www.aktiencheck.de/artikel/analysen-TecDAX-2133399.html15.11.2010
BÖRSE am Sonntag
Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Für die Experten der "BÖRSE am Sonntag" ist die Aktie von QSC (ISIN
DE0005137004 / WKN
513700) ein spekulativer Kauf.
Gemessen an Umsatz und Kundenzahl gehöre die auf Geschäftskunden spezialisierte Telekomfirma zweifelsfrei zu den Kleinen der Branche. Hinter der scheinbar übermächtigen Konkurrenz brauche sich QSC allerdings nicht zu verstecken. Im Gegenteil: Mit den qualitativ sehr guten Produkten und Dienstleistungen, hoher Flexibilität sowie erstklassigem Service gewinne das Unternehmen immer mehr Kunden. Das spiegele sich auch in den Ergebnissen wider, wie die zuletzt vorgelegte Neunmonatsbilanz eindrucksvoll unterstreiche. Sie stimme darüber hinaus zuversichtlich für die weitere Geschäftsentwicklung, was die Aktie aussichtsreich erscheinen lasse.
Angesichts der Fokussierung auf höhermargige IP-basierte Umsätze habe QSC erneut seine Finanz- und Ertragskraft deutlich gesteigert. Im dritten Quartal sei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 19,2 auf 20,3 Mio. Euro gestiegen. Planmäßig sinkende Abschreibungen hätten ferner dazu geführt, dass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 3,1 auf 6,5 Mio. Euro überproportional gewachsen sei. Unter dem Strich habe der Konzern einen Profit von 5,8 Mio. Euro, nach 2,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum erzielt. Dies habe nicht nur einer Steigerung von 176% entsprochen, QSC habe damit allein im dritten Quartal einen höheren Überschuss als im Gesamtjahr 2009 mit 5,5 Mio. Euro erwirtschaftet.
Beim Umsatz sei es von 104,4 auf 105,6 Mio. Euro aufwärts gegangen. Während die Erlöse mit klassischen Produkten eines Netzbetreibers wie Call-by-Call und ADSL2+ um 7,2 auf 32,5 Mio. Euro zurückgegangen seien, seien die Umsätze mit IP-basierten Produkten und Diensten um 8,4 auf 73,1 Mio. Euro gestiegen. Damit habe QSC im dritten Quartal 2010 bereits 69% der Umsätze in diesen zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern erzielt. In den ersten neun Monaten insgesamt habe sich der Umsatz von 315,7 auf 316,4 Mio. Euro verbessert.
Das EBITDA habe von 57,7 auf 59,6 Mio. Euro zugenommen. Der Nachsteuergewinn sei von 4,6 auf 13,2 Mio. Euro gestiegen. Für das Gesamtjahr gehe QSC von einem Überschuss von über 16 Mio. Euro aus. Zudem sollten Umsatz und EBITDA wachsen. 2009 sei bei Erlösen von 420,5 Mio. Euro ein EBITDA von 76,9 Mio. Euro angefallen.
QSC mache weitere Fortschritte beim Transformationsprozess vom Netzbetreiber zum Serviceanbieter, was sich immer mehr positiv in den Ergebnissen bemerkbar mache. Mit der Fokussierung auf den Mittelstand, für den es maßgeschneiderte, qualitativ hochwertige Dienstleistungen im Telekommunikationsbereich anbiete und dabei auf eine starke Kundenorientierung sowie erstklassigen Service setze, scheine das Unternehmen die richtige Strategie zu haben. Darauf bauend sollte QSC in den kommenden Jahren weiter profitabel wachsen.
Aus fundamentaler Sicht ein weiterer Pluspunkt seien die zuletzt von Quartal zu Quartal stetig verbesserten Bilanzrelationen mit sukzessiven sinkenden Verbindlichkeiten und steigender Eigenkapitalquote. Kurzum: QSC sei ein kleines, aber feines Unternehmen, das für Investoren aus fundamentaler Sicht interessant sei.
Für die Experten der "BÖRSE am Sonntag" ist die Aktie von QSC ein spekulativer Kauf. (Ausgabe 45 vom 14.11.2010) (15.11.2010/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
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