Nach der Abrechnung der Futures am Freitag zog der DAX deutlich an. Gefördert wurde diese Bewegung vermutlich durch das Schließen neuer Short-Positionen, da eine Mehrheit der Anleger mit zunächst fallenden Kursen gerechnet hatte.
Mit dem Übertreffen des letzten Hochpunktes steht nun der Angriff auf die historischen Höchstkurse an. Unter mittelfristigen Aspekten lässt sich dabei festhalten, dass der Index seinen Trend im Rahmen der Dow-Theorie weiter bestätigt und keinerlei Anzeichen für eine Wende vorliegen. Kurzfristig dürfte sich jedoch die obere Gerade des aufwärts gerichteten Trendkanals auswirken, die in dieser Woche auf dem Niveau des All-Time-Highs rangiert. Damit lässt sich ein sog. Kreuzwiderstand konstruieren, der den DAX vermutlich kurzzeitig aufhalten kann. Auf Sicht mehrerer Tage rechnen wir aber mit einem - unspektakulären - Bruch dieser Marke. Erst dann stehen wahrscheinlich erneute heftige Rücksetzer auf der Tagesordnung.
Neben dieser Sichtweise möchten wir aber betonen, dass die Sicht auf Wochenchartbasis auf eine freundliche Entwicklung schließen lässt. Nach Übertreffen der ominösen Marke bei 8.136 Zählern steht allerdings bei etwa 8.350 Punkten ein massiver Widerstand an.
Freundliche Kurse implizieren auch die Indikatoren, wenngleich der MACD auch aufgrund seines möglicherweise divergenten Histogramms erste Warnhinweise anzeigt. Da diese Divergenz aber noch nicht ausgeprägt wurde und definitive Signale fehlen, besteht kein Grund für eine negative Einschätzung.
Fazit: In dieser Woche wird der DAX seine historischen Höchstkurse angreifen. Fraglich ist jedoch, ob der Index den Sprung über diesen Widerstand im ersten Anlauf schafft. Dennoch: Grundsätzlich sind neue Höchstkurse nur eine Frage der Zeit. Als nächstes Ziel sehen wir die Marke von etwa 8.350 Punkten.
Quelle: WGZ-Bank
Servus, J.B.