicht mal im alten westeuropäischen lager die hausaufgaben gemacht.

eine eigentumswohnung an sozialhilfeempfänger zu vermieten, macht keinen sinn.


gruß
proxi
Antworten
Aktienfreund:

schade Karlchen

 
01.10.02 21:08
Aber wenn man keinen Stabilitätspakt in der EU hätte würde Jeder soviel Schulden machen wie er will.Das Resultat sehen wir in Brasilien und Argentinien.Diese Länder haben fast soviele Schulden wie Steuereinnahmen und jetzt guck dir mal die Kurse ihrer Währungen an.Wenn du das willst,kannst du den Euro auch gleich verbrennen.Und der Dollar ist so stark,weil die USA in den letzten JAhren ihre Schulden abgebaut hat und nicht weil sie auf Stabilität "scheißt".Egal Eichels Ausrede für die 2,9% Verschuldung ist wie immer eine einzige Lüge.Denn was hat die Flut denn damit zu tun?Wieviel Geld wurde denn schon an die Opfer ausgezahlt?Das sind doch nur kindische Summen bis jetzt gewesen.Mal sehen was für ein Unsinn ihm im nächsten JAhr einfällt.Wir werden uns dann wieder sprechen und sicherlich ne Menge zu lachen haben.
Antworten
Karlchen_I:

@Ecki: Nix Scheine regnen lassen - natürlich.

 
01.10.02 21:10
Ich sagte doch - über Subventionsabbau kann man reden. Aber die werden vor allem an anderen Stellen Einschnitte vornehmen - und dann wird es hart.

Und natürlich: Von den Besitzständen will keiner runter.
Antworten
der hundesohn:

guter Beitrag, aktienfreund o.T.

 
01.10.02 21:11
Antworten
Schepper:

Kürzung und Streichung

 
01.10.02 21:13
von staatlichen Subventionen finde ich
in Ordnung. Da gibt es viel Unsinniges,
was beseitigt werden könnte.
Die Kürzung der Eigenheimzulage gehört
allerdings nicht dazu. Das wäre eher
ein Eigentor für Rot-Grün. Zumal der
soziale Wohnungsbau seit der Kohl-Ära
brach liegt.  
Antworten
Karlchen_I:

qAktienfreund: Die Probleme von Brasilien und....

 
01.10.02 21:14
Argentinien liegen anders. Die haben ja gerade auf den IWF gehört und die Verschuldung drücken wollen. Problem bei Argentinien war aber die Bindung an den Dollar.


Jetzt kommen wir in die Debatte: Was bestimmt den Wechselkurs. Der Dollar ist deshalb so hoch, weil nach Amiland viel Geld geflossen ist. Das hängt mit deren starken Wachstum zusammen und sprudelnden Unternehmensgewinnen. Auch Arivaner kaufen Ami-Aktien.
Antworten
mod:

Welche ZIELE sollten wir als Gemeinschaft in

 
01.10.02 21:15
einem sozialen Rechtsstaat verfolgen?

Was ist dabei die grösste Geisel der Bürger?

Alles das (Ziele, auf die die Politiker gesetzlich
verpflichtet sind) gibt es schon lange
gesetzlich fixiert z.B. im Stabilitäts-und Wachstumsgesetz
der Wirtschaft von 1967:
- Vollbeschäftigung,
- Preisstabilität,
- angemessenes, stetiges Wirtschaftswachstum,
- aussenwirtschaftliches Wachstum
und hinzu:
-Umweltschutz.

Mit welchen Massnahmen erreichen wir in einer
bestimmten konjunkturellen Situation diese Ziele?

Das fundiert zu diskutieren, würde Bände füllen,
aber im wesentlichen hat Karlchen die Problematik
beschrieben und entsprechende Analysen und Mass-
nahmen angedeutet.


Antworten
der hundesohn:

US-Konjunktur schwächelt

 
01.10.02 21:18
Dienstag, 1. Oktober 2002
Düstere Daten
US-Konjunktur schwächelt  

Die Konjunktur in den USA lahmt nach wie vor. Der nationale Einkaufsmanagerindex ist im September auf 49,5 Punkte nach 50,5 Punkten im Vormonat gefallen und signalisiert damit eine rückläufige wirtschaftliche Tätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe. Unternehmer äußerten sich besorgt über die Energiepreise und einen möglichen Irak-Krieg.

Erwartet worden war ein leichter Anstieg des ISM-Index auf 50,7 Punkte. Der Einkaufsmanager- oder ISM-Index wird von dem gleichnamigen Wirtschaftsforschungsinstitut "Institute for Supply Management" im US-Bundesstaat Arizona ermittelt. Bereits gestern hatte der regionale Einkaufsmanagerindex der Universität Chicago einen deutlichen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten im Verarbeitenden Gewerbe des Mittleren Westens signalisiert - er war im September auf 48,1 Punkte und damit deutlich stärker als von Experten erwartet gefallen; im August hatte der Index noch bei 54,9 Punkten gelegen.

Dass sowohl der regionale als auch der nationale Einkaufsmanager-Index im September unter 50 Punkte gefallen ist, gilt bei Experten als schlechtes Zeichen. Werte unter 50 Punkte deuten auf eine insgesamt nachlassende wirtschaftliche Tätigkeit hin.



Greenspan warnt US-Regierung vor Haushaltsdefizit

US-Notenbankchef Alan Greenspan hat die Regierung von George W. Bush vor den wirtschaftlichen Risiken zu hoher Staatsausgaben gewarnt. Nur die Rückkehr zu einer disziplinierten Fiskalpolitik mache ein gesundes Wirtschaftswachstum möglich, sagte er am Donnerstag bei seiner Anhörung vor dem Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses.

"Die Geschichte zeigt uns, dass eine Abkehr von der Haushaltsdisziplin möglicherweise zu einem Anstieg der Zinsen, zu einem Rückgang der Investitionen und niedrigerem Produktivitätswachstum führt. Dies könnte uns in der Zukunft vor schwere Entscheidungen stellen", sagte Greenspan weiter. Die USA werden für das am 30. September endende Fiskaljahr voraussichtlich zum ersten Mal seit 1997 ein Haushaltsdefizit verbuchen. Dies führen viele Analysten unter anderem auf Bushs Steuersenkungspolitik und die drastische Erhöhung der Militärausgaben zurück.

Antworten
ecki:

Was heißt denn Subventionsabbau?

 
01.10.02 21:19
Km-pauschale?
Wohnbauförderung?
Anerkennung von Erziehungszeiten für Rente?
Kohlezechen schneller schließen als Vertraglich vereinbart?
Landwirtschaft plattmachen?

Keiner wird seine Pfründe freiwillig hergeben. Aber rausquetschen lassen sich schon noch ein paar Milliarden. Heute kam doch das Heftchen raus mit den Haushaltssünden. 30 Milliarden sind da aufgeführt.......
Antworten
Karlchen_I:

Tja mod.....

 
01.10.02 21:20
Wenn Finanz-, Geld- und Lohnpolitik jeweils das Magische Viereck zur Leitlinie ihres Handels machen würden, stände es um dieses Land sehr viel besser.


So - gehe jetzt mit meiner Frau ein Bier trinken.
Antworten
Aktienfreund:

ist ja interessant

 
01.10.02 21:24
das der Dollar so stark ist liegt an dem vielen Geld was nach Amiland fließt?Außerdem weil die Wirtschaft so gut läuft und die Unternehmensgewinne sprudeln und wir alle Amiaktien kaufen?Warum fallen dann die BVörsen in Amerika seit zwei JAhren?Bestimmt nicht weil alle Aktien kaufen und die Unternehmensgewinne sprudeln.Lese dir mal den Bericht von Intels Chef durch den er gestern veröffentlich hat!DAnn siehste wie es der Wirtschaft in den USA geht.Und wenn unter dem letzten Präsidenten nicht die Schulden so stark abgebaut worden wäre,würde der Chart des Dollar so aussehen,wie der das neuen MArktes.Und übrigens sind noch mehr Währungen Weltweit an den Dollar gebunden nur die Länder haben auch einen Stabipakt und müssen den IWF nicht anbetteln!!!!!!!!!!!!!!!!  
Antworten
ecki:

Sparen sollen wir nicht, Steuern nicht erhöhen,

 
01.10.02 21:24
keine Schulden machen. Am besten Steuern senken und mehr Geld für Infrastruktur, Bildung, Kinderbetreuung, Umweltschutz usw. ausgeben.

Ich habs, es sollte einfach so Geld regnen! Spaß beiseite.

Ich lese immer nur ganz allgemein: Subventionsabbau wäre gut. Raus mit den Vorschlägen. Ihr werdet gleich zerrissen, wenn es konkret wird.
Antworten
der hundesohn:

ICH HABE DIE LÖSUNG !!!!!!!!!!

 
01.10.02 21:27
Rot/Grün stehen zu ihrem Wort. 803572
Antworten
ecki:

Karlchen, jetzt übertreibst du aber!

 
01.10.02 21:30
Ich meine deine Aktien-Kauferei in Amerika gerade. :-)
Antworten
mod:

Wir haben eine zweigeteilte Gesellschaft:

 
01.10.02 21:35
- Auf der einen Seite die sozial Schwachen
  wie Arbeitslose und von der Arbeitslosigkeit Bedrohten,

- auf der anderen Seite diejenigen, die einen relativ
  sicheren Job haben wie die ca. 6 Mio Beschäftigten
  im öffentlichen Dienst.

- Wenn Ihr wirklich so sozial seid, wie Ihr hier schreibt,
  dann denkt Ihr bei den Prioritäten der wipol. Ziele an
  die Arbeitslosen bzw. von der Arb.losigkeit Bedrohten.
  Das können auch - ohne jede soziale Absicherung -
  kleine Selbständige oder Aushilfsjobs sein.

- Deshalb hat bei unseren wirtschaftspolitischen Zielen
  - auch aus der historischen Erfahrung heraus - das
  Ziel der "Vollbeschäftigung" absolute Priorität.

  Das müsste vor allem bei SPD-Anhängern wie Balsam
  in den Ohren klingen.  
Antworten
ecki:

Genau mod. Voll konform.

 
01.10.02 21:40
Die Reduzierung der Massenarbeitslosigkeit ist das zentrale Problem. Viele andere Probleme reduzieren sich sofort und automatisch mit.
Rentenbeitag
Krankenkassenbeitrag
Arbeitslosenversicherung
Steuereinnahmen
Konsumklima usw.

Bei "nur" 2 mio Arbeitslosen könnte man sehr viel entspannter über Massnahmen diskutieren.
Antworten
007Bond:

Steuerzahlerbund

 
01.10.02 22:07
„Die Kassen sind zu voll!“
 
30 Milliarden Euro Steuergeld wird jährlich in Deutschland verschwendet, schätzt der Bund der Steuerzahler. In seinem neuen Schwarzbuch dokumentiert der Verband Fälle, die insgesamt mit 400 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Mehr als 100 Fälle von Verschwendung von Steuergeldern hat der Bund der Steuerzahler in seinem 30. Schwarzbuch „Die öffentliche Verschwendung“ zusammengetragen.

Den öffentlichen Kassen entstanden durch die dokumentierten Fälle Schäden in Höhe von 400 Millionen Euro, berichtete der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Karl-Heinz Däke. Er forderte die öffentliche Haushalte zu sparsamen und wirtschaftlichen Umgang mit Steuermitteln auf.

Insgesamt, so eine Schätzung des Steuerzahlerbundes, werden jährlich 30 Milliarden Euro an Steuermitteln durch unwirtschaftliche Investitionen verschwendet.

Däke erneuerte die Forderung, den Straftatbestand der Amtsuntreue einzuführen: „Letzendlich kann man die Verantwortlichkeit nur klären, wenn man – ausgestattet mit staatsanwaltschaftlichen Befugnissen – den Fall genaustens prüft“, sagte Däke.

Auch auf europäischer Ebene sollte eine Art Staatsanwalt über die Verwendung öffentlicher Gelder wachen.

Kritik an Fluthilfe

Verschwendung von Steuergeldern warf Däke auch der rot-grünen Bundesregierung vor. Als Beispiel nannte er die Finanzhilfen für die Unternehmen Holzmann, Mobilcom und Babcock Borsig. Ebenso wie die rasche Zusage von Bundeskanzler Schröder, Milliardenbeträge für die Flutopfer bereit zu stellen.

„Die öffentliche Kassen können nicht leer sein“, so Däke. „Im Gegenteil: Sie sind zu voll. Ansonsten könnte sich weder der Bund, noch die Länder oder Kommunen unwirtschaftlichen Umgang mit Steuergeldern leisten.“

Für die neue Legislaturperiode forderte Däke die Streichung von Subventionen und die Senkung der Personalausgaben der öffentlichen Haushalte.

Insgesamt gebe es allein im Bundeshaushalt Einsparpotenziale in Höhe von zwei bis drei Milliarden Euro. Steuererhöhungen lehnte Däke strikt ab.

(sueddeutsche.de)
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mod:

Vollkommen richtig, ecki

 
01.10.02 22:13
Die Frage ist nur, bei welchen Komponenten der
gesamtwirtschaftlichen Nachfrage setzt man an?

Geld geht nicht in den Laden und kauft Brot,
sondern nur eine mit Geld versehene Nachfrage.

Karlchen hat es angeführt,
die gesamtwirtschaftliche Nachfrage setzt sich aus
folgenden Komponenten zusammen (grob):

Ausgaben des Staates
+ Konsumnachfrage der Privaten
+ Investitionsnachfrage der Unternehmen
+ Exportnachfrage
-----------------------------------------
= gesamtwirtschaftliche Nachfrage, die
bei gegebenem Angebot das BIP bestimmt.
-----------------------------------------
Wie kurbelt man die brachliegende Wirtschaft an?
Durch erhöhte Exportnachfrage? Die brummt fast
immer.
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mod:

Verschwendung von Steuergeldern müsste

 
01.10.02 22:15
bestraft werden!
Wie in den meisten US-Staaten.
Das Finanzierungsproblem würde sich von alleine lösen.
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007Bond:

Stimmt!

 
01.10.02 22:20
Politiker in den Bau. Insbesondere aber auch Herr Eichel, der durch seine Telekom-Anleihen-teuer-gegen-billig-eintausch-Aktionen, vergleichsweise wie ein kleines Kind im Porzellanladen, nicht nur der Wirtschaft einen erheblichen Schaden zugefügt hat.
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mod:

Exportbeschleunigung zu schwach für Trendwende

 
01.10.02 23:28
Exportbeschleunigung zu schwach für Trendwende

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet im kommenden Jahr einen Exportaufschwung, der nach Einschätzung des Verbands aber nicht für eine positive Trendwende in der deutschen Gesamtwirtschaft ausreichen wird.

Reuters BERLIN. Die deutschen Exporte dürften nach einem Mini-Wachstum in diesem Jahr von allenfalls 1,5 % 2003 um 3,7 % zulegen, teilte der DIHK am Dienstag als Ergebnis seiner Herbstumfrage bei Auslandshandelskammern und Repräsentanten in 85 Ländern mit. Die Importe würden 2002 mit einem Rückgang um 2,2 % erstmals seit neun Jahren im Minus landen, aber im nächsten Jahr um 3,1 % wachsen.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sprach von einem Lichtzeichen am Ende des Tunnels, das aber zu schwach sei, um eine Trendwende in der Gesamtwirtschaft einzuleiten. Einer drastischen Steigerung der deutschen Exporte nach Russland um 45 % und gut 20 % 2002 und 2003 stünden Einbußen von voraussichtlich jeweils rund sechs Prozent bei den Ausfuhren in die USA gegenüber.

Die DIHK-Zahlen zur Außenhandelsentwicklung unterscheiden sich von denen des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA). Der rechnet für dieses Jahr mit einem Exportplus von 3,5 bis vier Prozent. Die Bundesregierung erwartet einen Zuwachs für 2002 von rund zwei Prozent.

Für seine Prognosen formulierte der DIHK allerdings einige Vorbehalte. Sie könnten nur gelten, wenn es im Nahen und im Mittleren Osten keinen Krieg gebe und wenn die deutsch-amerikanischen Beziehungsprobleme wegend er Irak-Politik nicht gravierend auf die Wirtschaft ausstrahlten. Wansleben sagte, nachweisbar seien wirtschaftliche Beeinträchtigungen durch den Streit zwischen Deutschland und den USA derzeit nicht. Allerdings gebe es Einzelfälle, in denen deutsche Exporteure von über drohenden Beeinträchtigungen ihrer US-Geschäftsbeziehungen sprächen.

Als Konsequenz aus seinen Prognosen erwartet der DIHK in diesem Jahr einen neuen Rekord-Außenhandelsüberschuss in Deutschland von 105 Mrd. € im laufenden und 110 Mrd. € im nächsten Jahr. Der DIHK rechnet zudem wie schon zuvor in diesem Jahr allenfalls noch mit 0,5 % Wirtschaftswachstum in Deutschland. "Voraussichtlich wird es eher weniger werden", sagte Chefvolkswirt Axel Nitschke.

Mit einem Anteil an den deutschen Gesamtexporten von 72 % bleibt Europa nach Wansleben Worten weiterhin der dominierende Absatzmarkt für deutsche Produkte. Für Europa insgesamt werde ein Ausfuhrplus von 3,5 % in diesem und 4,9 % im nächsten Jahr gerechnet.

Ein weit stärkeres Wachstum werde bei den Ausfuhren in die mittel- und osteuropäischen Länder mit zehn Prozent 2002 und neun Prozent 2003 erwartet. Geradezu dramatisch sei die Steigerung der Ausfuhren nach Russland, das in die Liste der wichtigen Handelspartner außerhalb der EU aufrücke. Hier werde das Plus 2002 bei 45 % und das für 2003 bei 22 % liegen - jeweils ein absoluter Anstieg um rund vier Mrd. €.

Die Exporte nach Asien sollten sich nach einem Minus von 2,1 % in diesem Jahr 2003 mit einem Plus von 2,5 % beleben. In dieser Region entwickle sich für die deutschen Exporteure China mit einem Plus von zehn Prozent in diesem und fünf Prozent im nächsten Jahr zu einem wichtigeren Partner als Japan, erklärte der DIHK.

Beim Außenhandel mit den USA, dem zweitwichtigsten deutschen Markt nach Europa, dominieren angesichts der konjunkturellen Probleme der weltweit größten Wirtschaft die Minusraten. Bei den Exporten rechnet der DIHK mit jeweils sechs Prozent Minus für 2002 und 2003, die Importe aus den USA dürften 2002 um 22 % und 2003 um fünf Prozent geringer ausfallen.


HANDELSBLATT, Dienstag, 01. Oktober 2002, 11:34 Uhr

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mod:

Rückgang durch Nachfrageeinbruch

 
01.10.02 23:34
HANDELSBLATT, Dienstag, 01. Oktober 2002

Rückgang durch Nachfrageeinbruch

Deutscher Einkaufsmanagerindex fällt stärker als erwartet

Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland ist im September deutlich gefallen.

vwd FRANKFURT. Der von NTC Research für Reuters ermittelte Index sank nach Angaben vom Montag auf 46,0 Punkte von 49,1 Zählern im August. Volkswirte hatten im Vorfeld der Daten zwar einen schwächeren Index erwartet, allerdings waren sie im Mittel ihrer Prognosen lediglich von einer Abnahme auf 48,8 Stellen ausgegangen.

Als Hauptursache für den kräftigen Rückgang des Gesamtindex wurde ein deutliches Minus der Nachfragekomponente genannt, das in der aus einer möglichen militärischen Auseinandersetzung mit dem Irak resultierenden Unsicherheit begründet sei. Darüber hinaus habe auch die Flutkatastrophe in Ostdeutschland zur Verschlechterung des Indexstands beigetragen. Eine deutliche Zunahme war laut NTC Research hingegen bei der Preiskomponente zu verzeichnen gewesen, die sich im September auf 53,3 Punkte von 51,2 Zählern im Vormonat erhöhte. Zur Begründung wird auf eine Kriegsprämie auf die Preise für Energie, Chemikalien und Kunststoffe verwiesen.

Auch der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in der Eurozone ist im September überraschend deutlich gefallen. Der Index fiel nach Angaben vom Montag auf 48,9 Punkte von 50,8 Zählern im August. Damit ist im September das niedrigste Niveau seit sieben Monaten erreicht worden. Volkswirte hatten im Vorfeld der Daten zwar eine Abnahme des Indexstands erwartet, allerdings im Mittel ihrer Prognosen lediglich mit einem Rückgang auf 50,4 Stellen gerechnet.

Die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone war ursprünglich für Dienstagmorgen angekündigt, allerdings wurden die Daten auf Grund eines Irrtums bereits am Montag bekannt. Ein Stand über 50 Punkten signalisiert eine Expansion des Verarbeitenden Gewerbes, ein Niveau unterhalb dieser Marke weist auf eine Kontraktion hin.


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Karlchen_I:

Wenn es denn nun nicht der Export sein wird....

 
02.10.02 10:52
dann bleibt nur noch:

- der Staat. Der will aber sparen.

- oder die privaten Haushalte. Los Leute: Konsumiert mehr, damit endlich der Aufschwung kommt. Weg mit den Ersparnissen, mehr Kredite aufnehmen - damit es zu einem Aufschwung kommt.

Ach: Hatte ich ja vergessen - der Staat subventioniert ja jetzt die Sparbildung (Riesterrente). Man muss es sich vorstellen: Der Staat gibt dafür Geld aus, damit die Leute sparen. Das ist in doppelter Weise konjunkturschädlich.
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mod:

Karlchen,

 
02.10.02 10:59
Du bist ja richtig gut!
Meine Anerkennung! In dem "Laden" kannst
Du dann auch kein Bein an Deck bekommen.
Zum alten Thema "Dilettanten".
Das ist dort lange nicht so ausgeprägt,
da die Struktur anders ist. Aber denen
fehlt der Biss und auch eine gewisse
intellektuelle Neigung. Man lebt halt lieber
anstelle von grossartigem Engagement.
Naja, wir ändern nichts.

Viele Grüsse
m.
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