Ouster hat im 2. Quartal 2026 operativ überzeugt. Der Umsatz stieg um 56 % auf 54,6 Mio. US-Dollar und lag über den Erwartungen. Gleichzeitig verbesserten sich Bruttomarge und bereinigtes EBITDA deutlich – ein Zeichen, dass das Unternehmen zunehmend von Skaleneffekten profitiert.
Die Bilanz ist mit rund 454 Mio. US-Dollar Liquidität (inkl. Kapitalerhöhung nach Quartalsende) sehr solide und schuldenfrei. Allerdings wurde dies durch eine deutliche Aktienverwässerung erreicht, da Ouster weiterhin Kapital über neue Aktien aufnimmt.
Der freie Cashflow blieb zwar negativ, bereinigt um Working-Capital-Effekte zeigt sich jedoch eine klare Verbesserung. Der operative Break-even rückt näher, ist aber noch nicht erreicht.
Die Prognose für das 3. Quartal fiel etwas vorsichtiger aus als erwartet und war der Hauptgrund für den Kursrückgang. Langfristig bleibt die Wachstumsstory mit Lidar, Kameras und KI-Plattformen für Robotik, Industrie und autonome Systeme intakt.
Fazit: Operativ entwickelt sich Ouster in die richtige Richtung. Die größten Risiken bleiben die hohe Bewertung, die weitere Verwässerung der Aktionäre und das noch nicht nachhaltige Erreichen der Profitabilität. Für langfristige Anleger bleibt Ouster ein chancenreiches, aber spekulatives Wachstumsinvestment – eher als Satellitenposition denn als Kerninvestment.