Bayern: Jede zehnte Kilowattstunde soll künftig aus Windstrom erzeugt werden
[13.09.2011]
Bayerns Umweltminister Dr. Markus Söder hat angekündigt, den Anteil der Stromerzeugung aus Windenergie im Freistaat bis 2020 auf rund 10 % zu steigern. Ende 2010 hatte die Windkraft in Bayern mit 420 Windrädern und 521 Megawatt installierter Leistung gerade einmal einen Anteil von 1 % an der Stromerzeugung.
Nach Auffassung des Dachverbandes der deutschen Natur- und Umweltschutzverbände (DNR) ist bis 2020 sogar ein Windstromanteil von 15 % notwendig. „Angesichts der Bedeutung erneuerbarer Energien wie der Windenergie für den Klimaschutz sollte zukünftig der Bau von Windkraftanlagen in bestimmten, intensiv genutzten Wirtschaftswäldern mit einer geringen ökologischen Bedeutung stärker als bisher in Erwägung gezogen werden“, erklärte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen.
Bisher stünden gut 100 Windkraftanlagen in den deutschen Wäldern, die mit Masten für Nabenhöhen von 139 m weit über den Baumwipfeln einsetzbar seien. Gleichzeitig bekräftigte der DNR seinen Standpunkt, dass Windanlagen in allen urwaldähnlichen und naturnahen Wäldern und in Forsten mit alten, höhlenreichen Bäumen oder einem hohen Totholzanteil sowie an Waldrändern „absolut nichts verloren haben“. (AgE)
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