Auch im vierten Quartal blieb das Geschäft insgesamt schwach. Der Umsatz brach um 12,6 Prozent ein. Ohne Berücksichtigung der Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Rückgang von 7,1 Prozent. Besonders schwierig war das Geschäft in Griechenland, Rumänien und Bulgarien, weil dort die verfügbaren Einkommen und die Kaufbereitschaft der Kunden mit der Wirtschaftskrise weiter gesunken seien, so Praktiker. In Polen, Ungarn und der Türkei drückten verschlechterte Wechselkurse auf die in Euro gerechnete Umsatzentwicklung. Lediglich in Luxemburg und in der Ukraine legten die Umsätze zu.
inen Lichtblick gibt es dagegen im Deutschland-Geschäft. Dort hat der Umsatz erstmals seit zwei Jahren wieder auf Vorjahresniveau gelegen (minus 0,6 Prozent, flächenbereinigt minus 0,2 Prozent). In den ersten neun Monaten hatte das Minus noch 12,7 Prozent betragen, im gesamten Geschäftsjahr 10,3 Prozent.
Praktiker erklärt die Stabilisierung damit, dass das Unternehmen seit Beginn des Jahres auf Rabattaktionen ("20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung") verzichtet hat. Dadurch habe sich der Rückgang von Quartal zu Quartal abgeschwächt und in den Monaten November und Dezember sei sogar ein deutliches Umsatzplus zu verzeichnen gewesen, weil die Kundenfrequenz zugenommen habe.
Vorstandschef Thomas Fox bezeichnete die Stabilisierung der Umsätze in Deutschland im vierten Quartal als eine Hoffnung, "dass wir die erste Phase der Durststrecke jetzt hinter uns gelassen haben". Eine Ergebnisprognose traut sich Fox allerdings nicht zu. Im dritten Quartal hatte Praktiker unter dem Strich noch einen Verlust von 26 Millionen ausgewiesen.
Den vollständigen Geschäftsbericht für 2011 will Praktiker am 29. März vorlegen.
Quelle: boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_584688