Es sind noch gut 650 bis 750 Mio. $ an „Safe-Harbor“-Aufträge für Nordex in den USA offen mit denen sich die Projektierer/Investoren die Subventionen gesichert haben mit dem vollen Production Tax Credit (PTC) in Höhe von 2,3 Cent pro kWh. Dieser Subvention-Spitzensatz bekommen diese Nordex-Projekte. Deshalb hat Nordex z.B. schon etliche Turbinen in die USA verschifft, so dass ein Windprojekt als begonnen gilt. So wie in diesem Beispiel für den US Energiekonzern Allete hat Nordex vorab 16 N100-Turbinen für 3 bis 4 Windprojekte (wenn die Aufträge scharf werden sind es dann wohl so um die 120 bis 140 Turbinen) im Mittleren Osten der USA schon in die USA verschifft (ohne Umsatz - steht als Lagerbestand in der Bilanz):
www.businessnorth.com/daily_briefing/...b379-9bcb995d0bea.html
Diese Aufträge sind für die N100, die ist zwar eine ältere Turbinengeneration, aber sie ist nahezu ideal für die rauhe Gegend. Die Umsetzung dieser Projekte soll noch in diesem Jahr erfolgen. Bis dato gibt es noch keinen Auftragseingang dazu.
Bisher wurde lediglich einer dieser „Safe-Harbor“-Aufträge abgearbeitet und offiziell als "Vollauftrag" gemeldet mit dem 300 MW großen Windpark "Red Dirt" von Enel. Als „Safe-Harbor“-Auftrag war er nur 32 Mio. $ schwer und als scharfer Auftrag dann etwas mehr als das Zehnfache. Dieser Auftrag wurde Ende Februar 2017 als scharf gemeldet und ging Anfang Dezember 2017, also nur 9 Monate später, voll in Betrieb. Das nur zur Anmerkung, weil ja ein Obergescheiter immer wieder behauptet hat, dass solche enge Termine nicht realistisch seien. Gut beim heute gemeldete Spanienauftrag wird ja mit dem Errichten auch schon in 6 Monaten begonnen.Da ist dann Mr. Dauerschreiber sprachlos.
Es sind momentan noch 62 Mio. $ (zumindest offiziell), als scharfe Aufträge > 650 Mio. $ schwer, an „Safe-Harbor“-Aufträge offen:
www.nordex-online.com/...news[backPid]=61&cHash=63f18959e6
Sollten diese Aufträge kommen, die Nordex wohl wie immer gut gehegt hat und so macht der schwächelnde US Dollar dann kaum Probleme, und es spricht nichts dagegen, dass sie nicht kommen werden, dann würde sich die Auftragslage von Nordex schlagartig deutlich verbessern und es könnte in der Tat dann doch noch in Richtung Break Even Umsatz von 2,6 Mrd. € in diesem Jahr gehen, denn es ist noch genügend an Zeit bis mindestens Mai 2018 andere Aufträge fürs 2. Halbjahr 2018 reinzuholen. Zumal sich ja die Probleme in Indien offensichtlich aufgelöst haben, denn Vestas hat ja im Dezember 2 große Indien-Aufträge gemeldet. Übrigens mit den uralten V100-2.0 und V110-2.0 MW Vestas-Mühlen. Da sind die 3 MW mit Rotordurchmesser > 120 Meter Acciona-Mühlen dann schon weitaus besser. Offen sind für Indien ja zwei bekannte Aufträge über insgesamt 177 MW und die Möglichkeit besteht natürlich auf weitere Indienaufträge, denn man sieht an den jüngsten Auftragsmeldungen von Vestas, Gamesa und Suzlon, dass die Delle bei Onshore-Wind durch die Einführung von Auktionen Anfang 2017 sich so allmählich auflöst und Indien wieder ein jährlicher 3 bis 4 GW Markt werden wird. Wäre dann hinter China und den USA der 3. größte globale Markt für Onshore-Wind.
Der 125 MW-Auftrag aus der Türkei von Agaoglu Energy wird zu 100% kommen zur Realisierung in diesem Jahr
Ist alles ein wenig schwierig einzuordnen rund um Nordex, weil die Auftragslage nach wie vor zumindestens für uns Außenstehenden schwach ist. Aber sie hellt sich zunehemend auf.
Eine Glaskugel habe ich leider noch nicht wie ein andere Poster um voraussehen zu können wie dieses Jahr nun wirklich laufen könnte für Nordex. Zumal man keine Vergleiche zu 2017/2016 ziehen kann, denn da lagen die Turbinenliefertermine doppelt so lang wie heute. Schon alleine deshalb macht nur jemand ein solcher Vergleich null Sinn.