So richtig schlau werde ich aus diesen Angaben (Bezugsscheine) eben auch nicht.
Bisher (2016) gab es 36 Milliarden Bumi-Aktien. Das deckt sich mit der Angabe auf Finance Yahoo zu den Hauptaktionären (Van Eck hält 122.747.100 Aktien mit einem Anteil von 0,34% am Unternehmen).
finance.yahoo.com/quote/BUMI.JK/holders?p=BUMI.JK
Das wundert mich schon ein wenig, denn Hauptaktionär soll ja der indonesische Politiker und Geschäftsmann Bakrie mit einem Anteil von ca. 20% sein.
Im Mai 2017 wurde die Anzahl der Aktien um 78% erhöht. Es gibt also jetzt ca. 28 Millarden Bumi-Aktien mehr. Dazu habe ich keine Informationen über meine Depotbank erhalten. Eine Beteiligung war wahrscheinlich auch für die anderen Bumi-Aktionäre nicht möglich.
Dafür schreibt diese Woche die Deutsche Börse, dass Bumi ab 10.07.17 als ex Kapitalmassnahme gehandelt wird (Kurs fiel kurzzeitig um 20% - von 23 ct auf 19 ct).
Jetzt soll ich für 1 alte Aktie 284 weitere Bumi-Aktien für je 1 IDR erhalten. Es gibt nirgendwo eine Information, wo die ex Kapitalmassnahme näher erläutert wird - auch nicht auf der Bumi-Seite.
Natürlich ist die Ausgabe neuer Aktien immer eine Verwässerung. Das trifft insbesondere zu, wenn diese Aktion ohne Bezugsrecht für die Altaktionäre erfolgt. Tröstlich ist nur, dass bei einer Kapitalerhöhung durch Einzahlung für neue Aktien (theoretisch) auch der Wert des Unternehmens steigt. Wenn die neuen Aktien genau so viel kosten, wie die alten, verringert sich zwar der individuelle Anteilsanteil am Unternehmen (wenn man sich nicht beteiligt), nicht aber der anteilige Wert am Unternehmensvermögen (da das durch die Einzahlungen für die neuen Aktien wieder steigt). Meine Erfahrung sagt mir jedoch bisher, dass solche obskuren Kapitalerhöhungen, wie hier bei Bumi, meistens in einer Notlage des Unternehmens durchgeführt werden. Bei Bumi sehe ich das nur insoweit optimistisch, dass damit eine Pleite abgewendet wird und die Zukunftsaussichten für Kohleförderer in Indonesien gar nicht so schlecht aussehen. Deshalb zeichne ich.
Normalerweise kann man sich den Wert der Bezugsscheine auch auszahlen lassen (Option1). Das Problem dabei ist, dass diese alle mit Ende der Bezugsfrist (17.07.) an der Börse verkauft werden - mit dem erwartbaren Ergebnis bei einem plötzlichen Überangebot: "unter Wert". Bei großem Pech werden diese sogar vollkommen wertlos aus dem Depot gebucht.
Mal sehen, wie es diesmal ausgeht... (ist halt nah am Glücksspiel)