Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur:
Investitionen, Kooperationen und Innovationen dies sind die drei Säulen unserer Wasserstoffstrategie. Wir investieren mit dem Nationalen Innovationsprogramm für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, kurz NIP, mehr als je zuvor, wir bauen gemeinsam mit der Industrie eine flächendeckende Ladeinfrastruktur und wir fördern gezielt Innovationen. Wasserstoff und Brennstoffzellen im Verkehrsbereich sind eine unverzichtbare Alternative und Ergänzung zu den leistungs- und reichweitenbeschränkten Batteriefahrzeugen. Damit erreichen wir unser Ziel: mehr Mobilität bei weniger Emissionen. Deshalb begrüße ich es außerordentlich, dass diese Zukunftstechnologie neben dem Straßensektor jetzt auch im Schienenverkehr Einzug findet.
www.now-gmbh.de/de/aktuelles/presse/...aktor-in-niedersachsen
Berlin (energate) - Die Debatte um die Elektrifizierung des Verkehrs konzentriert sich nach Ansicht des Bundesverkehrsministeriums zu sehr auf Batterieantriebe. Wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge kämen dabei zu Unrecht zu kurz. "Wir erleben im Moment einen gewissen Hype bei der Batterieelektrik", sagte Verkehrsstaatssekretär Norbert Barthle (CDU) beim parlamentarischen Abend des Deutschen Wasserstoffverbandes (DWV) in Berlin. Wenn dieser Hype dazu beitrage, dass sich das Thema Elektromobilität insgesamt durchsetzt, dann sei dieser einerseits zwar willkommen, so Barthle. "Aber wir lassen uns von diesem Hype nicht verblenden", sagte er. "Wir sind nach wie vor der Überzeugung, dass im Wasserstoff und in der Brennstoffzelle unterm Strich große Möglichkeiten bestehen, die müssen wir nutzen." Das Ministerium betrachte beides als unverzichtbare Alternative. Barthle bezeichnete seinen Minister Alexander Dobrindt (CSU) als großen Fan von Wasserstoff.
Auf absehbare Zeit, davon sei man im Ministerium überzeugt, werde die Batterietechnologie nicht so weit entwickelt und wettbewerbsfähig sein, dass damit sämtliche Verkehrsträger ausgestattet und elektrifiziert werden können. Außerdem seien die Reichweite und das Potenzial von Batterien im Schwerlastverkehr, also bei LKW, Zügen, Schiffen und Flugzeugen, sehr begrenzt. Deshalb seien auch andere alternative Antriebsträger notwendig. Wasserstoff könne zudem ein Schlüssel sein für den flächendeckenden Einsatz und das Speichern von regional erzeugtem Ökostrom. "Die Devise lautet jetzt: Use it or lose it", so der Staatssekretär. "Und wir wollen nicht verlieren, deshalb müssen wir da rangehen."
Viele Vertreter aus Politik und Wirtschaft teilen die Begeisterung nicht. So verspricht sich etwa der Mineralölkonzern BP nicht viel von Wasserstoff als Kraftstoff, dort setzen die Verantwortlichen eher auf dessen Verwendung in Raffinerien. Die Industrieinitiative CEP zur Förderung der Wasserstoffmobilität hat BP verlassen. Daimler-Konzernchef Dieter Zetsche hat erklärt, dass er in den nächsten zehn Jahren nicht mit einem kommerziellen Erfolg rechnet. Hinzu kommt, dass stationäre Brennstoffzellen für die Strom- und Wärmeerzeugung in Haushalten eine Krise durchlaufen. Hersteller Vaillant will die Technologie derzeit nicht weiter verfolgen und setzt stattdessen auf Wärmepumpen. Die Bundesregierung setzt mit ihrem Klimaschutzplan 2050 vom November in allererster Linie auf die direkte Elektrifizierung der Sektoren Wärme und Verkehr über Wärmepumpen und Batterieautos. /sh
www.energate-messenger.de/news/173055/...ff-fuer-unverzichtbar
Dagegen hat sich StS Flasbarth eher kritisch gegenüber der BZ-Technologie geäussert. Hier wird sich aber die Zukunft erst noch entscheiden, wenn sich der Kunde orientiert - m.E. in Richtung BZ, wenn die Versorgung stimmt.
Neben Batterie-Autos kämen für die Quote auch Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb in Frage, so Flasbarth. Der Staatssekretär erwartet aber, dass Batterien sich durchsetzen. Diese Antriebsart sei am effizientesten und anders als Wasserstoffautos bereits in vielen Märkten auf dem Vormarsch. Wenn der Staat in den Ausbau etwa von Lade-Infrastruktur investiere, müsse es irgendwann eine Weichenstellung geben, betonte Flasbarth.
ecomento.de/2017/08/16/...oauto-quote-immer-wahrscheinlicher/