Ich beschäftige mich noch damit. Schwere Kost! Das Stammkapital scheint 51.417.000 CAD zu betragen und wird auf 51.417,00 reduziert. Das Stammkapital ist die Summe der Nennwerte aller ausgegebenen Aktien und die dürften eben 0,10 CAD betragen. Deshalb auch nicht von den 514 Mio aus der Bilanz auszugehen.
Im Prospekt vom 2/2012 steht nämlich auch, dass die neuen Aktien einen Nennwert von 0,10 haben aber zu einem Preis von 6,50 NOK ausgegeben werden.
Denke das hat was damit zu tun, dass man hier die Verluste aus der Bilanz raus haben will. Die Diskrepanz besteht für mich noch darin, dass man hier die Kapitalherabsetzung 10:1 macht und den Resplit 100:1 !? Vielleicht kennt sich da ja jemand besser aus als ich.
Bei Wiki steht dazu:
Ordentliche Kapitalherabsetzung [Bearbeiten]
Die ordentliche Kapitalherabsetzung ist in §§ 222 bis 228 AktG geregelt. Sie kann sowohl nominell als auch effektiv durchgeführt werden. Technisch geschieht dies in der Regel durch die Zusammenlegung von Aktien (z.B. im Verhältnis 10:1, d.h. aus 10 alten Stückaktien wird eine neue Stückaktie). Bei Aktien, die einen Nennbetrag besitzen, muss dieser herabgesetzt werden.
Für die Durchführung einer ordentlichen Kapitalherabsetzung ist es notwendig, dass
- die Hauptversammlung die Kapitalherabsetzung mit einer 3/4-Mehrheit des vertretenen Kapitals beschließt,
- der Zweck der Kapitalherabsetzung im Beschluss festgehalten wird,
- der Kapitalherabsetzungsbeschluss in das Handelsregister eingetragen wird.
Vereinfachte Kapitalherabsetzung [Bearbeiten]
Die vereinfachte Kapitalherabsetzung ist in §§ 229 bis 236 AktG geregelt. Sie ist nur für die nachgenannten Zwecke zulässig:
- Ausgleich von Wertminderungen
- Deckung sonstiger Verluste
- Einstellung von Beträgen in die Kapitalrücklage
Voraussetzungen für die vereinfachte Kapitalherabsetzung sind, dass
- die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage zusammen 10 % des nach der Herabsetzung verbleibenden Grundkapitals nicht übersteigen,
- kein Gewinnvortrag vorhanden ist und
- Gewinnrücklagen vollständig aufgelöst sind.
Die schreiben ja auch von:... in Reserven einfließen. Könnte also sein, dass man hier die Kapitalrücklagen aufhübscht und sich der bisher angefallenen Verluste buchtechnisch entledigt um die Anleihen besser an den Mann zu bringen oder ein besseres Rating zu bekommen? Nur so Ideen von mir.
Ist halt auch von Land zu Land verschieden und dazu müsste man wirklich Jurist mit Schwerpunkt Aktienrecht sein. Hoffe die hebeln hier nicht gleichzeitig auch noch Stimmrechte aus die mit den Stückzahlen eigentlich einhergehen.
Nur die Hälfte der Stimmrechte bei der HV zusammen zu bekommen ist wohl auch schwierig, wenn der Streubesitz wirklich so hoch sein sollte.
Schaun wir mal wie es weiter geht. Nur nachdem die Wandeloption für diese neuen Second Lien Bonds Inhaber eigentlich schon den Zinsverlust von 13 auf 4% über die gesamte Laufzeit beim Wandelkurs vorweggenommen haben, traue ich dem MM und dem Söderqvist nicht mehr. Aktionärsfreundlichkeit sieht anders aus. Schönen Abend noch.