Wusstes du, dass kurz vor Fukushima das Gesetz für die Einspeisevergütung Erneuerbarer Energien vom japanischen Parlament abgelehnt wurde?
Jetzt haben sie es wieder aufgerollt und es wurde beschlossen, wird aber erst Mitte 2012 losgehen! Gut dass an der Börse die Zukunft und nicht Vergangenheit gehandelt wird.
www.faz.net/artikel/C30770/...ende-auf-japanisch-30492971.html
Nach Fukushima
Energiewende auf Japanisch
Die Atomkatastrophe von Fukushima hat Japan zur Energiewende gezwungen. Tokios Nachbarstadt Kawasaki zeigt, wie die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien aussehen könnte.
Von Carsten Germis, Kawasaki
29. August 2011 2011-08-29 12:04:38
Hiroshi Nakamura dürfte trotz des schweren Gewitters in seinem Büro freudig mit den Händen geklatscht haben. Nach langem und zähem Ringen hat das japanische Parlament in Tokio am Freitag, als es nachmittags zu regnen begann, ein Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien beschlossen. Es ist das Vermächtnis des scheidenden japanischen Premierministers Naoto Kan, der wenige Minuten nach dem „Ja“ zum Gesetz seinen Rücktritt erklärte. Für Kan, der nach der Katastrophe in Fukushima die Abkehr Japans von der Atomkraft wollte, ist das Gesetz der Preis, den er seinen Widersachern in der eigenen Partei und in der Opposition für seinen Rücktritt abgefordert hat. Für Nakamura, der in der Industriestadt Kawasaki vor den Toren Tokios das größte Biomasse-Kraftwerk Japans betreibt, sichert es eine finanziell lukrative Zukunft. „Es gibt noch keine genauen Zahlen, wie stark Biomasse gefördert wird“, sagt Nakamura. Doch sicher ist, dass Sonnen- und Windenergie sowie Strom aus Biomasse künftig zu festen Tarifen in die Netze der japanischen Stromanbieter eingespeist wird. Am 1. Juli 2012 tritt das Gesetz in Kraft.
Kan hat damit zwar nicht die Energiewende bekommen, die er für Japan gewünscht hätte, doch schon die Ankündigung des Gesetzes hat Investitionen in erneuerbare Energie ausgelöst, wie es sie so in Japan bislang nicht gegeben hat. Takao Abe, Bürgermeister in Kawasaki, freut sich darüber. An der Küste seiner Stadt lässt sich heute schon sehen, wie Kan sich Japans Zukunft ausmalte. Wer auf dem Dach von Nakamuras Biomasse-Kraftwerk im Industriegebiet von Kawasaki steht, blickt auf der gegenüberliegenden Seite des Hafenbeckens auf die Photovoltaik-Flächen des Sonnenkraftwerks Ukishima. Direkt neben den Sonnenkollektoren ragt einsam ein Windrad in die Höhe. Und in direkter Nachbarschaft von Nakamuras Büro dampfen die Kühltürme eines Gaskraftwerks, das die Hauptlast der Energieversorgung trägt......................................................................................."