bevor gehe, noch was...Im Buch "Der Bankier" geht es um Bankenmacht am Beispiel der Bank Sal. Oppenheim.
Machtmissbrauch: Kein Ausrutscher
Dass Rügemers Buch nicht geschrieben wurde, um Persönlichkeitsrechte zu verletzten, darf unterstellt werden. Er kämpft freilich nicht für die Rechte von Banken und Bankiers, die sich selbst zu helfen wissen oder sich Helfer in ausreichender Zahl und Qualität kaufen können. Ihm ging und geht es um die Rechte derer, die die Rechnungen skrupellosen Machtmissbrauchs in Form von Arbeitslosigkeit, Lohn- und Sozialleistungskürzungen, Mehrwertsteuererhöhung, selbst gemachten politischen und Umweltkatastrophen bezahlen müssen. Es ging und geht ihm, und damit bewegt er sich als Stellvertretender Vorsitzender von Business Crime Control im Rahmen unseres als gemeinnützig anerkannten Aufklärungsauftrags, in seinen Büchern, Aufsätzen und Artikeln immer um Aufklärung über die Macht und den von vielen Politikern geschützten und unterstützten Machtmissbrauch von Wirtschaftsunternehmen.
Im Buch "Der Bankier" geht es um Bankenmacht am Beispiel der Bank Sal. Oppenheim. Rügemer schildert den Aufstieg dieser Bank in frühkapitalistischen Zeiten, in denen schon - wie heute - die Finanzierung von Rüstungsgeschäften und Kriegen eine große Rolle spielte und zur Akkumulation privaten Reichtums beiträgt. Er setzt sich mit der bisher kaum beachteten Aktivität dieser Bank bei einem Arisierungsfall auseinander. Er zeigt, dass die Bank Sal. Oppenheim, obgleich die CDU in Nordrhein-Westfalen im Februar 1947 ihr berühmtes Ahlener Programm verabschiedet hatte, in dem für notwendig erklärt wurde, künftig den Missbrauch wirtschaftlicher Macht zu verhindern, in der jungen westdeutschen Demokratie verdeckte Parteienfinanzierung betrieben hat. Sie hat der Partei Konrad Adenauers, die damals keine Mitglieder-, sondern eine Honoratiorenpartei, also schwach bei Kasse war, am Wählerbewusstsein vorbei materielle Hilfe geleistet.
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