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Das Verdikt über den öffentlichen Auftritt von Apple ist weniger schmeichelhaft. «Es ist mir unklar, weshalb Apple den Entwicklern nicht mehr geliefert hat. Die Präsentation von Anfang Woche war nur auf die Konsumenten zugeschnitten», sagt Hillegass. «Ich dachte, dies sei eine Entwicklermesse. Doch wollte Apple einfach nur das Interesse an den iPhones und iPads neu entfachen. Schon verständlich – aber uns Entwicklern bringt dies nichts.» Was er und andere Entwickler vermissen, sind die kostenlosen Upgrades des Betriebssystem von Apple.
Konkurrenten ermöglichen dies und machen es den Programmierern dadurch leichter, ihre Erfindungen zu vermarkten. «Apple hat sich auch mit dem Tod von Steve Jobs nicht verändert. Der Anspruch, exklusiv sein zu wollen, ist der gleiche geblieben», sagt Programmierer Hillegas. Seiner Ansicht nach hat sich die Hackordnung unter den Entwicklern sogar noch verfestigt. «Die Apple-Entwickler sehen sich zuoberst. Ihr Fokus liegt bei den Konsumenten und beim Design. Sie wollen nicht unbedingt überraschend sein, lieber elegant und zurückhaltend.» Android-Entwickler seien eher kreativer, bewusst auch etwas provokativ und populistisch. «Am einfachsten einzuschätzen sind die Windows-Leute. Sie sind klar unternehmens- und gewinnorientiert.»