Wenn die IR etwas cleverer wäre würden sie solch einen Mist nicht schreiben.
Von wegen 50% EBITDA Marge. Die hängt immer direkt von der Höhe der Umsätze ab und steigt in der Regel bei steigenden Umsätze an. So etwas nennt man Fixkostenskalierung. Aber egal soweit reicht es bei Arne Thull eben leider nicht.
QSC hat in 2015 vorbehaltlich der Prüfung aus 402Mio Umsatz 42Mio EBITDA gezogen.
Daraus ergibt sich ein möglicher Rückgang von 12-22Mio für 2016. Also eine EBITDA Rückgang von 6-11Mio auf 31-36Mio. QSC selbst schreibt von 34-38Mio.
Allerdings kommen auch nicht Einsparungen hinzu:
Mitarbeiter Stand 31.12.2014: 1700
Q1 2015: 1666
Q2 2015: 1585
Q3 2015 1507
Q4 2015 1454
Ziel 2016: 1350
Wir haben also in Q1 2016 weitere Einsparportential ohne weitere Entlassungen, einfach aus dem YoY Effekt von ca. 200 Leuten. * 80T€ p.a. / 4 = 4Mio allein in Q1
Für Q2 ist dieser Effekt natürlich kleiner und für Q3 dito.
Q2 130 Leute also 2,6Mio und Q3 60 Leute also 1,2Mio macht also summa summarum 7,8Mio. Wenn die 100Leute in 2016 dann ebenfalls rausgeworfen werden kommen noch einmal 8Mio hinzu p.a. und wenn man für den Rauswurf 6Monate benötigt sind es 4Mio in 2016 und weitere 4Mio in 2017. Es sind also noch einmal ca. 11,8Mio Einsparungen aus Personalmaßnahmen in 2016 möglich. Dem stehen Personalkoststeigerungen gegenüber aus Gehaltsteigerungen in Höhe von 3% Inflation; Sind ca. 3,5Mio womit netto immer noch 8Mio bleiben. Nun kommt aber die große Unbekannte. Der goldenen Handschlag kostet natürlich Geld und wenn dafür noch keinen ausreichenden Rückstellungen gebildet wurden schlägt sich das im Ergebnis nieder. Dessen ungeachtet würde ich das EBITDA bei 37-44Mio sehen. Je nachdem wie hoch die realisierten Einsparungen sein können. Das die Geschäftsleitung tief stapelt wird sie wohl kaum zugeben aber es ist so. Außerdem ist so ein goldener Handschlag nie gesichert. Manche Mitarbeiter wollen Lohnfortzahlung, manche ne Abfindung, andere beides, wieder andere kündigen einfach so. Und wenn dann in 2017 das Umsatzwachstum wieder zurück kehrt und auf eine niedrigeren Fixkostenbasis trifft, wird es auch für die Aktionäre wieder angenehmer. Und sobald sich dieses Szenario abzeichnet wird auch die Aktie profitieren. Ab wann ein jeder dabei sein möchte ist jedem selbst überlassen. Die Spätzykliker Blackrock und JP verstehen diese Rechnung nicht, oder glauben sie nicht, sie werfen lieber weiter geborgtes Papier auf den Markt. Kommt der Trendwechsel früher als gedacht, werde ich mich dann gern an geeigneter Stelle kaputt lachen.